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Bachblütenkonzentrat

Bachblüten – wie sie beim Zahnarzt sinnvoll eingesetzt werden und Ihnen als Patienten helfen

bachblueten-felderBei den original Bachblüten handelt es sich um Blütenkonzentrate. Insgesamt gibt es 38 Blütenkonzentrate.

Edward Bach war ein englischer Arzt (1886 – 1936). Er war als Facharzt  für Bakterieolgie und Homöopathie in London tätig. Während seiner Tätigkeit als Arzt, kam er zu der Erkenntnis, dass Krankheiten nicht in erster Linie körperliche Ursachen haben, sondern vielmehr auf Störungen des seelischen Gleichgewichts zurückzuführen sind. Er war davon überzeugt, dass seelischer Kummer, Ängste, Sorgen, Unsicherheit, Einsamkeit, übermäßiges Engagement, Gleichgültigkeit gegenüber der Umgebung, Niedergeschlagenheit und Verzweiflung die Vitalität des Körpers soweit beeinträchtigen,  dass seine Widerstandskräfte schwinden und dadurch Infektionen bzw. Krankheiten entstehen können.

Er machte sich auf die Suche nach „einfachen“ Behandlungsmethoden und „alternativen“ harmlosen Heilmitteln. Er war der Meinung, diese Heilmittel in wild wachsenden Pflanzen, Bäumen oder Sträuchern gefunden zu haben. Auf diese Weise entwickelte er Bachblüten.
Die Bachblütentherapie ist eine nebenwirkungsfreie Therapieform. Die Blütenkonzentrate nach Dr. Bach wirken auf der seelischen Ebene und sollen dem Patienten helfen, sich zu regenerieren und zu genesen.

Bei den original Bachblüten handelt es sich um eine alkoholische Lösung. Heutzutage gibt es aber auch alkoholfreie Bachblüten bzw. Bachblüten-Bonbons, Bachblüten Globuli und auch Bachblüten-Cremes. Diese Präparate eignen sich auch für die Behandlung von Kindern.
In der zahnärztlichen ganzheitlichen Praxis setzen wir die Bachblüten vor allem bei Patienten, die Angst vor der Behandlung haben, ein.

 

 


Wie werden Bachblüten hergestellt?

BachblütenkonzentratBei der Herstellung von Bachblüten Essenz unterscheiden wir 3 Stufen:

1. Die Herstellung des Bachblütenkonzentrats

Für die Herstellung des Bachblütenkonzentrats kommen zwei unterschiedliche Potenzierungsmethoden zur Anwendung.

  • Zum einen die Sonnenmethode. Diese wird bei Blüten angewandt, die gegen Ende des Frühjahrs und im Sommer blühen, wenn die Sonne die meiste Kraft hat.
  • Zum anderen die Kochmethode. Diese wird bei Pflanzen, Blüten und Zweigen der Bäume aber auch bei Sträuchern angewandt, die sehr früh im Jahr blühen,  dass die Sonne noch nicht ihre volle Kraft entfaltet hat.

2. Die Herstellung der „stockbottle“ (= Vorratsflasche)

Die Stockbottle stellt die zweite Verdünnung des jeweils herzustellenden Blütenkonzentrats dar.

3. Die Herstellung der Behandlungslösung

Die Behandlungslösung  bzw. die Einnahmeflasche stellt den dritten Schritt der Herstellung dar. Sie enthält die täglich einzunehmende Konzentratmischung.

 

 


Die Bachblüten im Einzelnen

Folgende Blütenkonzentrate werden nach der Sonnenmethode hergestellt:

Oak (Nr. 22), Gorse (Nr.13), White chestnut (Nr. 35), Water Violet (Nr. 34), Mimulus (Nr. 20), Agrimony (Nr. 1), Rock Rose (Nr. 26), Centaury (Nr. 4), Scleranthus (Nr. 28),Wild Oat (Nr. 36), Impatients (Nr. 18), Chicory (Nr. 8), Vervain (Nr. 31), Clematis (Nr. 9), Heather (Nr. 14), Cerato (Nr. 5), Gentian (Nr. 12), Olive (Nr. 23), Vine (Nr. 32), Rock Water (Nr. 27).

Oak (Nr. 22) – gemeine Eiche: Wird angewendet bei Niedergeschlagenheit, bei Menschen, die auch unter schlechten Bedingungen tapfer weiterkämpfen und die Hoffnung nicht aufgeben.

Gorse (Nr.13) – Stechginster: Wird angewendet bei Zuständen großer Hoffnungslosigkeit. Patienten, die kein Vertrauen oder die Hoffnung auf Heilung verloren haben.

White chestnut (Nr. 35) – Roßkastanie: Findet ihre Anwendung bei ständig quälenden Gedanken und Selbstgesprächen. Patienten, die nicht loslassen können.

Water Violet (Nr. 34) – Sumpfwasserfeder: Ist indiziert für stille eigenständige Menschen, die manchmal zu stolz und unnahbar erscheinen. Menschen, die sehr „reserviert“ sind.

Mimulus (Nr. 20) – Gauklerblume: Findet Anwendung bei Ängsten im täglichen Leben, Angst vor Menschen, Tieren oder Angst vor dem Dunkeln. Besonders geeignet bei Patienten, die extreme Angst vor einem Zahnarztbesuch haben.

Agrimony (Nr. 1) – gewöhnlicher Odermennig: Wird angewendet bei Menschen, die ihre Sorgen hinter einer Fassade von Heiterkeit und guter Laune vor anderen Menschen zu verbergen versuchen. Patienten, die ihre Probleme nicht zeigen bzw. nicht darüber sprechen wollen.

Rock Rose (Nr. 26) – gemeines Sonnenröschen: Ist bei Patienten indiziert, die an extremen Angstzuständen und Gefühlen innerer Panik (Panikattacken) leiden. Geeignet bei Patienten die schon vor Betreten der Praxis Panik bekommen.

Centaury (Nr. 4) – Tausendgüldenkraut: Indikation – willensschwache Menschen, die nicht nein sagen können und sich stark vom Willen anderer beeinflussen lassen. Sehr gutmütige Menschen.

Scleranthus (Nr. 28) – Einjähriger Knäuel: Wird angewendet bei Unentschlossenheit, Sprunghaftigkeit und innerer Unausgeglichenheit. Menschen, die ständig wechselnde Meinungen haben.

Wild Oat (Nr. 36) –  Waldtrespe: Findet ihre Anwendung bei Menschen, die unzufrieden und unsicher sind. Sie sind begabt, haben aber Schwierigkeiten ihre Richtung im Leben zu finden (Ziellosigkeit).

Impatients (Nr. 18) – Drüsentragendes Springkraut: Wird bei Patienten angewendet, die ungeduldig und leicht reizbar sind.

Chicory (Nr. 8) – Wegwarte, Zichorie: Indikation – bei Menschen, die besitzergreifend und überkritisch gegenüber anderen sind. Menschen mit übertriebener Fürsorge für andere.

Vervain (Nr. 31) – Eisenkraut: Menschen, die eine fixe Idee haben und sich schwer davon abbringen lassen.

Clematis (Nr. 9) – Waldrebe: Ist induziert bei Tagträumern.

Heather (Nr. 14) – Schottisches Heidekraut: Für redselige, selbstbezogene (egozentrische) Menschen, die Angst vor der Einsamkeit haben. Sie brauchen immer Gesellschaft.

Cerato (Nr. 5) – Bleiwurz: Ist indiziert bei Menschen, die sich nicht auf ihre eigenen Entscheidungen verlassen können und ständig bei andern um Rat fragen. Patienten mit mangelndem Selbstvertrauen (Unsicherheit).

Gentian (Nr. 12) – Herbstenzian: Anwendung bei Menschen, die zu Zweifel, Mutlosigkeit und Pessimismus neigen. Patienten, die am Erfolg der Behandlung zweifeln und willensschwach sind.

Olive (Nr. 23) – Olive: Wird angewendet bei Patienten, die sich in geistig- seelischer Hinsicht vollkommen erschöpft („ausgepowert“) fühlen. Nach größeren Anstrengungen oder schwerer Krankheit.

Vine (Nr. 32) – Weinrebe: Anwendung bei sehr tüchtigen und willensstarken Menschen, die dazu neigen, andere zu beherrschen und ihnen ihren Willen aufzuzwingen.

Rock Water (Nr. 27) – Wasser aus heilkräftigen Quellen: Wird angewendet bei Patienten, die eine zu strenge Selbstdisziplin haben und zu hart zu sich selbst sind. Menschen mit stark ausgeprägtem Perfektionismusstreben. Bei Zwanghaftigkeit.

 

Folgende Bachblütenkonzentrate werden nach der Kochmethode hergestellt:

Cherry Plum (Nr. 6), Elm (Nr. 11), Aspen (Nr. 2), Beech (Nr. 3), Chestnut Bud (Nr. 7), Hornbeam (Nr. 17), Larch (Nr. 19), Walnut (Nr. 33), Star of Bethlehem (Nr. 29), Holly (Nr. 15), Crab Apple (Nr. 10), Willow (Nr. 38), Red Chestnut  (Nr. 25), Pine (Nr. 24), Mustard (Nr. 21), Honeysuckle (Nr. 16), Sweet Chestnut (Nr. 30), Wild Rose (Nr. 37).

Cherry Plum (Nr. 6) – Kirschpflaume: Indikation – Angst den Verstand zu verlieren.

Elm (Nr. 11) – Englische Ulme: Indikation – Menschen, die pflichtbewusst sind, aber manchmal  das Gefühl haben, der Verantwortung nicht gewachsen zu sein; aber auch bei Depressionen.

Aspen (Nr. 2) – Zitterpappel: Indikation – Patienten, die vage Ängste haben, für die sie keine Erklärung haben. Diese Blütenessenz verhilft zu Mut und Vertrauen.

Beech (Nr. 3) – Rotbuche: Indikation – krankhafte intolerante Haltung, Kritiksucht,  Menschen, die an allem etwas auszusetzen haben.

Chestnut Bud (Nr. 7) – Roßkastanie: Für Patienten, die schwer aus ihren Erfahrungen lernen. Menschen, die sich das Leben selbst schwer machen.

Hornbeam (Nr. 17) – Weißbuche oder Hainbuche: Wird angewendet bei Patienten, die glauben, nicht genug Energie für die täglichen Pflichten zu haben. Sie fühlen sich der Behandlung nicht gewachsen.

Larch (Nr. 19) – Europäische Lärche:  Indikation – Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein und Versagensängsten. Angewendet bei Patienten, die sich nicht motivieren lassen.

Walnut (Nr. 33) – Walnuss: Indiziert bei Menschen, die feste, klare Ziele in ihrem Leben haben, sich jedoch durch die Ansichten anderer häufig von ihren Zielen abbringen lassen (Wankelmut).
Star of Bethlehem (Nr. 29) – Doldiger Milchstern: Ist bei Patienten indiziert, durch ein schockartiges Erlebnis traumatisiert sind (Heilkraft bei psychischen und physischen Schocks).

Holly (Nr. 15) – Gemeine Stechpalme: Indikation – Krankhafter Neid, Eifersucht, Misstrauen und Rachegefühle. Misstrauische Menschen. Menschen, die zu unfreundlichen und aggressiven Reaktionen neigen.

Crab Apple (Nr. 10) – Holzapfel: Patienten, die sich äußerlich und innerlich unrein fühlen; z.B. Patienten, die sich ständig zwanghaft die Hände waschen müssen (Reinlichkeitszwang).

Willow (Nr. 38) – Gelbe Weide: Indikation – Menschen, die innerlich verbittert sind und starken Groll hegen. Miesmacher!

Red Chestnut  (Nr. 25) – Rote Kastanie: Angezeigt bei Menschen, die sich sehr stark um ihre Mitmenschen sorgen. Die Blüte verhilft zur Harmonisierung der Gedanken und löst destruierende Gefühle.

Pine (Nr. 24) – Schottische Kiefer: Indiziert bei Patienten, die unter krankhaften Schuldgefühlen und Vorwürfen leiden.

Mustard (Nr. 21) – Wilder Senf: Induziert bei sehr starker Niedergeschlagenheit und großer Traurigkeit, für die es keine erkennbare Ursache gibt.

Honeysuckle (Nr. 16) – Geißblatt, Jelängerjelieber: Indikation – Menschen, die wehmütig in die Vergangenheit schauen. Sie trauern der Vergangenheit hinterher und haben kein Interesse an der Gegenwart.

Sweet Chestnut (Nr. 30) – Esskastanie, Edelkastanie: indiziert bei Menschen, die verzweifelt sind und meinen, sich in einer aussichtslosen Situation zu befinden.

Wild Rose (Nr. 37) – Heckenrose: Angezeigt bei Patienten, die resigniert und apathisch sind, teilnahmslose Menschen.

 

 


Zusammenfassung: welche Bachblüten helfen dem Patienten bei Angstzuständen?

Die Bachblüten haben nichts mit der klassischen Homöopathie zu tun!

Sie können jedoch mit der klassischen Homöopathie kombiniert werden.

Die Bachblütenkonzentrate geben uns die Möglichkeit, Patienten in schwierigen Lebenssituationen zu helfen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass folgende Bachblütenkonzentrate für Patienten, die unter Angstzuständen leiden indiziert sind:

1. Aspen (Nr. 2)
2. Cherry Plum (Nr. 6)
3. Mimulus (Nr. 20)
4. Red Chestnut (Nr. 25)
5. Rock Rose (Nr. 26)

Bachblüten können einzeln verwendet werden oder man kann eine Bachblütenmischung herstellen.

 

 


Wie nehme ich Bachblüten ein?

Geben Sie 2 Tropfen der Bachblütenessenz in ein Glas Wasser (mineralarmes, stilles Wasser) und trinken Sie dieses langsam schluckweise.

Bei Rescue Remedy Tropfen sollten Sie 4 Tropfen in das Glas geben. Man kann die Bachblüten auch direkt unter die Zunge geben. Dort werden Sie direkt resorbiert und gelangen direkt in die Blutlaufbahn.

Bachblüten lassen sich auch mit Schüsssler Salzen oder Heilpflanzen bzw. Tees kombinieren.

Zum Beispiel bei Angstzuständen oder Nervenzusammenbrüchen empfiehlt sich folgende Kombination von Schüssler Salzen:

  • Morgens: Schüssler Salz Nr. 2 Calcium phos. D6 – je 3 Tabletten.
  • Mittags: Schüssler Salz Nr. 5 Kalium phos. D6 –  je 3 Tabletten
  • Abends: Schüssler Salz Nr. 7 Magnesium phos. D6 – je 3 Tabletten

Aus der Pflanzenheilkunde stehen uns Baldrian (Valeriana officinalis), Hopfen (Humulus lupulus), Melisse (Melissa officinalis), Passionsblume (Passiflora incarnata), Lavendel (Lavandula angustifolia), Rose (Rosa canina) in Form von Tees zur Verfügung.

Die Bachblüte Mimulus (Nr. 20) eignet sich hervorragend bei „Zahnarztangst“.  Bei kleinen Kindern (als alkoholfreis Blütenessenz) in Kombination mit Chamomilla D30 Globuli.

Die Bachblüten sollten getrennt von Homöopatika eingenommen werden!

Rescue Remedy (Notfalltropfen) ist eine sehr wichtige Mischung, die in keiner zahnärzlichen Praxis fehlen sollte.

Sie besteht aus folgenden Blütenessenzi:

  • Star of Betlehem (Nr.29),
  • Rock Rose (Nr. 26),
  • Impatiens (Nr. 18),
  • Cherry Plum (Nr. 6),
  • Clematis (Nr. 9)

Die passende Bachblüte für den Patienten zu finden, ist nicht immer einfach. Hierbei müssen wir nach dem Gemütszustand des Patienten fragen. Je detaillierter die Befragung, desto leichter ist es die passenden Bachblüten zu finden.

In meiner Praxis hat sich ein Fragebogen bewährt, den der Patient mit nach Hause nimmt und wieder ausgefüllt in die Praxis mitbringt. Man kann die passenden Bachblüten auch mithilfe der Kinesiologie, der Elektroakupunktur oder des Vegatests ermitteln.

 

Schmerzempfindliche Zähne? Heiß/kalt Sensibilität?

Welches sind die Ursachen? Was kann man dagegen tun?

Viele Patienten leiden an empfindlichen Zähnen und empfinden Schmerzen beim Genuss von heißen oder kalten Getränken bzw. Speisen.

Hervorgerufen wird diese Schmerzempfindlichkeit durch eine Dentinhypersensibilität aufgrund von

  • Zahn-Erosionen
  • Abrasionen und
  • freiliegende sensible Zahnhälse.
Was man dagegen tun kann, möchte ich in diesem Beitrag besprechen.
Schmerzempfindliche Zaehne

 

 


Zahn-Erosionen

Eine dentale Erosion wird als Verlust des Zahnhartgewebes durch chemische Mittel ohne die Beteiligung von Mikroorganismen definiert (Eccles, 1979), z.B durch Säuren oder Schleifkörper in Zahncremes.

Bei Erosionen kommt es zum Verlust der Zahnhartsubstanz. Die klinische Zahnkrone (siehe Abbildung) wird von Zahnschmelz bedeckt. Zahnschmelz (lat.: Enamelum) ist die härteste Substanz in unserem Körper. Er ist hoch mineralisiert (95% anorganische Bestandteile). Der Hauptbestandteil ist Hydroxylapatit und dieser ist säurelöslich.

Ursache für Zahn-Erosionen können

  • Eßstörungen bzw. gestörtes Eßverhalten
  • Rückfluss von Mageninhalt
  • der übermäßige Genuss von Softdrinks
    und Zitrusfrüchten
  • zu geringer Speichelfluss

sein.

Gestörtes Eßverhalten wie z.B. Bulämie nervosa wird charakterisiert von Essorgien im Wechsel von Hungern und selbst hervorgerufenem Erbrechen, um das Gewicht wieder zu reduzieren. Dieses Verhalten ist nicht geschlechtsspezifisch.

Auch der Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre (gastroösophagaler Reflux) kann dentale Erosionen hervorrufen. Dabei gelangt Magensäure in die Mundhöhle und greift zuerst den Zahnschmelz, dann die darunterliegende Dentinschicht (lat.: Dentinum = Zahnbein) an und bei freiliegenden Zahnwurzeln auch den Wurzelzement (lat.: Cementum).

Als erstes treten Erosionen auf den gaumenwärtigen Oberflächen der Oberkieferzähne auf. Dann werden die Kauflächen der Seitenzähne (Prämolaren und Molaren) und danach die wangenwärtigen (bukkale) Flächen der Seitenzähne angegriffen.

Schmerzempfindlich, Schmerzempfindliche Zähne
Das Dentin (Zahnbein) setzt sich zusammen aus ca. 70% mineralisierter Substanz, 20% organischen Bestandteilen und 10 % Wasser. Das Dentin ist wesentlich weicher als Zahnschmelz, es wird durchsäht von unzähligen Kanälen (Dentintubuli). In diesen befinden sich die sogenannten „Ordontoblastenfortsätze“, sie haben Verbindungen zum Zahnnerv. Freiliegendes Dentin ist somit extrem reizempfindlich, insbesondere auf Temperaturunterschiede.

Weitere Ursache für dentale Erosionen kann der übermäßige Genuss von Softdrinks und säurehaltigen Getränken sein (z.B. Apfelsaft, frisch gepresster Orangensaft, Sportlergetränke, isotonische Drinks, Energy Drinks).
Auch der übermäßige Genuss von Zitrusfrüchten kommt als Ursache in Frage.

Außerdem tragen Personen, die einen zu geringen Speichelfluss (Hyposalivation) haben, ein hohes Risiko dentale Erosionen zu bekommen.

Speichel hat viele positive Eigenschaften. Er enthält Puffer, die die Säuren in der Mundhöhle neutralisieren und Mineralien, die die Zahnhartsubstanz remineralisieren (= wieder härten) und somit vor Karies schützen.

Zu geringer Speichelfluss kann auch zu Mundtrockenheit (Xerostemie) führen, die verschiedene Ursachen haben kann:

  • Medikamente
    (Blutdrucksenker, Antidepressiva)
  • Stress
  • Klimakterium
    (Bei Patientinnen nach dem Klimakterium können sich die Speichel- und Tränendrüsen zurückbilden / Sjögren- oder Siccasyndrom)

 

Weitere Informationen zum Thema “Speichel” finden Sie auch unter  → Mundgesundheit.


 

Was kann ich als Patient bei Mundtrockenheit (Xerostemie) tun?

 


Abrasion

Unter Abrasion versteht man einen Verlust der Zahnhartsubstanz durch „Zähneknirschen“ (Reibung, lat.: abrasio = Abnutzung).
Da das heutige Berufsleben immer stressiger wird, behandeln wir vermehrt Patienten, die mit den Zähnen knirschen und pressen (Bruxismus).

Zähneknirschen und Pressen werden als sogenannte „Parafunktionen“ bezeichnet und führen im Anfangsstadium zu Rissen und später sogar zu Abplatzungen an der Zahnhartsubstanz.

Durch den erhöhten Abrieb wird zuerst der Zahnschmelz vermehrt abgetragen. Das darunterliegende Zahnbein (Dentin) wird so freigelegt. Das freiliegende Dentin (Zahnbein) ist extrem temperatur- und berührungsempfindlich. Außerdem ist es deutlich weicher als Zahnschmelz (Enamelum) und somit kariesanfälliger.

Durch den Verlust der Zahnhartsubstanz an den Seitenzähnen (Prämolaren und Molaren) verringert sich die vertikale Dimension des Gebisses und der Biss senkt sich ab. Dadurch bekommen die Schneidezähne mehr Kontakt, nutzen sich so schneller ab und werden immer kürzer.
Dies stellt sowohl ein funktionelles Problem als auch ein ästhetisches/optisches Problem dar.


 

Was kann man bei Parafunktionen tun?

 


 

Freiliegende sensible Zahnhälse

Freiliegende Zahnhälse können eine Spätfolge von Parafunktionen (Knirschen oder Pressen) sein. Durch Knirschen oder Pressen kommt es zu einer unnatürlichen (unphysiologischen) Belastung einzelner Zahngruppen oder Zähne.

Dadurch wird der Kieferknochen abgebaut und das Zahnfleisch geht zurück. Die Zähne können sich lockern und die Wurzeloberfläche mit dem Wurzelzement (Cementum) wird freigelegt. Wurzelzement besteht aus 65% Mineralien, 23% organischem Anteil und 12% Wasser. Da Wurzelzement weicher und durchlässiger ist als Dentin, ist es extrem temperatur- und reizempfindlich. Gleichzeitig nimmt auch die Gefahr durch Kariesbefall zu .

Wie bereits erwähnt sollten Patienten, die knirschen oder pressen, regelmäßig eine Knirscherschiene tragen, um diese Folgen zu vermeiden.

Freiliegende Zahnhälse können aber auch eine Folge von falscher Putztechnik sein. Zu starkes „Schrubben“ und zu starkes Aufdrücken mit der Zahnbürste können zu Zahnfleischrückgang (Parodontose) und zur Abtragung von gesunder Zahnsubstanz führen (Putzdefekte).

Ebenso führt der Gebrauch von stark scheuernden Zahncremes vor allem in Kombination mit einer zu harten Zahnbürste zu übermäßigem Verlust von gesunder Zahnhartsubstanz.

Unser Prophylaxeteam gibt Ihnen wertvolle Tipps zur richtigen Putztechnik.

 

 

Schmerzempfindliche Zähne erfolgreich therapieren!

In unserer Praxis haben wir die Möglichkeit mithilfe von modernen Kunststoffen (Adhäsivtechnik) in Verbindung mit Dentallasern solche Defekte besonders schonend zu restaurieren, ohne diese Zähne überkronen zu müssen.


[→ Lesen Sie mehr zu den Vorteilen von Dentallasern bei der Füllungstherapie].


 

Außerdem gibt es spezielle Fluoridgelees und Lacke, die wir auf die betroffenen Stellen auftragen, um diese zu härten, zu desensibilisieren und um Heiß-Kalt-Empfindlichkeiten zu lindern sowie diese Areale vor Karies zu schützen.

Wir können auch Fluoride in die Zahnsubstanz einlasern. Dadurch baut sich sofort ein wirksamer und langanhaltender Schutz auf. Im Vergleich dazu wirken Gelees und Lacke, die nur eingepinselt werden, nur für einen kurzen Zeitraum. Die Therapie mit dem Laser ist der konventionellen Therapie, wie bereits erwähnt, überlegen.

Die → Dentallaser leisten in der Therapie von dentalen Erosionen, Abrasionen bzw. freiliegenden Zahnhälsen und den damit verbundenen Sensibilitäten einen sehr wichtigen Beitrag. Diese Defekte auf den Zähnen sind deutlich kariesanfälliger. Mithilfe der modernen Lasertechnologie können wir solche Zahnoberflächen effektiv härten und wirksam gegen Karies schützen.

Die freiliegenden offenen Dentintubuli, die die Ursache der Hypersensibilität (erhöhte Heiß-/Kaltempfindlichkeit) sind, lassen sich mithilfe der modernen Dentallaser effektiv und langfristig verschließen. Somit verschwinden die Beschwerden sofort.

Zuhause kann der betroffene Patient bzw. die Patientin spezielle desensibilisierende Zahncremes und Mundspüllösungen verwenden und in regelmäßigen Abständen Fluoridgelees auf die Zahnoberflächen einbürsten.

Unser Prophylaxeteam informiert Sie gerne.

Fazit:

Wir können durch schonende Schutz- und Pflegemaßnahmen die Sensibilität der Zähne positiv beeinflussen. Und wenn bei Ihnen bereits Defekte vorliegen, können wir diese effektiv und wirkungsvoll therapieren. Dabei bieten Dentallaser eine sinnvolle Ergänzung.

Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie noch Fragen haben oder unter den beschriebenen Symptomen leiden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

 Bildquellen in diesem Beitrag: 123RF, Hempel+Langkau

 

Amalgam: Ausleitende Verfahren in der Zahnheilkunde

Wissenswertes über Zahnfüllungen mit Amalgam.

Zahnfuellung mit Amalgam

Amalgamfüllung (Illustration © istockphoto/eraxion)

 

In den letzten Jahren ist die Amalgamproblematik etwas in Vergessenheit geraten. Die Verwendung von Amalgam als Zahnfüllung ist zwar stark rückläufig, doch haben immer noch viele Patienten alte Amalgamfüllungen im Mund, die zu gesundheitlichen Belastungen führen können.

In diesem Beitrag möchte ich auf die Problematik von Amalgam als Füllungsmaterial eingehen und Wege aufzeigen, wie die Quecksilberbelastung im Körper durch anerkannte Ausleitungsverfahren reduziert werden kann.

 

Die Verwendung von Amalgam in der Zahnmedizin

Amalgam ist eines der ältesten Füllungsmaterialien überhaupt. Bereits die alten Chinesen verwendeten Amalgam als Füllungsmaterial.

Amalgam entsteht durch das Vermischen von reinem Quecksilber mit einer Pulvermischung aus den Metallen Silber, Zinn, Kupfer und Zink. Heutzutage wird das zahnärztliche Amalgam in Kapseln hergestellt. In der einen Hälfte der Kapsel befindet sich reines Quecksilber und in der anderen, getrennt durch eine Membran, die Metallmischung in Pulverform. Durch das Anmischen in einem speziellen Kapselmischgerät, platzt diese Membran. Das flüssige Quecksilber und das Metallpulver vermischen sich zu einer plastischen Paste. Mit dieser plastischen Paste wird das „Loch“ im Zahn gefüllt. Innerhalb von 24-48 Stunden härtet das Amalgam vollständig aus. Während dieser Zeit setzt das Amalgam Quecksilber frei.

Amalgam korrodiert auch in der Mundhöhle und setzt dabei Quecksilber frei. Zudem kommt es beim Kauvorgang an der Oberfläche der Amalgamfüllung zum Abrieb, wodurch weiteres Quecksilber freigesetzt wird.

All dies führt zu einer gesundheitlichen Belastung, wobei sich vor allem im Fettgewebe des Körpers Schwermetalle (u.a. Quecksilber) ansammeln und dadurch das Nervengewebe schädigen.

 

In unserer Praxis arbeiten wir amalgamfrei!

Mehr Infos zu unseren Behandlungsmethoden finden Sie unter dem Menüpunkt “ Behandlungsspektrum

 

Das Europaparlament hat im Frühjahr 2017 beschlossen, den Einsatz von Amalgam als Zahnfüllung einzuschränken: EU-weit dürfen Zahnärzte ab 1. Juli 2018 bei Schwangeren und Kindern unter 15 Jahren keine Amalgam-Füllung mehr verwenden. In Schweden, Dänemark und Norwegen ist der Einsatz von zahnärztlichem Amalgam bereits verboten!

Auch bei stillenden Müttern, Allergikern und Patienten mit Nierenproblemen sollte auf die Verwendung von Amalgam verzichtet werden. Außerdem sollte man keine neuen Goldrestaurationen (Inlays, Kronen etc.) in unmittelbarer Nähe von alten Amalgamfüllungen legen. Der Speichel ist ein Elektrolyt – zwischen den Amalgamfüllungen und der Goldrestauration kommt es zu einem Stromfluss, so dass die Korrosion der Amalgamfüllung gefördert wird und es zum Freisetzen von Quecksilber kommt. Außerdem klagen viele Patienten über einen metallischen Geschmack. Darüber hinaus kann es zu Allergien auf die einzelnen metallischen Bestandteile der Amalgamfüllung kommen.

 

Warum war Amalgam als Füllungsmaterial lange Zeit so beliebt?

 

Amalgam Modell-Illustration

Amalgam ohne Unterfüllung kann den Zahnnerv schädigen

  • Amalgam ist leicht zu verarbeiten
  • es ist ein kostengünstiges Füllungsmaterial
  • es ist relativ langlebig

Ein entscheidender Nachteil von Amalgamfüllungen ist die mangelnde Ästhetik. Außerdem kann sich die Zahnhartsubstanz gräulich verfärben, da wie bereits erwähnt, Amalgamfüllungen in der Mundhöhle korrodieren.

Und es gibt ein weiteres Problem. Unter jede Amalgamfüllung ist grundsätzlich eine Unterfüllung als Isolation und Schutz der Zahnnerven zu legen. In der Praxis erleben wir leider immer wieder Fälle, bei denen die Unterfüllung nicht gelegt wurde. Problematisch sind insbesondere tiefe, nervennahe Amalgamfüllungen ohne Unterfüllung. Ohne Unterfüllung können die Korrosionsprodukte der Amalgamfüllung den Zahnnerv erreichen und ihn schädigen. Ob unter einer Amalgamfüllung eine Unterfüllung angelegt wurde, lässt sich auf einem Röntgenbild erkennen.

 

 

 

Symptome und Nachweis einer Amalgamvergiftung

Folgende Symptome können durch eine Amalgamvergiftung verursacht bzw. verstärkt werden:

  • Gelenkbeschwerden, rheumatische Störungen
  • Haarausfall, Hautjucken, Hautausschläge
  • Zittern, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit
  • Depressionen, Unruhe, Gereiztheit, Nervosität, Konzentrationsschwäche, Ermüdbarkeit
  • Infektionsanfälligkeit
  • Kopfschmerzen, Migräne, Neuralgien, Schwindel
  • Zungenbrennen, Mundtrockenheit, Metallgeschmack, Aphten
  • Bronchialasthma
  • Verdauungsbeschwerden
  • Blasenreizung, Harndrang
  • Collitis ulcerosa
  • Morbus Crohn

Quecksilberbelastungen im Körper lassen sich schulmedizinisch durch Blut- bzw. Urinuntersuchungen nachweisen. Ebenso gibt es spezielle Labore, die Belastungen mit Schwermetallen anhand von Haar- oder Nagelanalysen bzw. Speicheltests nachweisen können.

Bei einer Haar- bzw. Nagelanalyse sind folgende Dinge zu beachten:

  • Blondierte oder gefärbte Haare sind nicht geeignet, da es hier zu einem verfälschten Resultat kommt.
  • Lackierte Fingernägel sind ebenfalls nicht für eine Analyse geeignet; Nagelacke können Schwermetalle enthalten, die das Ergebnis verfälschen.

In der ganzheitlichen Medizin kann eine Schwermetallbelastung unseres Körpers z.B. mithilfe der Elektroakupunktur nach Dr. Voll oder der Bioresonanz (Bicom) nachgewiesen werden.

Die Aufnahme von Schadstoffen in unseren Körper kann aber viele Ursachen haben. Neben Amalgam können beispielsweise auch Lebensmittel wie insbesondere Meeresfrüchte, Fisch etc. unter anderem auch Schwermetalle enthalten. Umweltgifte (Autoabgase, Pestizide Formaldehydabsonderungen aus alten Holzmöbeln oder Parkettböden etc.) kommen hinzu und belasten unseren Körper und Immunsystem zusätzlich. Darüber hinaus kann es zu Allergien auf die einzelnen metallischen Bestandteile der Amalgamfüllung kommen.

 


Ganzheitliche Methoden zur Amalgam-Ausleitung

Mithilfe ganzheitlicher Methoden können wir den Körper entgiften. Hier ein kurzer Überblick:

1. Verfahren der klassischen Homöopathie

Eine Entgiftung kann durchgeführt werden mit dem individuell passenden homöopathischen Mittel. In der klassischen Homöopathie nach Dr. Samuel Hahnemann bekommt jeder Patient, auch wenn er an derselben Krankheit leidet, individuell ein eigenes Mittel, das genau nur zu ihm passt.

Dies ist ein gravierender Unterschied zur Schulmedizin. In der Schulmedizin beispielsweise würden verschiedene Patienten, die an einem Magengeschwür erkrankt sind, dieselben Medikamente erhalten. In der klassischen Homöopathie hingegen würde jeder Patient ein unterschiedliches Mittel verschrieben bekommen.

Der Name Homöopathie kommt aus dem griechischen und setzt sich aus den Wörtern „homoios“ (=ähnlich) und „pathos“ (=Leiden) zusammen. Die Homöopathie ist eine natürliche, nebenwirkungsfreie Therapie, bei der wir die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren, um die Krankheit zu besiegen.

Mehr Infos zur → Homöopathie

2. Ausleitung mit homöopathischen Komplexmitteln

Eine Ausleitungstherapie kann auch mithilfe sogenannter „homöopathischer Komplexmittel“ erfolgen. Homöopathische Komplexmittel sind Präparate, die eine Vielzahl einzelner homöopathischer Mittel enthalten. Wir sprechen hier von einer sogenannten „Schrotschusstechnik“, d.h. eines dieser Mittel wird wirken. Ein Beispiel hierfür sind unter anderen die Präparate der Firma „Phönix“. Bei diesen Mitteln handelt es sich um sogenannte Spagyrika. Der Name leitet sich aus den griechischen Wörtern „spaein“ (=trennen) und „agarein“ (=vereinen) ab. Spagyrika werden nach einem speziellen Verfahren hergestellt.

Bei dieser Therapie muss der Patient über einen Zeitraum von 45 Tagen verschiedene Mittel im Wechsel einnehmen. Jedes dieser Mittel regt ein Ausscheidungsorgan (z.B. Leber/Galle, Nieren, Lymphe etc.) an. Auf diese Weise wird der Körper „sanft“ entgiftet.

3. Ausleitung mit Schüßler Salzen

Die Entgiftung kann aber auch mit Schüßler Salzen erfolgen. Dabei werden über mehrere Wochen in einer bestimmten Abfolge verschiedene Schüßler Salze eingenommen.

Mehr Infos zu → Schüßler Salze

 

4. Ausleitung mithilfe von Vitaminen, Mineralien und Nahrungsergänzungsmitteln und pflanzlichen Präparaten

Eine neuere Methode ist die Ausleitung mithilfe von Vitaminen, Mineralien und Nahrungsergänzungsmitteln. Dazu werden beispielsweise Vitamin C, Vitamin E, Zink, Magnesium, Selen, Ginseng, grüner Tee Kapseln, Bärlauch Kapseln, Koriander Kapseln, Algenpräparate etc. eingenommen.

 

Ergänzende Empfehlungen zur Ausleitungstherapie

Während der Entgiftungstherapie ist auf eine gesunde, ausgewogene, ballaststoff- und abwechslungsreiche Ernährung zu achten. Man sollte mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag trinken. Empfehlenswert ist auch regelmäßig Sport zu treiben bzw. sich ausreichend zu bewegen (Fast walking, Jogging, Fahrradfahren etc.). Regelmäßige Saunabesuche sind auch zu empfehlen.

Bei der Ausleitungstherapie sollte man auch eine Darmsanierung durchführen. Dies ist sehr wichtig!

Der Darm spielt für unsere Gesundheit eine wesentliche Rolle. Er ist nicht nur für die Verdauung wichtig, sondern ist auch eine sehr wichtige Komponente unseres Immunsystems. Die Darmflora besteht aus vielen Mikroorganismen. Es gibt „förderliche“ d.h. „gute“ aber auch „schlechte“ Mikroorganismen im Darm. Diese sind bei einer gesunden Darmflora in Gleichgewicht.

Zum Aufbau einer gesunden Darmflora, um das Gleichgewicht im Darm wieder herzustellen, erhält der Patient sogenannte Probiotika. Diese Probiotika hemmen das Wachstum von pathogenen (=krankheitserregenden) Keimen und bringen so die Darmflora wieder ins Gleichgewicht.

 

Neue innovative Behandlungsmethode “Kaltes Plasma”

Die Plasma-Therapie in der modernen Zahnmedizin.

Plasma Therapie

Plasmaenergie (©Giacomazzi/123rf.com)

 

“Kaltes Plasma” gilt in der aktuellen Medizintechnik als neue, zukunftsweisende Therapieform und ermöglicht eine besonders schonende, nebenwirkungs- und schmerzfreie Zahnbehandlung vor allem bei

  • oberflächlicher Karies
  • Mund-Schleimhauterkrankungen (z.B. bei Apthen)
  • schlecht heilenden Wunden auf der Schleimhaut
  • entzündeten Zahnfleischtaschen (Parodontitis)
  • Entzündungen an Implantaten (Periimplantitis)

Die Behandlung mit “kaltem Plasma” ist vollkommen schmerzfrei und ist daher ideal für Patienten mit extremen Behandlungsängsten. Auch für die Behandlung von Kindern ist diese neue Therapieform bestens geeignet.

Wie funktioniert die Behandlung mit kaltem Plasma?

Mit kaltem Plasma werden hartnäckige und gefährliche Bakterienbeläge, Viren und Pilze bekämpft, ohne Resistenzen zu erzeugen, die z.B. bei der Behandlung mit Antibiotika auftreten können.
In unserer Praxis verwenden wir ein Plasmagerät, das direkt aus der umgebenden Atmosphäre das Plasma (medizinischer Sauerstoff) erzeugt. Dabei wirkt der Plasmastrahl direkt auf die zu behandelnde Stelle und verbessert die Wundheilung durch die erfolgte Keimreduktion deutlich.
Durch die Behandlung mit kaltem Plasma wird auch die Mikrozirkulation in der Haut und im Zahnfleisch verbessert und die Zellen werden verstärkt mit Sauerstoff versorgt. Der Heilungsprozess wird dadurch wirksam unterstützt.
Die Behandlung weist einen hohen Sicherheitstandard auf und erfolgt ohne elektrischen Netzanschluss. Dadurch wird eine gute elektromagnetische Verträglichkeit gewährleistet.
Die Wirksamkeit dieser Therapie wurde in klinischen Studien untersucht und bestätigt.

Wollen Sie mehr über unsere modernen Behandlungsmethoden wissen und wie wir in unserer Praxis aktuelle Medizintechnik verwenden, sprechen Sie uns gerne an.

Mehr Infos zu unseren innovativen → Behandlungsmethoden

 

Was ist Plasma?

In der Physik wird Plasma als der vierte Aggregatszustand neben den Aggregatszuständen “fest”, “flüssig” und “gasförmig” beschrieben.
Es handelt sich um einen Zustand, in dem durch einen hohen Energieschub Atome teilweise oder gänzlich aufgespalten werden, so dass die Elektronen und Ionen sich frei bewegen können. Die spezifischen Eigenschaften des Plasma, die die Stoffe in den drei anderen Aggregatszuständen nicht haben, macht man sich in der Medizin zu Nutze.
Unser Universum besteht zu über 90 % aus Plasma, z.B. besteht die Sonne aus heißem Plasma. Plasma kommt auch in Blitzen oder Flammen vor. Plasma ist ein energiegeladener hoch reaktiver Gaszustand.