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Beläge und Verfärbungen auf der Zunge, Mundgeruch, Schleimhautbrennen, Zungenbrennen, metallischer Geschmack im Mund

 

Beläge auf der Zunge

Die Zungenoberfläche ist im Normalfall feucht und rosa und ähnelt der Oberfläche einer Erdbeere, die Mittelkerbe ist nur leicht angedeutet, die Zungenoberfläche ist frei von Belägen.

Beläge auf der Zungenoberfläche können die Ursache von Mundgeruch sein.tongue illustration

Beläge auf der Zunge lassen sich mit kaltem Plasma völlig nebenwirkungsfrei und gleichzeitig schmerzfrei therapieren.

Wir unterscheiden verschiedene Arten von Belägen mit unterschiedlichen Ursachen:

Dunkle oder gar schwarze Beläge sind häufig die  Folge von:

  • schlechter Mundhygiene
  • Nikotinmißbrauch
  • übermäßiger Konsum hochprozentigen Alkohols
  • Xerostomie (Mundtrockenheit)
  • einer Bestrahlungstherapie (Radiotherapie) von Kopf- und Halsbereich
  • regelmäßiger Gebrauch von wasserstoffperoxidhaltigen Mundspüllösungen
  • Vitaminmangel
  • Drogenmißbrauch
  • bei Patienten die HIV-positiv sind

Weiße Beläge auf der Zunge, die sich abwischen lassen, deuten auf eine Pilzerkrankung hin (Candida Infektion). Ein Abstrich von der Zunge kann hier Aufschluss geben, ob es sich tatsächlich um eine Pilzinfektion handelt.

Eine Pilzinfektion kann die Folge einer Antibiotikatherapie sein. Auch hier gibt es Möglichkeiten, der ganzheitlichen Therapien.

Um Beläge auf der Zunge zu vermeiden, sollte man täglich die Zahnoberfläche mit einem Zungenreiniger reinigen. Das Kauen von festerer Nahrung (feste Konsistenz) fördert nicht nur die „physiologische Selbstreinigung“ der Zähne, sondern auch die Reinigung der Zungenoberfläche.

Unterschiedliche Beläge auf der Zunge können auf bestimmte Erkrankungen hindeuten, wie z.B.

  1. Bei Erkältungskrankheiten bilden sich leichte weißliche Beläge auf der Zunge.
  2. Weißliche Beläge auf der Zungenoberfläche können auch auf eine Magen-Darm-Erkrankung hindeuten.
  3. Eine stark gerötete Zunge deutet auf eine Scharlach Erkrankung hin.
  4. Eine stark gerötete, glatte und glänzende Zunge (Lachszunge) deutet auf eine schwere Lebererkrankung hin.
  5. Gelbe Beläge auf der Zunge können Hinweis auf eine Gallen- oder Lebererkrankung sein.
  6. Bei Nierenerkrankungen können sich braune Beläge auf der Zunge bilden.

Die Zungendiagnostik ist ein fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Bestimmte Regionen der Zunge werden bestimmten Organen und Körperteilen zugeordnet:

Die Ränder der Zunge werden der Leber und der Galle, die Zungenspitze dem Herzen, die Zungenwurzel der Niere und der Blase und die Mitte der Milz und dem Magen zugeordnet

 


 

Metallischer Geschmack im Mund

Unterschiedliche edle Metallrestaurationen (Kronen, Brücken, Inlays) im Mund können die Ursache für einen „metallischen Geschmack“ im Mund sein.

Häufig sind alte Amalgamfüllungen in unmittelbarer Nähe von Goldrestaurationen (Kronen, Brücken, Inlays) die Ursache für Geschmacksirritationen. Der Speichel ist ein Elektrolyt und es kommt zu einem Stromfluss zwischen den beiden Legierungen!

Es ist daher zu empfehlen, dass man für die Restauration der Zähne mit  Füllungen, Kronen oder Brücken metallfreie Restaurationen aus Keramik oder Kunststoff verwendet. Wird Gold für Inlays, Kronen oder Brücken verwenden, sollte man ausschließlich hochgoldhaltige Legierungen verwenden – auf keinen Fall aber sogenannte „Spargoldlegierungen“, denn diese korrodieren in der Mundhöhle. Die Korrosionsprodukte sind, die Ursache von Geschmacksirritationen und können das Zahnfleisch schädigen.

 


 

Zungenbrennen

Zungenbrennen kann eine Folge von Eisenmangel sein. Auch hier kann man mit ganzheitlichen Mitteln helfen, z.B.  mit dem Schüsslersalz „Ferrum phosphoricum“.

Zungenbrennen oder Schleimhautbrennen können auch Folge von speziellen Ernährungsgewohnheiten sein (übermäßiger bzw. regelmäßiger Genuss von scharf gewürzten Speisen); ebenso kann der Genuss von heißen Speisen oder Suppen Auslöser für Zungenbrennen sein.

Auch Aphten auf der Mundschleimhaut können die Ursache für Schmerzen und Brennen sein (Stomatitis apthosa). Aphten sind kleine brennende Geschwüre auf der Mundschleimhaut. Sie erschweren die Nahrungsaufnahme und die Heilung verläuft, wenn man sie nicht behandelt, sehr schleppend. Auch hier kann man mit ganzheitlichen Mitteln – ohne Nebenwirkungen – effektiv helfen. Dentallaser, aber auch kaltes Plasma, lassen sich für die Therapie von Aphten sehr gut einsetzen. Sie bieten eine schmerzfreie und nebenwirkungsarme Heilung.

In der Praxis erleben wir eine sofortige Schmerzlinderung durch den Laser. Ebenso lassen sich Dentallaser bei der Therapie von Lippenherpes sehr wirksam einsetzen – hier gibt es aber auch vielfältige ganzheitliche Ansätze zur Therapie.

 


 

Mundgeruch

Ein für viele Betroffene schwieriges Thema ist Mundgeruch (foetor ex ore). Auch hier gibt es verschiedene Ursachen:

  1. Die Hauptursache ist eine schlechte Mundhygiene zu Hause. – Hier sollte man die Reinigung der Zahnzwischenräume und der Zungenoberfläche auf gar keinen Fall vernachlässigen. Eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt (Prophylaxe) sollte in kürzeren zeitlichen Abständen erfolgen!
  1. Infizierte, eitrige Zahnfleischtaschen (Parodontose). Auch hier sollte man die Mundhygiene zu Hause perfektionieren. Eine Parodontaltherapie beim Zahnarzt und regelmäßige (in zeitlich kürzeren Abständen) Prophylaxe bzw. Zahnreinigung in der zahnärztlichen Praxis ist hier unausweichlich, um eine Zahnfleischerkrankung effektiv zu therapieren und deren Fortschreiten zu stoppen. Mit den modernen Dentallasern,  aber auch mit kaltem Plasma, stehen uns hier effektive, sichere, schonende und schmerzfreie Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Aber auch die ganzheitliche Zahnmedizin bietet wertvolle nebenwirkungsfreie Möglichkeiten der Behandlung.
  1. Kariöse oder gar zerstörte Zähne – Durch eine sorgfältige Mundhygiene zu Hause, lässt sich Karies effektiv verhindern.Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt ermöglichen es uns, Karies mithilfe moderner Technik, frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Anfängliche (sog. initiale) Karies lässt sich „ohne Bohren“ absolut schmerzfrei therapieren. Ist die Karies weiter fortgeschritten, können wir moderne Dentallaser oder Pulverstahlgeräte (KCP), einsetzen, um diese minimalinvasiv, d.h.  besonders schonend und schmerzarm bzw. –frei zu behandeln!
  1. Essgewohnheiten, übermäßiger Knoblauchkonsum,
  1. Diäten/Heilfasten, können die Ursachen von Mundgeruch sein.
  1. Mundtrockenheit (Xerostomie): vorbeugend sollte man darauf achten, täglich 1,5 Liter Wasser zu trinken. Xerostomie kann unterschiedliche Ursachen haben, unter anderem geringer Wasserkonsum, Stress, Medikamente, wie Antidepressiva oder blutdrucksenkende Mittel.
  1. Ferner können chronische Mandelentzündungen oder auch Entzündungen der Nasennebenhöhlen ein Grund für Mundgeruch sein.
  1. Magen- oder allgemeine Beschwerden des Verdauungstraktes können ebenso Mundgeruch verursachen.
  1. Diabetes (Zuckererkrankung)

 

Es gibt heutzutage die Möglichkeit Mundgeruch in der zahnärztlichen Praxis mit einem Gerät genau zu messen. Wir beraten Sie gerne.

Ich empfehle allen Patienten, die an Mundgeruch leiden, die Mundhygiene zu Hause zu perfektionieren.

Noch ein wichtiger ganzheitlicher Aspekt:

Die Mundhöhle ist die Eingangspforte unseres Verdauungstraktes. Die Mundhöhle ist ebenso, wie der Darm ein „Biotop“. Normalerweise herrscht eine Balance zwischen guten und schlechten Bakterien, kippt diese zugunsten der „schlechten“ Bakterien, kann dies eine Ursache für Mundgeruch sein.

Hier helfen sog. Probiotika das Gleichgewicht der Bakterien in der Mundhöhle wieder herstellen.

Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung und ausreichender Konsum von Wasser (1,5 bis 2 Liter) helfen Mundgeruch zu vermeiden.

Auch schädliche Gewohnheiten (habits) wie z.B. Nikotinmißbrauch sollten unbedingt eingeschränkt werden.

Die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) stellt uns mehrere Pflanzen zur Verfügung,  die wir zu Hause als Mundspüllösungen zur täglichen Anwendung von Mundgeruch, Pilzinfektionen und Apthen einsetzen können. Hier ein paar Beispiele:

Calendula (Ringelblume), Chamomilla (Kamille), Salbei (Salvia), Rataniawurzel (Krameria triandra), Teebaumöl (Melaleuca alternifola)

Die moderne Zahnheilkunde in Kombination mit ganzheitlichen „alternativen“ Methoden helfen uns in der zahnärztlichen Praxis diese für den Patienten „schwierige“ Thema sanft aber effektiv in den Griff zu bekommen.

Bachblütenkonzentrat

Bachblüten – wie sie beim Zahnarzt sinnvoll eingesetzt werden und Ihnen als Patienten helfen

bachblueten-felderBei den original Bachblüten handelt es sich um Blütenkonzentrate. Insgesamt gibt es 38 Blütenkonzentrate.

Edward Bach war ein englischer Arzt (1886 – 1936). Er war als Facharzt  für Bakterieolgie und Homöopathie in London tätig. Während seiner Tätigkeit als Arzt, kam er zu der Erkenntnis, dass Krankheiten nicht in erster Linie körperliche Ursachen haben, sondern vielmehr auf Störungen des seelischen Gleichgewichts zurückzuführen sind. Er war davon überzeugt, dass seelischer Kummer, Ängste, Sorgen, Unsicherheit, Einsamkeit, übermäßiges Engagement, Gleichgültigkeit gegenüber der Umgebung, Niedergeschlagenheit und Verzweiflung die Vitalität des Körpers soweit beeinträchtigen,  dass seine Widerstandskräfte schwinden und dadurch Infektionen bzw. Krankheiten entstehen können.

Er machte sich auf die Suche nach „einfachen“ Behandlungsmethoden und „alternativen“ harmlosen Heilmitteln. Er war der Meinung, diese Heilmittel in wild wachsenden Pflanzen, Bäumen oder Sträuchern gefunden zu haben. Auf diese Weise entwickelte er Bachblüten.
Die Bachblütentherapie ist eine nebenwirkungsfreie Therapieform. Die Blütenkonzentrate nach Dr. Bach wirken auf der seelischen Ebene und sollen dem Patienten helfen, sich zu regenerieren und zu genesen.

Bei den original Bachblüten handelt es sich um eine alkoholische Lösung. Heutzutage gibt es aber auch alkoholfreie Bachblüten bzw. Bachblüten-Bonbons, Bachblüten Globuli und auch Bachblüten-Cremes. Diese Präparate eignen sich auch für die Behandlung von Kindern.
In der zahnärztlichen ganzheitlichen Praxis setzen wir die Bachblüten vor allem bei Patienten, die Angst vor der Behandlung haben, ein.

 

 


Wie werden Bachblüten hergestellt?

BachblütenkonzentratBei der Herstellung von Bachblüten Essenz unterscheiden wir 3 Stufen:

1. Die Herstellung des Bachblütenkonzentrats

Für die Herstellung des Bachblütenkonzentrats kommen zwei unterschiedliche Potenzierungsmethoden zur Anwendung.

  • Zum einen die Sonnenmethode. Diese wird bei Blüten angewandt, die gegen Ende des Frühjahrs und im Sommer blühen, wenn die Sonne die meiste Kraft hat.
  • Zum anderen die Kochmethode. Diese wird bei Pflanzen, Blüten und Zweigen der Bäume aber auch bei Sträuchern angewandt, die sehr früh im Jahr blühen,  dass die Sonne noch nicht ihre volle Kraft entfaltet hat.

2. Die Herstellung der „stockbottle“ (= Vorratsflasche)

Die Stockbottle stellt die zweite Verdünnung des jeweils herzustellenden Blütenkonzentrats dar.

3. Die Herstellung der Behandlungslösung

Die Behandlungslösung  bzw. die Einnahmeflasche stellt den dritten Schritt der Herstellung dar. Sie enthält die täglich einzunehmende Konzentratmischung.

 

 


Die Bachblüten im Einzelnen

Folgende Blütenkonzentrate werden nach der Sonnenmethode hergestellt:

Oak (Nr. 22), Gorse (Nr.13), White chestnut (Nr. 35), Water Violet (Nr. 34), Mimulus (Nr. 20), Agrimony (Nr. 1), Rock Rose (Nr. 26), Centaury (Nr. 4), Scleranthus (Nr. 28),Wild Oat (Nr. 36), Impatients (Nr. 18), Chicory (Nr. 8), Vervain (Nr. 31), Clematis (Nr. 9), Heather (Nr. 14), Cerato (Nr. 5), Gentian (Nr. 12), Olive (Nr. 23), Vine (Nr. 32), Rock Water (Nr. 27).

Oak (Nr. 22) – gemeine Eiche: Wird angewendet bei Niedergeschlagenheit, bei Menschen, die auch unter schlechten Bedingungen tapfer weiterkämpfen und die Hoffnung nicht aufgeben.

Gorse (Nr.13) – Stechginster: Wird angewendet bei Zuständen großer Hoffnungslosigkeit. Patienten, die kein Vertrauen oder die Hoffnung auf Heilung verloren haben.

White chestnut (Nr. 35) – Roßkastanie: Findet ihre Anwendung bei ständig quälenden Gedanken und Selbstgesprächen. Patienten, die nicht loslassen können.

Water Violet (Nr. 34) – Sumpfwasserfeder: Ist indiziert für stille eigenständige Menschen, die manchmal zu stolz und unnahbar erscheinen. Menschen, die sehr „reserviert“ sind.

Mimulus (Nr. 20) – Gauklerblume: Findet Anwendung bei Ängsten im täglichen Leben, Angst vor Menschen, Tieren oder Angst vor dem Dunkeln. Besonders geeignet bei Patienten, die extreme Angst vor einem Zahnarztbesuch haben.

Agrimony (Nr. 1) – gewöhnlicher Odermennig: Wird angewendet bei Menschen, die ihre Sorgen hinter einer Fassade von Heiterkeit und guter Laune vor anderen Menschen zu verbergen versuchen. Patienten, die ihre Probleme nicht zeigen bzw. nicht darüber sprechen wollen.

Rock Rose (Nr. 26) – gemeines Sonnenröschen: Ist bei Patienten indiziert, die an extremen Angstzuständen und Gefühlen innerer Panik (Panikattacken) leiden. Geeignet bei Patienten die schon vor Betreten der Praxis Panik bekommen.

Centaury (Nr. 4) – Tausendgüldenkraut: Indikation – willensschwache Menschen, die nicht nein sagen können und sich stark vom Willen anderer beeinflussen lassen. Sehr gutmütige Menschen.

Scleranthus (Nr. 28) – Einjähriger Knäuel: Wird angewendet bei Unentschlossenheit, Sprunghaftigkeit und innerer Unausgeglichenheit. Menschen, die ständig wechselnde Meinungen haben.

Wild Oat (Nr. 36) –  Waldtrespe: Findet ihre Anwendung bei Menschen, die unzufrieden und unsicher sind. Sie sind begabt, haben aber Schwierigkeiten ihre Richtung im Leben zu finden (Ziellosigkeit).

Impatients (Nr. 18) – Drüsentragendes Springkraut: Wird bei Patienten angewendet, die ungeduldig und leicht reizbar sind.

Chicory (Nr. 8) – Wegwarte, Zichorie: Indikation – bei Menschen, die besitzergreifend und überkritisch gegenüber anderen sind. Menschen mit übertriebener Fürsorge für andere.

Vervain (Nr. 31) – Eisenkraut: Menschen, die eine fixe Idee haben und sich schwer davon abbringen lassen.

Clematis (Nr. 9) – Waldrebe: Ist induziert bei Tagträumern.

Heather (Nr. 14) – Schottisches Heidekraut: Für redselige, selbstbezogene (egozentrische) Menschen, die Angst vor der Einsamkeit haben. Sie brauchen immer Gesellschaft.

Cerato (Nr. 5) – Bleiwurz: Ist indiziert bei Menschen, die sich nicht auf ihre eigenen Entscheidungen verlassen können und ständig bei andern um Rat fragen. Patienten mit mangelndem Selbstvertrauen (Unsicherheit).

Gentian (Nr. 12) – Herbstenzian: Anwendung bei Menschen, die zu Zweifel, Mutlosigkeit und Pessimismus neigen. Patienten, die am Erfolg der Behandlung zweifeln und willensschwach sind.

Olive (Nr. 23) – Olive: Wird angewendet bei Patienten, die sich in geistig- seelischer Hinsicht vollkommen erschöpft („ausgepowert“) fühlen. Nach größeren Anstrengungen oder schwerer Krankheit.

Vine (Nr. 32) – Weinrebe: Anwendung bei sehr tüchtigen und willensstarken Menschen, die dazu neigen, andere zu beherrschen und ihnen ihren Willen aufzuzwingen.

Rock Water (Nr. 27) – Wasser aus heilkräftigen Quellen: Wird angewendet bei Patienten, die eine zu strenge Selbstdisziplin haben und zu hart zu sich selbst sind. Menschen mit stark ausgeprägtem Perfektionismusstreben. Bei Zwanghaftigkeit.

 

Folgende Bachblütenkonzentrate werden nach der Kochmethode hergestellt:

Cherry Plum (Nr. 6), Elm (Nr. 11), Aspen (Nr. 2), Beech (Nr. 3), Chestnut Bud (Nr. 7), Hornbeam (Nr. 17), Larch (Nr. 19), Walnut (Nr. 33), Star of Bethlehem (Nr. 29), Holly (Nr. 15), Crab Apple (Nr. 10), Willow (Nr. 38), Red Chestnut  (Nr. 25), Pine (Nr. 24), Mustard (Nr. 21), Honeysuckle (Nr. 16), Sweet Chestnut (Nr. 30), Wild Rose (Nr. 37).

Cherry Plum (Nr. 6) – Kirschpflaume: Indikation – Angst den Verstand zu verlieren.

Elm (Nr. 11) – Englische Ulme: Indikation – Menschen, die pflichtbewusst sind, aber manchmal  das Gefühl haben, der Verantwortung nicht gewachsen zu sein; aber auch bei Depressionen.

Aspen (Nr. 2) – Zitterpappel: Indikation – Patienten, die vage Ängste haben, für die sie keine Erklärung haben. Diese Blütenessenz verhilft zu Mut und Vertrauen.

Beech (Nr. 3) – Rotbuche: Indikation – krankhafte intolerante Haltung, Kritiksucht,  Menschen, die an allem etwas auszusetzen haben.

Chestnut Bud (Nr. 7) – Roßkastanie: Für Patienten, die schwer aus ihren Erfahrungen lernen. Menschen, die sich das Leben selbst schwer machen.

Hornbeam (Nr. 17) – Weißbuche oder Hainbuche: Wird angewendet bei Patienten, die glauben, nicht genug Energie für die täglichen Pflichten zu haben. Sie fühlen sich der Behandlung nicht gewachsen.

Larch (Nr. 19) – Europäische Lärche:  Indikation – Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein und Versagensängsten. Angewendet bei Patienten, die sich nicht motivieren lassen.

Walnut (Nr. 33) – Walnuss: Indiziert bei Menschen, die feste, klare Ziele in ihrem Leben haben, sich jedoch durch die Ansichten anderer häufig von ihren Zielen abbringen lassen (Wankelmut).
Star of Bethlehem (Nr. 29) – Doldiger Milchstern: Ist bei Patienten indiziert, durch ein schockartiges Erlebnis traumatisiert sind (Heilkraft bei psychischen und physischen Schocks).

Holly (Nr. 15) – Gemeine Stechpalme: Indikation – Krankhafter Neid, Eifersucht, Misstrauen und Rachegefühle. Misstrauische Menschen. Menschen, die zu unfreundlichen und aggressiven Reaktionen neigen.

Crab Apple (Nr. 10) – Holzapfel: Patienten, die sich äußerlich und innerlich unrein fühlen; z.B. Patienten, die sich ständig zwanghaft die Hände waschen müssen (Reinlichkeitszwang).

Willow (Nr. 38) – Gelbe Weide: Indikation – Menschen, die innerlich verbittert sind und starken Groll hegen. Miesmacher!

Red Chestnut  (Nr. 25) – Rote Kastanie: Angezeigt bei Menschen, die sich sehr stark um ihre Mitmenschen sorgen. Die Blüte verhilft zur Harmonisierung der Gedanken und löst destruierende Gefühle.

Pine (Nr. 24) – Schottische Kiefer: Indiziert bei Patienten, die unter krankhaften Schuldgefühlen und Vorwürfen leiden.

Mustard (Nr. 21) – Wilder Senf: Induziert bei sehr starker Niedergeschlagenheit und großer Traurigkeit, für die es keine erkennbare Ursache gibt.

Honeysuckle (Nr. 16) – Geißblatt, Jelängerjelieber: Indikation – Menschen, die wehmütig in die Vergangenheit schauen. Sie trauern der Vergangenheit hinterher und haben kein Interesse an der Gegenwart.

Sweet Chestnut (Nr. 30) – Esskastanie, Edelkastanie: indiziert bei Menschen, die verzweifelt sind und meinen, sich in einer aussichtslosen Situation zu befinden.

Wild Rose (Nr. 37) – Heckenrose: Angezeigt bei Patienten, die resigniert und apathisch sind, teilnahmslose Menschen.

 

 


Zusammenfassung: welche Bachblüten helfen dem Patienten bei Angstzuständen?

Die Bachblüten haben nichts mit der klassischen Homöopathie zu tun!

Sie können jedoch mit der klassischen Homöopathie kombiniert werden.

Die Bachblütenkonzentrate geben uns die Möglichkeit, Patienten in schwierigen Lebenssituationen zu helfen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass folgende Bachblütenkonzentrate für Patienten, die unter Angstzuständen leiden indiziert sind:

1. Aspen (Nr. 2)
2. Cherry Plum (Nr. 6)
3. Mimulus (Nr. 20)
4. Red Chestnut (Nr. 25)
5. Rock Rose (Nr. 26)

Bachblüten können einzeln verwendet werden oder man kann eine Bachblütenmischung herstellen.

 

 


Wie nehme ich Bachblüten ein?

Geben Sie 2 Tropfen der Bachblütenessenz in ein Glas Wasser (mineralarmes, stilles Wasser) und trinken Sie dieses langsam schluckweise.

Bei Rescue Remedy Tropfen sollten Sie 4 Tropfen in das Glas geben. Man kann die Bachblüten auch direkt unter die Zunge geben. Dort werden Sie direkt resorbiert und gelangen direkt in die Blutlaufbahn.

Bachblüten lassen sich auch mit Schüsssler Salzen oder Heilpflanzen bzw. Tees kombinieren.

Zum Beispiel bei Angstzuständen oder Nervenzusammenbrüchen empfiehlt sich folgende Kombination von Schüssler Salzen:

  • Morgens: Schüssler Salz Nr. 2 Calcium phos. D6 – je 3 Tabletten.
  • Mittags: Schüssler Salz Nr. 5 Kalium phos. D6 –  je 3 Tabletten
  • Abends: Schüssler Salz Nr. 7 Magnesium phos. D6 – je 3 Tabletten

Aus der Pflanzenheilkunde stehen uns Baldrian (Valeriana officinalis), Hopfen (Humulus lupulus), Melisse (Melissa officinalis), Passionsblume (Passiflora incarnata), Lavendel (Lavandula angustifolia), Rose (Rosa canina) in Form von Tees zur Verfügung.

Die Bachblüte Mimulus (Nr. 20) eignet sich hervorragend bei „Zahnarztangst“.  Bei kleinen Kindern (als alkoholfreis Blütenessenz) in Kombination mit Chamomilla D30 Globuli.

Die Bachblüten sollten getrennt von Homöopatika eingenommen werden!

Rescue Remedy (Notfalltropfen) ist eine sehr wichtige Mischung, die in keiner zahnärzlichen Praxis fehlen sollte.

Sie besteht aus folgenden Blütenessenzi:

  • Star of Betlehem (Nr.29),
  • Rock Rose (Nr. 26),
  • Impatiens (Nr. 18),
  • Cherry Plum (Nr. 6),
  • Clematis (Nr. 9)

Die passende Bachblüte für den Patienten zu finden, ist nicht immer einfach. Hierbei müssen wir nach dem Gemütszustand des Patienten fragen. Je detaillierter die Befragung, desto leichter ist es die passenden Bachblüten zu finden.

In meiner Praxis hat sich ein Fragebogen bewährt, den der Patient mit nach Hause nimmt und wieder ausgefüllt in die Praxis mitbringt. Man kann die passenden Bachblüten auch mithilfe der Kinesiologie, der Elektroakupunktur oder des Vegatests ermitteln.

 

Schmerzempfindliche Zähne? Heiß/kalt Sensibilität?

Welches sind die Ursachen? Was kann man dagegen tun?

Viele Patienten leiden an empfindlichen Zähnen und empfinden Schmerzen beim Genuss von heißen oder kalten Getränken bzw. Speisen.

Hervorgerufen wird diese Schmerzempfindlichkeit durch eine Dentinhypersensibilität aufgrund von

  • Zahn-Erosionen
  • Abrasionen und
  • freiliegende sensible Zahnhälse.
Was man dagegen tun kann, möchte ich in diesem Beitrag besprechen.
Schmerzempfindliche Zaehne

 

 


Zahn-Erosionen

Eine dentale Erosion wird als Verlust des Zahnhartgewebes durch chemische Mittel ohne die Beteiligung von Mikroorganismen definiert (Eccles, 1979), z.B durch Säuren oder Schleifkörper in Zahncremes.

Bei Erosionen kommt es zum Verlust der Zahnhartsubstanz. Die klinische Zahnkrone (siehe Abbildung) wird von Zahnschmelz bedeckt. Zahnschmelz (lat.: Enamelum) ist die härteste Substanz in unserem Körper. Er ist hoch mineralisiert (95% anorganische Bestandteile). Der Hauptbestandteil ist Hydroxylapatit und dieser ist säurelöslich.

Ursache für Zahn-Erosionen können

  • Eßstörungen bzw. gestörtes Eßverhalten
  • Rückfluss von Mageninhalt
  • der übermäßige Genuss von Softdrinks
    und Zitrusfrüchten
  • zu geringer Speichelfluss

sein.

Gestörtes Eßverhalten wie z.B. Bulämie nervosa wird charakterisiert von Essorgien im Wechsel von Hungern und selbst hervorgerufenem Erbrechen, um das Gewicht wieder zu reduzieren. Dieses Verhalten ist nicht geschlechtsspezifisch.

Auch der Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre (gastroösophagaler Reflux) kann dentale Erosionen hervorrufen. Dabei gelangt Magensäure in die Mundhöhle und greift zuerst den Zahnschmelz, dann die darunterliegende Dentinschicht (lat.: Dentinum = Zahnbein) an und bei freiliegenden Zahnwurzeln auch den Wurzelzement (lat.: Cementum).

Als erstes treten Erosionen auf den gaumenwärtigen Oberflächen der Oberkieferzähne auf. Dann werden die Kauflächen der Seitenzähne (Prämolaren und Molaren) und danach die wangenwärtigen (bukkale) Flächen der Seitenzähne angegriffen.

Schmerzempfindlich, Schmerzempfindliche Zähne
Das Dentin (Zahnbein) setzt sich zusammen aus ca. 70% mineralisierter Substanz, 20% organischen Bestandteilen und 10 % Wasser. Das Dentin ist wesentlich weicher als Zahnschmelz, es wird durchsäht von unzähligen Kanälen (Dentintubuli). In diesen befinden sich die sogenannten „Ordontoblastenfortsätze“, sie haben Verbindungen zum Zahnnerv. Freiliegendes Dentin ist somit extrem reizempfindlich, insbesondere auf Temperaturunterschiede.

Weitere Ursache für dentale Erosionen kann der übermäßige Genuss von Softdrinks und säurehaltigen Getränken sein (z.B. Apfelsaft, frisch gepresster Orangensaft, Sportlergetränke, isotonische Drinks, Energy Drinks).
Auch der übermäßige Genuss von Zitrusfrüchten kommt als Ursache in Frage.

Außerdem tragen Personen, die einen zu geringen Speichelfluss (Hyposalivation) haben, ein hohes Risiko dentale Erosionen zu bekommen.

Speichel hat viele positive Eigenschaften. Er enthält Puffer, die die Säuren in der Mundhöhle neutralisieren und Mineralien, die die Zahnhartsubstanz remineralisieren (= wieder härten) und somit vor Karies schützen.

Zu geringer Speichelfluss kann auch zu Mundtrockenheit (Xerostemie) führen, die verschiedene Ursachen haben kann:

  • Medikamente
    (Blutdrucksenker, Antidepressiva)
  • Stress
  • Klimakterium
    (Bei Patientinnen nach dem Klimakterium können sich die Speichel- und Tränendrüsen zurückbilden / Sjögren- oder Siccasyndrom)

 

Weitere Informationen zum Thema “Speichel” finden Sie auch unter  → Mundgesundheit.


 

Was kann ich als Patient bei Mundtrockenheit (Xerostemie) tun?

 


Abrasion

Unter Abrasion versteht man einen Verlust der Zahnhartsubstanz durch „Zähneknirschen“ (Reibung, lat.: abrasio = Abnutzung).
Da das heutige Berufsleben immer stressiger wird, behandeln wir vermehrt Patienten, die mit den Zähnen knirschen und pressen (Bruxismus).

Zähneknirschen und Pressen werden als sogenannte „Parafunktionen“ bezeichnet und führen im Anfangsstadium zu Rissen und später sogar zu Abplatzungen an der Zahnhartsubstanz.

Durch den erhöhten Abrieb wird zuerst der Zahnschmelz vermehrt abgetragen. Das darunterliegende Zahnbein (Dentin) wird so freigelegt. Das freiliegende Dentin (Zahnbein) ist extrem temperatur- und berührungsempfindlich. Außerdem ist es deutlich weicher als Zahnschmelz (Enamelum) und somit kariesanfälliger.

Durch den Verlust der Zahnhartsubstanz an den Seitenzähnen (Prämolaren und Molaren) verringert sich die vertikale Dimension des Gebisses und der Biss senkt sich ab. Dadurch bekommen die Schneidezähne mehr Kontakt, nutzen sich so schneller ab und werden immer kürzer.
Dies stellt sowohl ein funktionelles Problem als auch ein ästhetisches/optisches Problem dar.


 

Was kann man bei Parafunktionen tun?

 


 

Freiliegende sensible Zahnhälse

Freiliegende Zahnhälse können eine Spätfolge von Parafunktionen (Knirschen oder Pressen) sein. Durch Knirschen oder Pressen kommt es zu einer unnatürlichen (unphysiologischen) Belastung einzelner Zahngruppen oder Zähne.

Dadurch wird der Kieferknochen abgebaut und das Zahnfleisch geht zurück. Die Zähne können sich lockern und die Wurzeloberfläche mit dem Wurzelzement (Cementum) wird freigelegt. Wurzelzement besteht aus 65% Mineralien, 23% organischem Anteil und 12% Wasser. Da Wurzelzement weicher und durchlässiger ist als Dentin, ist es extrem temperatur- und reizempfindlich. Gleichzeitig nimmt auch die Gefahr durch Kariesbefall zu .

Wie bereits erwähnt sollten Patienten, die knirschen oder pressen, regelmäßig eine Knirscherschiene tragen, um diese Folgen zu vermeiden.

Freiliegende Zahnhälse können aber auch eine Folge von falscher Putztechnik sein. Zu starkes „Schrubben“ und zu starkes Aufdrücken mit der Zahnbürste können zu Zahnfleischrückgang (Parodontose) und zur Abtragung von gesunder Zahnsubstanz führen (Putzdefekte).

Ebenso führt der Gebrauch von stark scheuernden Zahncremes vor allem in Kombination mit einer zu harten Zahnbürste zu übermäßigem Verlust von gesunder Zahnhartsubstanz.

Unser Prophylaxeteam gibt Ihnen wertvolle Tipps zur richtigen Putztechnik.

 

 

Schmerzempfindliche Zähne erfolgreich therapieren!

In unserer Praxis haben wir die Möglichkeit mithilfe von modernen Kunststoffen (Adhäsivtechnik) in Verbindung mit Dentallasern solche Defekte besonders schonend zu restaurieren, ohne diese Zähne überkronen zu müssen.


[→ Lesen Sie mehr zu den Vorteilen von Dentallasern bei der Füllungstherapie].


 

Außerdem gibt es spezielle Fluoridgelees und Lacke, die wir auf die betroffenen Stellen auftragen, um diese zu härten, zu desensibilisieren und um Heiß-Kalt-Empfindlichkeiten zu lindern sowie diese Areale vor Karies zu schützen.

Wir können auch Fluoride in die Zahnsubstanz einlasern. Dadurch baut sich sofort ein wirksamer und langanhaltender Schutz auf. Im Vergleich dazu wirken Gelees und Lacke, die nur eingepinselt werden, nur für einen kurzen Zeitraum. Die Therapie mit dem Laser ist der konventionellen Therapie, wie bereits erwähnt, überlegen.

Die → Dentallaser leisten in der Therapie von dentalen Erosionen, Abrasionen bzw. freiliegenden Zahnhälsen und den damit verbundenen Sensibilitäten einen sehr wichtigen Beitrag. Diese Defekte auf den Zähnen sind deutlich kariesanfälliger. Mithilfe der modernen Lasertechnologie können wir solche Zahnoberflächen effektiv härten und wirksam gegen Karies schützen.

Die freiliegenden offenen Dentintubuli, die die Ursache der Hypersensibilität (erhöhte Heiß-/Kaltempfindlichkeit) sind, lassen sich mithilfe der modernen Dentallaser effektiv und langfristig verschließen. Somit verschwinden die Beschwerden sofort.

Zuhause kann der betroffene Patient bzw. die Patientin spezielle desensibilisierende Zahncremes und Mundspüllösungen verwenden und in regelmäßigen Abständen Fluoridgelees auf die Zahnoberflächen einbürsten.

Unser Prophylaxeteam informiert Sie gerne.

Fazit:

Wir können durch schonende Schutz- und Pflegemaßnahmen die Sensibilität der Zähne positiv beeinflussen. Und wenn bei Ihnen bereits Defekte vorliegen, können wir diese effektiv und wirkungsvoll therapieren. Dabei bieten Dentallaser eine sinnvolle Ergänzung.

Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie noch Fragen haben oder unter den beschriebenen Symptomen leiden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

 Bildquellen in diesem Beitrag: 123RF, Hempel+Langkau

 

Amalgam: Ausleitende Verfahren in der Zahnheilkunde

Wissenswertes über Zahnfüllungen mit Amalgam.

Zahnfuellung mit Amalgam

Amalgamfüllung (Illustration © istockphoto/eraxion)

 

In den letzten Jahren ist die Amalgamproblematik etwas in Vergessenheit geraten. Die Verwendung von Amalgam als Zahnfüllung ist zwar stark rückläufig, doch haben immer noch viele Patienten alte Amalgamfüllungen im Mund, die zu gesundheitlichen Belastungen führen können.

In diesem Beitrag möchte ich auf die Problematik von Amalgam als Füllungsmaterial eingehen und Wege aufzeigen, wie die Quecksilberbelastung im Körper durch anerkannte Ausleitungsverfahren reduziert werden kann.

 

Die Verwendung von Amalgam in der Zahnmedizin

Amalgam ist eines der ältesten Füllungsmaterialien überhaupt. Bereits die alten Chinesen verwendeten Amalgam als Füllungsmaterial.

Amalgam entsteht durch das Vermischen von reinem Quecksilber mit einer Pulvermischung aus den Metallen Silber, Zinn, Kupfer und Zink. Heutzutage wird das zahnärztliche Amalgam in Kapseln hergestellt. In der einen Hälfte der Kapsel befindet sich reines Quecksilber und in der anderen, getrennt durch eine Membran, die Metallmischung in Pulverform. Durch das Anmischen in einem speziellen Kapselmischgerät, platzt diese Membran. Das flüssige Quecksilber und das Metallpulver vermischen sich zu einer plastischen Paste. Mit dieser plastischen Paste wird das „Loch“ im Zahn gefüllt. Innerhalb von 24-48 Stunden härtet das Amalgam vollständig aus. Während dieser Zeit setzt das Amalgam Quecksilber frei.

Amalgam korrodiert auch in der Mundhöhle und setzt dabei Quecksilber frei. Zudem kommt es beim Kauvorgang an der Oberfläche der Amalgamfüllung zum Abrieb, wodurch weiteres Quecksilber freigesetzt wird.

All dies führt zu einer gesundheitlichen Belastung, wobei sich vor allem im Fettgewebe des Körpers Schwermetalle (u.a. Quecksilber) ansammeln und dadurch das Nervengewebe schädigen.

 

In unserer Praxis arbeiten wir amalgamfrei!

Mehr Infos zu unseren Behandlungsmethoden finden Sie unter dem Menüpunkt “ Behandlungsspektrum

 

Das Europaparlament hat im Frühjahr 2017 beschlossen, den Einsatz von Amalgam als Zahnfüllung einzuschränken: EU-weit dürfen Zahnärzte ab 1. Juli 2018 bei Schwangeren und Kindern unter 15 Jahren keine Amalgam-Füllung mehr verwenden. In Schweden, Dänemark und Norwegen ist der Einsatz von zahnärztlichem Amalgam bereits verboten!

Auch bei stillenden Müttern, Allergikern und Patienten mit Nierenproblemen sollte auf die Verwendung von Amalgam verzichtet werden. Außerdem sollte man keine neuen Goldrestaurationen (Inlays, Kronen etc.) in unmittelbarer Nähe von alten Amalgamfüllungen legen. Der Speichel ist ein Elektrolyt – zwischen den Amalgamfüllungen und der Goldrestauration kommt es zu einem Stromfluss, so dass die Korrosion der Amalgamfüllung gefördert wird und es zum Freisetzen von Quecksilber kommt. Außerdem klagen viele Patienten über einen metallischen Geschmack. Darüber hinaus kann es zu Allergien auf die einzelnen metallischen Bestandteile der Amalgamfüllung kommen.

 

Warum war Amalgam als Füllungsmaterial lange Zeit so beliebt?

 

Amalgam Modell-Illustration

Amalgam ohne Unterfüllung kann den Zahnnerv schädigen

  • Amalgam ist leicht zu verarbeiten
  • es ist ein kostengünstiges Füllungsmaterial
  • es ist relativ langlebig

Ein entscheidender Nachteil von Amalgamfüllungen ist die mangelnde Ästhetik. Außerdem kann sich die Zahnhartsubstanz gräulich verfärben, da wie bereits erwähnt, Amalgamfüllungen in der Mundhöhle korrodieren.

Und es gibt ein weiteres Problem. Unter jede Amalgamfüllung ist grundsätzlich eine Unterfüllung als Isolation und Schutz der Zahnnerven zu legen. In der Praxis erleben wir leider immer wieder Fälle, bei denen die Unterfüllung nicht gelegt wurde. Problematisch sind insbesondere tiefe, nervennahe Amalgamfüllungen ohne Unterfüllung. Ohne Unterfüllung können die Korrosionsprodukte der Amalgamfüllung den Zahnnerv erreichen und ihn schädigen. Ob unter einer Amalgamfüllung eine Unterfüllung angelegt wurde, lässt sich auf einem Röntgenbild erkennen.

 

 

 

Symptome und Nachweis einer Amalgamvergiftung

Folgende Symptome können durch eine Amalgamvergiftung verursacht bzw. verstärkt werden:

  • Gelenkbeschwerden, rheumatische Störungen
  • Haarausfall, Hautjucken, Hautausschläge
  • Zittern, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit
  • Depressionen, Unruhe, Gereiztheit, Nervosität, Konzentrationsschwäche, Ermüdbarkeit
  • Infektionsanfälligkeit
  • Kopfschmerzen, Migräne, Neuralgien, Schwindel
  • Zungenbrennen, Mundtrockenheit, Metallgeschmack, Aphten
  • Bronchialasthma
  • Verdauungsbeschwerden
  • Blasenreizung, Harndrang
  • Collitis ulcerosa
  • Morbus Crohn

Quecksilberbelastungen im Körper lassen sich schulmedizinisch durch Blut- bzw. Urinuntersuchungen nachweisen. Ebenso gibt es spezielle Labore, die Belastungen mit Schwermetallen anhand von Haar- oder Nagelanalysen bzw. Speicheltests nachweisen können.

Bei einer Haar- bzw. Nagelanalyse sind folgende Dinge zu beachten:

  • Blondierte oder gefärbte Haare sind nicht geeignet, da es hier zu einem verfälschten Resultat kommt.
  • Lackierte Fingernägel sind ebenfalls nicht für eine Analyse geeignet; Nagelacke können Schwermetalle enthalten, die das Ergebnis verfälschen.

In der ganzheitlichen Medizin kann eine Schwermetallbelastung unseres Körpers z.B. mithilfe der Elektroakupunktur nach Dr. Voll oder der Bioresonanz (Bicom) nachgewiesen werden.

Die Aufnahme von Schadstoffen in unseren Körper kann aber viele Ursachen haben. Neben Amalgam können beispielsweise auch Lebensmittel wie insbesondere Meeresfrüchte, Fisch etc. unter anderem auch Schwermetalle enthalten. Umweltgifte (Autoabgase, Pestizide Formaldehydabsonderungen aus alten Holzmöbeln oder Parkettböden etc.) kommen hinzu und belasten unseren Körper und Immunsystem zusätzlich. Darüber hinaus kann es zu Allergien auf die einzelnen metallischen Bestandteile der Amalgamfüllung kommen.

 


Ganzheitliche Methoden zur Amalgam-Ausleitung

Mithilfe ganzheitlicher Methoden können wir den Körper entgiften. Hier ein kurzer Überblick:

1. Verfahren der klassischen Homöopathie

Eine Entgiftung kann durchgeführt werden mit dem individuell passenden homöopathischen Mittel. In der klassischen Homöopathie nach Dr. Samuel Hahnemann bekommt jeder Patient, auch wenn er an derselben Krankheit leidet, individuell ein eigenes Mittel, das genau nur zu ihm passt.

Dies ist ein gravierender Unterschied zur Schulmedizin. In der Schulmedizin beispielsweise würden verschiedene Patienten, die an einem Magengeschwür erkrankt sind, dieselben Medikamente erhalten. In der klassischen Homöopathie hingegen würde jeder Patient ein unterschiedliches Mittel verschrieben bekommen.

Der Name Homöopathie kommt aus dem griechischen und setzt sich aus den Wörtern „homoios“ (=ähnlich) und „pathos“ (=Leiden) zusammen. Die Homöopathie ist eine natürliche, nebenwirkungsfreie Therapie, bei der wir die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren, um die Krankheit zu besiegen.

Mehr Infos zur → Homöopathie

2. Ausleitung mit homöopathischen Komplexmitteln

Eine Ausleitungstherapie kann auch mithilfe sogenannter „homöopathischer Komplexmittel“ erfolgen. Homöopathische Komplexmittel sind Präparate, die eine Vielzahl einzelner homöopathischer Mittel enthalten. Wir sprechen hier von einer sogenannten „Schrotschusstechnik“, d.h. eines dieser Mittel wird wirken. Ein Beispiel hierfür sind unter anderen die Präparate der Firma „Phönix“. Bei diesen Mitteln handelt es sich um sogenannte Spagyrika. Der Name leitet sich aus den griechischen Wörtern „spaein“ (=trennen) und „agarein“ (=vereinen) ab. Spagyrika werden nach einem speziellen Verfahren hergestellt.

Bei dieser Therapie muss der Patient über einen Zeitraum von 45 Tagen verschiedene Mittel im Wechsel einnehmen. Jedes dieser Mittel regt ein Ausscheidungsorgan (z.B. Leber/Galle, Nieren, Lymphe etc.) an. Auf diese Weise wird der Körper „sanft“ entgiftet.

3. Ausleitung mit Schüßler Salzen

Die Entgiftung kann aber auch mit Schüßler Salzen erfolgen. Dabei werden über mehrere Wochen in einer bestimmten Abfolge verschiedene Schüßler Salze eingenommen.

Mehr Infos zu → Schüßler Salze

 

4. Ausleitung mithilfe von Vitaminen, Mineralien und Nahrungsergänzungsmitteln und pflanzlichen Präparaten

Eine neuere Methode ist die Ausleitung mithilfe von Vitaminen, Mineralien und Nahrungsergänzungsmitteln. Dazu werden beispielsweise Vitamin C, Vitamin E, Zink, Magnesium, Selen, Ginseng, grüner Tee Kapseln, Bärlauch Kapseln, Koriander Kapseln, Algenpräparate etc. eingenommen.

 

Ergänzende Empfehlungen zur Ausleitungstherapie

Während der Entgiftungstherapie ist auf eine gesunde, ausgewogene, ballaststoff- und abwechslungsreiche Ernährung zu achten. Man sollte mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag trinken. Empfehlenswert ist auch regelmäßig Sport zu treiben bzw. sich ausreichend zu bewegen (Fast walking, Jogging, Fahrradfahren etc.). Regelmäßige Saunabesuche sind auch zu empfehlen.

Bei der Ausleitungstherapie sollte man auch eine Darmsanierung durchführen. Dies ist sehr wichtig!

Der Darm spielt für unsere Gesundheit eine wesentliche Rolle. Er ist nicht nur für die Verdauung wichtig, sondern ist auch eine sehr wichtige Komponente unseres Immunsystems. Die Darmflora besteht aus vielen Mikroorganismen. Es gibt „förderliche“ d.h. „gute“ aber auch „schlechte“ Mikroorganismen im Darm. Diese sind bei einer gesunden Darmflora in Gleichgewicht.

Zum Aufbau einer gesunden Darmflora, um das Gleichgewicht im Darm wieder herzustellen, erhält der Patient sogenannte Probiotika. Diese Probiotika hemmen das Wachstum von pathogenen (=krankheitserregenden) Keimen und bringen so die Darmflora wieder ins Gleichgewicht.

 

Neue innovative Behandlungsmethode “Kaltes Plasma”

Die Plasma-Therapie in der modernen Zahnmedizin.

Plasma Therapie

Plasmaenergie (©Giacomazzi/123rf.com)

 

“Kaltes Plasma” gilt in der aktuellen Medizintechnik als neue, zukunftsweisende Therapieform und ermöglicht eine besonders schonende, nebenwirkungs- und schmerzfreie Zahnbehandlung vor allem bei

  • oberflächlicher Karies
  • Mund-Schleimhauterkrankungen (z.B. bei Apthen)
  • schlecht heilenden Wunden auf der Schleimhaut
  • entzündeten Zahnfleischtaschen (Parodontitis)
  • Entzündungen an Implantaten (Periimplantitis)

Die Behandlung mit “kaltem Plasma” ist vollkommen schmerzfrei und ist daher ideal für Patienten mit extremen Behandlungsängsten. Auch für die Behandlung von Kindern ist diese neue Therapieform bestens geeignet.

Wie funktioniert die Behandlung mit kaltem Plasma?

Mit kaltem Plasma werden hartnäckige und gefährliche Bakterienbeläge, Viren und Pilze bekämpft, ohne Resistenzen zu erzeugen, die z.B. bei der Behandlung mit Antibiotika auftreten können.
In unserer Praxis verwenden wir ein Plasmagerät, das direkt aus der umgebenden Atmosphäre das Plasma (medizinischer Sauerstoff) erzeugt. Dabei wirkt der Plasmastrahl direkt auf die zu behandelnde Stelle und verbessert die Wundheilung durch die erfolgte Keimreduktion deutlich.
Durch die Behandlung mit kaltem Plasma wird auch die Mikrozirkulation in der Haut und im Zahnfleisch verbessert und die Zellen werden verstärkt mit Sauerstoff versorgt. Der Heilungsprozess wird dadurch wirksam unterstützt.
Die Behandlung weist einen hohen Sicherheitstandard auf und erfolgt ohne elektrischen Netzanschluss. Dadurch wird eine gute elektromagnetische Verträglichkeit gewährleistet.
Die Wirksamkeit dieser Therapie wurde in klinischen Studien untersucht und bestätigt.

Wollen Sie mehr über unsere modernen Behandlungsmethoden wissen und wie wir in unserer Praxis aktuelle Medizintechnik verwenden, sprechen Sie uns gerne an.

Mehr Infos zu unseren innovativen → Behandlungsmethoden

 

Was ist Plasma?

In der Physik wird Plasma als der vierte Aggregatszustand neben den Aggregatszuständen “fest”, “flüssig” und “gasförmig” beschrieben.
Es handelt sich um einen Zustand, in dem durch einen hohen Energieschub Atome teilweise oder gänzlich aufgespalten werden, so dass die Elektronen und Ionen sich frei bewegen können. Die spezifischen Eigenschaften des Plasma, die die Stoffe in den drei anderen Aggregatszuständen nicht haben, macht man sich in der Medizin zu Nutze.
Unser Universum besteht zu über 90 % aus Plasma, z.B. besteht die Sonne aus heißem Plasma. Plasma kommt auch in Blitzen oder Flammen vor. Plasma ist ein energiegeladener hoch reaktiver Gaszustand.

 

Studie zur Mundhygiene bei Erst‌klässlern

Mundhygiene und Kariespro‌phylaxe bei Kindern.

Mundhygiene bei Kindern

 

Die Befragung von Erstklässlern einer Münchner Grundschule ergab folgende Ergebnisse:

Mundhygiene bei Kindern / Studie

Zahnputzhäufigkeit

Mundhygiene bei Kindern / Studie

Welche Zahnbürste verwenden die Kinder?

Mundhygiene bei Kindern / Studie

Verwenden die Kinder eine Mundspülung?

Mundhygiene bei Kindern / Studie

Verwenden die Kinder Zahnseide?

Mundhygiene bei Kindern / Studie

Wie oft wechseln die Kinder ihre Zahnbürste?

Mundhygiene bei Kindern / Studie

Waren die Kinder bereits beim Zahnarzt?

 

Es ist erstaunlich, dass die Mehrheit der befragten Kinder eine Mundspüllösung verwendet.

Ebenso interessant ist, dass 35 Kinder Zahnseide verwenden (36 Kinder gaben an keine Zahnseide zu verwenden). Die Mehrheit der Kinder gab an, die Zähne morgens und abends zu putzen. Ebenso hervorzuheben ist, dass die Mehrheit der befragten Kinder eine elektrische Zahnbürste verwendet.

Mundhygiene bei Kindern

 

Die Entwicklung der Zäh­ne beim Kind

Das Milchgebiss von Kindern besteht aus 20 Milchzähnen (pro Kiefer jeweils 4 Schneidezähne, 2 Eckzähne und 4 Backenzähne).

Zahnung (Dentitio):
Mit ca. 4 bis 6 Monaten bekommen Säuglinge ihre ersten Milchzähne und mit ca. 20 Monaten ist das Milchgebiss komplett. Diese Werte variieren jedoch stark von Kind zu Kind.
Sofern Sie Ihrem Kind einen Schnuller geben, lassen Sie sich in der Apotheke beraten, welche Form Schnuller am besten für Ihr Kind geeignet ist.
Versuchen Sie Ihr Kind frühzeitig, spätestens mit 3 Jahren, vom Schnuller zu entwöhnen, damit es zu keinen Fehlstellungen der Zähne kommt. Während des Zahnens sollten Sie Ihrem Kind einen Beißring geben.

Milchzähne:
Wenn die ersten Milchzähne da sind, kann man bei Kleinstkindern die Zähne selbst mit einem „Fingerling“ putzen. Später, wenn das Kind etwas älter ist, sollte man es selbst die Zähne putzen lassen. Es gibt heutzutage eine Vielzahl verschiedener „Kinderzahnbürsten“ für unterschiedliche Altersgruppen. Es ist aber ratsam, abschließend die Zähne selbst nachzuputzen. Eine elektrische Zahnbürste speziell für Kinder ist ebenfalls empfehlenswert. Mit ihr lassen sich die Zähne des Kindes gründlicher und schneller putzen. Man muss bedenken, dass die Kinder zum einen von der Feinmotorik noch nicht so versiert sind und zum anderen nicht sehr viel Geduld beim Zähneputzen aufbringen. Bei Kleinstkindern sollte man noch mit einer Kinderzahncreme ohne Fluorid putzen, da die Kinder dazu neigen, die Zahncreme zu verschlucken.

Wenn die Kinder etwas älter sind, kann man entsprechend der Altersgruppe eine spezielle Kinderzahncreme mit Fluorid verwenden. Es gibt heutzutage eine Vielzahl an Kinderzahncremes für verschiedene Altersgruppen.
Ab ca. 5 Jahren sollten Sie auch spezielle Mundspüllösungen für Kinder sowie Zahnseide verwenden. Allerdings ist zu empfehlen, Ihrem Kind bei der Anwendung der Zahnseide zu helfen.
Lassen Sie Ihr Kind selbst die Zahncreme aussuchen, denn wenn der Geschmack Ihrem Kind nicht gefällt, wird es ungern Zähne putzen. Versuchen Sie von Anfang an Ihr Kind zum Zähneputzen zu motivieren.

Der erste Zahnarztbesuch:
Gehen Sie mit Ihrem Kind möglichst bald, d.h. wenn die ersten Milchzähne da sind, zum Zahnarzt. So gewöhnt sich Ihr Kind schon sehr früh an den Zahnarztbesuch und dieser bleibt in positiver Erinnerung, weil „nichts Schlimmes“ passiert.
Wenn man im Gegensatz dazu das erste Mal zum Zahnarzt geht, wenn ein Kind Karies oder Schmerzen hat, dann wird es sich eventuell beim ersten Mal nicht gleich behandeln lassen.
Noch eine wichtige Anmerkung: wenn Sie selbst Angst vor dem Zahnarztbesuch haben, dann kommunizieren Sie das am besten nicht vor Ihren Kindern. Sie sollten sich Ihre Vorbildfunktion vor Augen halten. Wirken Sie vor dem Zahnarztbesuch positiv auf Ihr Kind ein.
Weiteres lesen Sie unter: → Zahnbehandlung bei Kindern (Prophylaxe und Prävention)

 

 

Kariesprophylaxe bei Kindern

Mithilfe der Individualprophylaxe für Kinder aller Altersgruppen in der zahnärztlichen Praxis können wir Karies effektiv vorbeugen! Deshalb gehen Sie mit Ihrem Kind regelmäßig zum Zahnarzt. Die zeitlichen Intervalle sollten kürzer sein als bei Erwachsenen. Die Milchzähne sind nicht so stark mineralisiert und daher weicher als die bleibenden Zähne. Entsteht bei Milchzähnen eine Karies, schreitet Sie schneller voran, als bei den bleibenden Zähnen.

 

 


Angst vor der Zahnbehandlung?

Mundhygiene bei Kindern

Heutzutage stehen uns viele innovative Materialien, Methoden und Geräte zur Verfügung, um den Zahnarztbesuch für Ihr Kind so angenehm wie möglich zu gestalten.

(Siehe auch → Moderne Kariestherapie)

Gehen Sie mit Ihren Kindern möglichst frühzeitig zum Zahnarzt, wenn noch keine Beschwerden aufgetreten sind und danach auch regelmäßig in kürzeren Abständen. So bleiben die ersten Zahnarztbesuche für Ihr Kind in guter Erinnerung.
Bedenken Sie, dass negative Erfahrungen in der Kindheit in unserem Unterbewusstsein gespeichert werden und unser Verhalten später unterbewusst beeinflussen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man auf die Kinder spielerisch eingeht und mit „ihrer Sprache“ jeden einzelnen Behandlungsschritt erklärt, verlieren sie ihre Angst vor dem Zahnarztbesuch und machen auch zu Hause bei der täglichen Mundhygiene gut mit.

Sehr wichtig ist dabei, dass man sich bei der Behandlung ausreichend Zeit für die kleinen Patienten nimmt und keine Hektik aufkommen lässt, denn eine ruhige und entspannte Atmosphäre wirkt beruhigend auf Ihr Kind.

 

Angst gehört neben Freude und Ärger zu den Emotionen, die Kinder im ersten Lebensjahr entwickeln. In Studien hat man festgestellt, dass die Gründe für die Entstehung der Zahnbehandlungsangst bei Kindern vielfältig sind. Ebenfalls konnte man in Studien feststellen, dass Kinder häufig mehrere Ängste gleichzeitig haben bzw. dass sich die Angstinhalte mit dem Alter der Kinder ändern.

So haben einjährige Kinder z.B. Angst vor fremden Menschen, fremden Gegenständen oder lauten Geräuschen. Bei 2-4 jährigen Kindern sind es Ängste vor Tieren, Dunkelheit, Phantasiegestalten, dem Alleinsein bzw. Blitz und Donner. Die häufigsten Ängste bei 7-10 jährigen betreffen u.a. die Schule, negative Bewertungen, Tod, Krankheiten oder medizinische Eingriffen. Mit dem Schulalter nehmen die Ängste vor Dunkelheit, Fremden und Tieren ab, hingegen nehmen die sozialen Ängste und Ängste bezüglich der Gesundheit zu.

Der elterliche Erziehungsstil hat auch einen Einfluss auf die Entwicklung von Ängsten bei Kindern. Hier gelten ein hohes Maß an überbehütetem bzw. kontrolliertem Verhalten einerseits sowie wenig emotionale Wärme und mangelnde Feinfühligkeit anderseits als Risikofaktoren.

Man hat festgestellt, dass die im Kindesalter entwickelte Zahnbehandlungsangst oft bis ins Erwachsenenalter erhalten bleibt und sich noch weiter verstärkt.

 

Wichtig für den Therapeuten ist es, ängstliche Kinder zu identifizieren, um sich somit während der Behandlung besser auf das Kind einstellen zu können. Wenn Kinder Geschwister haben, die eine Zahnbehandlungsangst entwickelt haben, so fördert dies auch seine ängstliche Einstellung gegenüber einer zahnärztlichen Behandlung.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Behandlung von Kindern aller Altersgruppen ist, dass man den Kindern gegenüber, ehrlich ist (so auch falls Schmerzen auftreten könnten). Zahnärztliche Instrumente, die bedrohlich aussehen (Spritzen etc.) sollten nicht im sichtbaren Bereich der Kinder gelagert werden – das gilt natürlich auch für ängstliche Erwachsene.

Lange Wartezeiten vor der Behandlung steigern die Angst. Durch eine großzügige Terminplanung vermeiden wir in unserer Praxis Wartezeiten – d.h. Sie bzw. Ihr Kind kommen pünktlich dran und verlassen auch pünktlich wieder unsere Praxis.

Studien haben bewiesen, dass eine laute Geräuschkulisse und besonders unangenehme Geräusche in einer Praxis Ängste steigern. Wir legen Wert auf ein ruhiges Umfeld. Auch unangenehme Gerüche oder bestimmte Farben können Ängste steigern. Unangenehme Gerüche lassen sich durch Frischluft (regelmäßiges Lüften sowie Luftreiniger) und Beduftung der Raumluft mit hochwertigen reinen ätherischen Ölen effektiv vermeiden.
Bestimmte ätherische Öle können bei Ängsten und Verkrampfungen des Patienten entspannend wirken, dies beweisen zahlreiche Studien.

Ebenso kann man mit einer durchdachten Farbwahl der Praxis den Gemütszustand des Patienten positiv beeinflussen, auch dies wurde untersucht und belegt. Wir haben unsere Praxis bewusst farblich gestaltet, um eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, in der sich unsere Patienten gut aufgehoben und nicht ausgeliefert fühlen.

Noch ein Tipp zuletzt: mit Hilfe der Homöopathie, aber auch mit Bachblüten lassen sich Ängste bei Kindern effektiv und ohne Nebenwirkungen behandeln. Bachblüten gibt es heutzutage auch als alkoholfreie Präparate und Globuli – diese sind auch für Kinder geeignet. → Homöopathie

Ein kleiner Einblick in die Homöopathie

Die Homöopathie lässt sich in der zahnärztlichen Praxis vielfältig einsetzen und kann die konventionelle Therapie sinnvoll begleiten.

Dr. Samuel Hahnemann

Dr. Samuel Hahnemann Quelle/Bildrechte: Wikipedia, gemeinfrei

Der Name “Homöopathie” kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den Wörtern „homoios“ (=ähnlich) und „pathos“ (=Leiden) zusammen. Und das ist auch das Prinzip der Homöopathie – man heilt Ähnliches mit Ähnlichem!
Die Homöopathie ist eine natürliche Therapie. Mit anderen Worten, wir aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers, um die Krankheit zu besiegen.
Mit Hilfe der Homöopathie können wir eine Krankheit ohne Gefahr von unerwünschten Nebenwirkungen heilen.
Als Begründer der Homöopathie gilt Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843).


 

Homöopathische Präparate sind ausschließlich Mittel, die nach den Herstellungsverfahren von Dr. Hahnemann (Verdünnen und Verschütteln) hergestellt werden. Homöopathische Mittel sind in Form von Tropfen, Tabletten, Kügelchen (Globuli), Ampullen (zum Trinken bzw. zum Injizieren) bzw. Salben erhältlich.

Kindern gibt man hauptsächlich Globuli (Michzuckerkügelchen).

Bei Kindern können wir die Homöopathie beispielsweise einsetzen:

  • zur Kariesvorsorge
  • bei Zahnungsbeschwerden
  • bei Angst vor einer zahnärztlichen Behandlung

→ Zahnbehandlung bei Kindern (Prophylaxe und Prävention)

 


Kleiner Exkurs zur Herstellung homöopathischer Heilmittel

Als Ausgangsstoffe für homöopathische Arzneien kommen u.a.

  • Pflanzliche Produkte
  • Mineralien
  • Metalle oder
  • Tierische Ausgangsstoffe

in Betracht.

Aus dem Ausgangsstoff wird zunächst eine Urtinktur hergestellt. Durch die Potenzierung wird die Urtinktur verdünnt und verschüttelt: die Wirksamkeit der Arznei wird so verstärkt. (Der Begriff “Potenzierung” kommt aus dem lateinischen von “potentia” = Kraft.)


Die homöopathische Behandlung in der Zahnmedizin und in unserer Praxis.

Homöopathie

Homöopathie in der Zahnbehandlung – eine sinnvolle Ergänzung.

Vor der Auswahl eines passenden homöopathischen Heilmittels befragt der Therapeut seinen Patienten ganz ausführlich (Anamnese).

Bei mir in der Praxis, hat sich ein von mir verfasster Fragebogen bewährt, den ich dem Patienten mitgebe. Der Fragebogen kann dann in Ruhe zu Hause ausgefüllt werden und wird zum nächsten Termin mitgebracht.

Der Fragebogen wird ausgewertet, die einzelnen Symptome hierarchisiert und nach den „besonderen Symptomen“ (Schlüsselsymptomen) gesucht, die den Patienten ausmachen. Aus sog. Repertorien (= Symptomverzeichnissen – das umfassendste ist das Repertorium nach „Kent“) wird das für den Patienten passende homöopathische Heilmittel ausgewählt.

In der klassischen Homöopathie verabreicht man dem Patienten nur ein einziges Mittel auf ein Mal. Man kann gegebenenfalls mit Hilfe der Elektroakupunktur nach Dr. Voll testen, ob das jeweilige homöopathische Mittel beim Patienten auch tatsächlich passt.

In der modernen Homöopathie kann man für den Patienten das jeweilige homöopathische Mittel auch nach der „bewährten Indikation“ aussuchen oder mehrere Mittel gleichzeitig geben. Häufig werden auch bewährte homöopathische „Komplexmittel“ verabreicht. Dies sind Präparate, die eine Vielzahl einzelner homöopathischer Mittel enthalten. Einige Autoren sprechen hier von einer sogenannten „Schrotschusstechnik“, d.h. eines der vielen homöopathischen Einzelmittel in diesem Präparat wird wirken. Andere Autoren sprechen von einem „Synergieeffekt der einzelnen Mittel“ – d.h. dass sich diese einzelnen Mittel durch das Zusammenmischen in einem einzigen Präparat in ihrer Wirkung „verstärken“ bzw. „ergänzen“.

Des Weiteren unterscheiden wir in der Homöopathie

  • Isopathika
  • Nosoden
  • Organpräparate und
  • Schüsslersalze

→ Wichtige Infos zu Schüssler-Salzen

Homöopathische Mittel eignen sich auch zur Ausleitung von Giftstoffen (Amalgam).


Die richtige Einnahme eines  homöopathischen Heilmittels

Der Erfolg einer Behandlung hängt entscheidend von der richtigen Einnahme des homöopathischen Heilmittels ab.

Allgemeine Hinweise

Homöopathische Arzneimittel sind in Form von Tropfen, Tabletten, Kügelchen (Globuli), Pulver oder Ampullen (Trinkampullen oder Ampullen zum injizieren) erhältlich.

  • Bitte schützen Sie das homöopathische Heilmittel vor Hitze, Tageslicht, Duft- bzw. Aromastofffen. Lagern Sie das homöopathische Heilmittel am besten an einem kühlen Ort im fest verschlossenen Fläschchen.
  • Bitte vermeiden Sie während der homöopathischen Behandlung jeglichen Genuss von Kaffee (auch koffeeinfreier Kaffee),  koffeeinhaltigen Erfrischungsgetränken (z.B. Cola), Kräutertees sowie Kräuterlimonaden (z.B. Almdudler).
  • Verwenden Sie eine mentholfreie Zahnpasta (beispielsweise Elmex mentholfrei).
  • Benutzen Sie bitte während dieser Zeit auch keine Mundspüllösungen mit ätherischen Ölen (z.B. Pfefferminze). Verwenden Sie außerdem keine kampfer- oder mentholhaltigen Mittel bzw. ätherischen Öle (beispielsweise Wick Vaporup, Saunaöl, japanisches Heilpflanzenöl etc.). All dies stört die Wirkung der homöopathischen Arznei.

Einnahme von Tropfen

Bei Tropfen ist das Fläschchen mit der Arznei zunächst ca. 10 Mal zu schütteln, so als würden Sie ein Fieberthermometer runterschütteln.
Geben Sie danach 8-10 Tropfen direkt unter die Zunge. Möchten Sie die Tropfen zunächst auf einen Löffel geben, so verwenden Sie bitte ausschließlich einen Plastiklöffel.
Behalten Sie die Tropfen möglichst lange im Mund und schlucken Sie diese erst nach einiger Zeit herunter. Würden Sie die Tropfen sofort schlucken, zersetzt der Magensaft das homöopathische Mittel und es hätte keine Wirkung.

Die homöopathische Arznei wird durch die Schleimhäute unterhalb der Zunge aufgenommen und gelangt so direkt in den Blutkreislauf. Je länger Sie das Mittel im Mund behalten, desto vollständiger wird es aufgenommen.

Einnahme von Tabletten oder Globuli

Tabletten oder Globuli (Kügelchen) werden unter die Zunge gelegt. Dort lösen sie sich langsam auf und werden durch die Schleimhaut aufgenommen. Tabletten oder Globuli bitte nicht sofort runterschlucken, sondern unter der Zunge zergehen lassen, damit Sie ihre Wirkung entfalten können. Nehmen Sie bitte nur eine Tablette oder 10 Globuli auf einmal.

Einnahme von Ampullen

Bei Trinkampullen den Ampulleninhalt in ein halbes Glas stilles Wasser geben und mit einem Plastiklöffel (kein Metalllöffel) gründlich verrühren.
Nehmen Sie alle 30 Minuten einen Schluck in den Mund, bewegen Sie ihn dort einige Minuten und schlucken Sie erst dann den Rest runter.

Zeitpunkt der Einnahme

Die Einnahme von homöopathischen Arzneimitteln sollte immer im zeitlichen Abstand zu den Mahlzeiten erfolgen.

Am besten morgens nach dem Aufstehen, mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück oder abends vor dem Schlafengehen, mindestens 2 Stunden nach dem Abendessen.

Wenn Sie die Arznei im Laufe des Tages einnehmen möchten, halten Sie bitte einen Abstand von 30 Minuten vor oder nach einer Mahlzeit ein. Nach der Einnahme von homöopathischen Mittel trinken Sie bitte 30 Minuten lang nichts und putzen Sie sich auch nicht die Zähne.

 


Mögliche sog. Erstverschlimmerung

3 bis 8 Tage nach der ersten Einnahme von homöopathischen Arzneimitteln kann es zu einer Verschlimmerung der Krankheitssymtome kommen. Dies ist ein gutes Zeichen.
Sollte es jedoch zu einer sehr starken Verschlimmerung kommen, dann setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung und setzen das Mittel erst einmal ab.

 

Resüme

Wenn man die Grenzen der Homöopathie kennt und weiß, wie man diese sinnvoll einsetzen kann, ist diese Therapieform eine sinnvolle Ergänzung und Bereicherung für jeden Therapeuten.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Ihr Dr. Gerard Kölling

Vorteile von Dentallasern bei der Füllungstherapie

Laserbohren und Aushärtung von Füllungsmaterialien aus Kunststoffen.

Laserbehandlung mit dem Dentallaser

(Bild © robertprzybysz/123RF)

Das Wort Laser steht für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“ bzw. Lichtverstärkung durch induzierte Emission von Strahlung.

In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden zwei Laserwellenlängen entwickelt mit denen man Zahnhartsubstanz bearbeiten (bohren) kann. Der Er:YAG Laser (Deutschland) und der Er, Cr.:YSGG Laser (USA).

Man kann einen Laser auch als Lichtgenerator bezeichnen. Er produziert Licht einer bestimmten Wellenlänge (Monochromasie) mit hoher Energiedichte. Im Gegensatz zu einer Lampe, die Licht unterschiedlicher Wellenlängen (Polychromasie) produziert.

In der modernen Zahnmedizin werden Dentallaser eingesetzt, um Karies zu entfernen („Bohren“) oder aber auch Zahnfüllungen aus Kunststoff auszuhärten. Es gibt aber auch viele andere Einsatzmöglichen für Dentallaser.

Lesen Sie mehr zu den Einsatzmöglichkeiten → Laserzahnheilkunde

 


Die Laserbehandlung.
Ein Vergleich mit der konventionellen Behandlungsmethode.

In der konventionellen Zahnmedizin werden heutzutage hauptsächlich die Turbine oder Schnelllaufwinkelstücke zur Präparation (Bohren) der Zahnhartsubstanz verwendet. Diese weisen im Gegensatz zur Präparation mit Dentallaser etliche Nachteile auf:

  • Durch die hohe Arbeitsdrehzahl von Turbine und Schnelllaufwinkelstücken (maximale Drehzahl der Instrumente bis 400.000 Umdrehungen pro Minute) kann es zu einer starken Wärmeentwicklung kommen. Diese dabei an der Oberfläche der Zahnsubstanz entstehenden hohen Temperaturen, können den Zahnnerv (Pulpa) schädigen.
  • Des Weiteren kommt es durch die hohen Drehzahlen der Turbine bzw. der Schnelllaufwinkelstücke zu Mikroerschütterungen in der Zahnhartsubstanz. Diese wiederum führen zu Rissen und Absplitterungen in der Zahnhartsubstanz mit einem Abfall der Härte, der so bearbeiteten Zahnhartsubstanz. Die so bearbeitete Zahnoberfläche ist geschwächt.
  • Ein weiterer Nachteil beim Arbeiten mit der Turbine und den Schnelllaufwinkelstücken ist die mangelnde Selektivität, d.h. wenn man unvorsichtig arbeitet, wird unnötig gesunde Zahnsubstanz geopfert.
  • Beim Arbeiten mit diesen oben beschriebenen auch als „rotierenden Instrumenten“ bezeichneten Verfahren ist es wichtig, die Karies gänzlich zu entfernen: Wird kariöses Gewebe unter der neuen Füllung belassen, schreitet diese unaufhaltsam voran und zerstört den Zahn von innen.
  • Das Arbeiten mit der Turbine oder dem Schnelllaufwinkelstück empfinden die meisten Patienten als schmerzhaft, so dass wir den jeweiligen Zahn betäuben müssen (Anästhesie).
  • Ebenso entstehen beim Arbeiten mit diesen Instrumenten laute hochfrequente Geräusche (Heulgeräusche der Turbine), auch das wird von den Patienten als sehr unangenehm empfunden. Durch die hohen Umdrehungszahlen beim Arbeiten mit der Turbine und dem Schnelllaufwinkelstück entstehen auch Vibrationen. Diese Vibrationen sind für den Patienten ebenfalls unangenehm.

 


 

Die Vorteile des “Laserbohrens”

  • Der Dentallaser arbeitet kontaktfrei, ohne die Zahnoberfläche zu berühren. Für den Patienten ist dies sehr viel angenehmer als das konventionelle Bohren, da so keine Vibrationen entstehen.
    Das Arbeiten mit dem Laser ist relativ geräuscharm, das unangenehme hochfrequente heulende Geräusch, wie bei der Turbine entsteht nicht.
  • Die Wärmeentwicklung ist nur sehr gering , dadurch wird die Gefahr minimiert den Zahnnerv zu schädigen. Die Impulse des Lasers beim „Bohren“ sind nämlich so kurz, dass sich die Zahnhartsubstanz schnell wieder abkühlt.
  • Es entstehen keine Risse in der Zahnhartsubstanz und somit keine postoperativen Beschwerden, wie z.B. Heiß-Kalt Empfindlichkeiten – im Gegensatz zum Arbeiten mit rotierenden Instrumenten (Turbine oder Schnelllaufwinkelstück).
  • Die Laserbehandlung ist schmerzarm, so dass in der Regel keine Betäubungsspritze (Anästhesie) erforderlich ist. Die Impulse des Lasers sind so kurz, das sie unsere Nerven nur unzureichend weiterleiten können, so dass kein Schmerzgefühl entsteht.
  • Schonung gesunder Zahnsubstanz durch die Selektivität der Laserbehandlung. Die Energie der Laser, die zum „Bohren“ eingesetzt werden, wird in Wasser absorbiert. Gesunde Zahnhartsubstanz enthält im Gegensatz zur Karies nur sehr wenig Wasser. Bei der Karies kommt es zu einer Demineralisierung (Erweichung) der Zahnhartsubstanz. Damit nimmt der mineralische Anteil der Zahnhartsubstanz ab und der organische Anteil nimmt zu. Daher hat Karies einen hohen Wasseranteil.
    Beim Laserbohren mit geringer Energie wird somit hauptsächlich das Gewebe mit dem höheren Wasseranteil (die Karies) entfernt und die gesunde Zahnhartsubstanz (geringerer Wasseranteil) geschont.
  • Kariesverursachende Bakterien werden durch den Laser abgetötet, somit besteht keine Gefahr, dass sich unter der neuen Füllung erneut Karies bildet. Die Oberfläche des Zahnes wird durch den Dentallaser angeraut, das bedeutet, die Kunststofffüllungen (Adhäsivtechnik), die in den Zahn geklebt werden, halten besser. Die gelaserte Zahnoberfläche ist härter und widerstandsfähiger gegen Säuren (kariesresistenter/Kariesprophylaxe).

 


 

Die Vorteile des Argonlasers bei Kunststofffüllungen

Amalgam wird schon lange nicht mehr als Füllungsmaterial verwendet. Heutzutage füllen wir im Schneidezahnbereich und Seitenzahnbereich hauptsächlich mit hoch ästhetischen, zahnfarbenen Kunststoffen, die in den Zahn geklebt werden (Adhäsivtechnik). Diese Kunststoffe sind zunächst weich oder flüssig, um die entsprechenden Formen modellieren zu können und werden durch Lichtapplikation ausgehärtet (Photopolymerisation).

Moderne Kunststofffüllungen bieten entscheidende Vorteile:

  • Exzellente Ästhetik (zahnfarben)
  • Minimalinvasive Versorgung = besonders schonend, d.h. es können auch nur kleinste Defekte versorgt werden.
  • Die Kunstofffüllungsmaterialien sind sehr langlebig

 

Die Anwendung der Dentallaser‌n zum „Bohren“ und zum „Aushärten von Kunststoffen“ wurde über die Jahre in zahlreichen klinischen Studien abgesichert.

Bereits seit 1996 arbeiten wir in unserer Praxis mit sämtlichen für die Zahnmedizin zugelassenen Laserwellenlängen. Lesen Sie dazu mehr in dem Artikel → Unsere Behandlungsmethoden im Überblick

 

 

Parodontitis

Moderne Behandlung und Diagnostik von Zahnfleischerkrankungen.

Parodontitis

Parodontitis (umgangssprachlich Parodontose) ist eine bakteriell verursachte Erkrankung des Zahnhalteapparates, bei der es zum Abbau des Kieferknochens kommt. Eine unbehandelte Parodontitis führt zum Zahnverlust. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei einer Gingivitis (= Zahnfleischentzündung) um eine reversible (= umkehrbare) Entzündung des Zahnfleisches.

Heutzutage ist die unbehandelte Parodontitis der Hauptgrund für Zahnverlust.

Durch umfassende Prophylaxemaßnahmen bei Kindern und Erwachsenen ist die Karies im Rückgang – die Parodontitis hingegen ist im Vormarsch.

Parodontits ist keineswegs eine Erkrankung die nur ältere Patienten betrifft. Häufig beginnt diese bereits bei Patienten ab Mitte 30. Hier ist es besonders wichtig, diese Erkrankung im Anfangsstadium zu erkennen bzw. durch Zahnfleischtaschentiefemessung, Röntgendiagnostik oder spezielle Speicheltests zu diagnostizieren und zu behandeln.
Es handelt sich meist um eine chronische Erkrankung, die langsam voranschreitet. Es gibt jedoch auch akute Verlaufsformen der Parodontitis und Verlaufsformen die bereits im Teenagealter beginnen.

 

Als Patient kann ich erkennen, ob ich selbst an einer Parodontitis erkrankt bin, wenn die folgenden Symptome auftreten:

  • Zahnfleischbluten (spontan bzw. beim Zähneputzen)
  • Zahnfleischrückgang
  • Verfärbungen und Schwellungen des Zahnfleisches
    (gesundes Zahnfleisch ist blassrosa und die Oberfläche ist leicht gestippelt, ähnlich der Oberfläche einer Orange)
  • Mundgeruch
  • Im fortgeschrittenen Stadium:
    Zahnlockerung und eitrige Absonderungen aus der Zahnfleischtasche

Es gibt Risikofaktoren, die zu einer Parodontitis führen können:

  • Exzessiver Tabakkonsum
  • Schlechte Mundhygiene
  • Erschwerte Mundhygiene durch Fehlstand der Zähne; hier ist die physiologische Selbstreinigung der Zähne beim Kauvorgang gestört
  • Mundtrockenheit (Xerostomie)
  • Mundatmung (Diese führt zum Austrocknen der Schleimhäute, so dass der Speichel seine schützende Funktion nicht entfalten kann.)

Bestimmte Erkrankungen können die Entstehung einer Parodontitis begünstigen:

  • Diabetes
    (insbesondere Typ I Diabetes, die bereits im Kindesalter beginnt)
  • Autoimmunerkrankungen
  • HIV Infektionen

Es gibt jedoch auch wissenschaftliche Belege dafür, dass bei manchen Patienten eine genetisch bedingte Veranlagung (= Prädisposition) für eine Parodontitis vorliegt.

Ebenso kann Mangelernährung eine Entstehung der Parodontitis begünstigen, deshalb ist hier auf eine gesunde, ausgewogene vitamin- und nährstoffreiche Ernährung zu achten.

Bestimmte Vitamine und Nährstoffe können Parodontitis vorbeugen bzw. den Verlauf günstig beeinflussen, z.B. Vitamin C, Vitamin E, Coenzym Q10 etc.

Stress kann den Verlauf einer Parodontitis ungünstig beeinflussen.

Es gibt bestimmte Medikamente, z.B. blutdrucksenkende Medikamente,  Medikamente zur Therapie von Depressionen, die eine Xerostomie (Mundtrockenheit) zur Folge haben. Durch die Mundtrockenheit wird das Parodontitisrisiko erhöht. Andere Medikamente wiederum wie, z.B. Medikamente zur Therapie von Epilepsie, führen zum Anschwellen des Zahnfleisches und erhöhen auch das Parodontitisrisiko.

Im fortgeschrittenen Alter, ab dem 75. Lebensjahr, kommt es auch zu einer Xerostomie (Mundtrockenheit), da die Speicheldrüsen weniger Speichel produzieren. Ebenso bei Frauen, nach der Menopause, kommt es zum sogenannten Sicca Syndrom (=Sjögren Syndrom), d.h. auch hier produzieren die Speicheldrüsen weniger Speichel und es kommt wiederum zur Mundtockenheit. In beiden Fällen ist das Parodontitisrisiko erhöht.

Bestrahlungstherapie (Radiotherapie) im Kopf- und Halsbereich führt häufig zu einer Xerostomie (Mundtrockenheit) mit allen Risiken für die Zähne und den Zahnhalteapparat.

 


 

Speichel (Saliva)

Die Speicheldrüsen eines Erwachsenen produzieren täglich 1,5 Liter Speichel. Der Speichel hat einen durchschnittlichen pH-Wert von ca. 6,55. Bei Mundtrockenheit (Xerostomie) kann durch Kaugummikauen bzw. das Lutschen von xylitolhaltigen zuckerfreien Bonbons (Drops) der Speichelfluss erhöht werden.

Link zum Archiv des Bayerischen Rundfunks (BR)
→ Ist Kaugummikauen gesundheitsfördernd?

(Aus dem Archiv des Bayerischen Rundfunks BR: „Ist Kaugummikauen gesundheitsfördernd?” –
Ein Beitrag von Prof. Dr. Dr. Dr. Klaus Kölling und Dr. Gerard Kölling aus dem Jahr 2009)

— Momantan steht dieser Link leider nicht zur Verfügung —

 

Die Mundhöhle ist die Eingangspforte des Verdauungstraktes. Der Verdauungsprozess wird durch den Speichel eingeleitet. Außerdem wird durch den Kauvorgang mithilfe des Speichels ein Speisebrei gebildet, der sich leichter schlucken lässt. Der Kauvorgang selbst stimuliert den Speichelfluss, dieser führt zu einer sogenannten „physiologischen Selbstreinigung der Zahnoberflächen“.

Der Speichel enthält u.a.

  • Mineralien – diese remineralisieren (härten) die Zahnsubstanz
  • Puffersysteme – diese puffern, bzw. „neutralisieren“ gefährliche Säuren in der Mundhöhle, z.B. nach dem Verzehr von Zitrusfrüchten etc.
  • Antibakterielle, antivirale und antimykotische Substanzen – diese schützen vor Infektionen.

Mithilfe moderner Speicheltest lässt sich Ihr individuelles Kariesrisiko erkennen. Ebenso kann man Parodontitis auf diese Weise diagnostizieren.

 


Was kann ich als Patient tun, um einer Parodontitis vorzubeugen?

Auf alle Fälle ist auf eine gründliche Reinigung der Zähne und der Zahnzwischenräume zu Hause zu achten. Eine Reinigung der Zahnoberflächen mit einer elektrischen Zahnbürste (insbesondere Schallzahnbürste), ist der manuellen Zahnreinigung vorzuziehen. Der Bürstenkopf der Zahnbürste sollte nicht zu groß sein (Kurzkopf) und die Borsten sollten weicher sein. Ebenso sollte man den Zahnbürstenkopf regelmäßig austauschen, da sich auf den Borsten Bakterien ansiedeln können.

Ganz wichtig: Nach einem grippalen Infekt sollte man die Zahnbürste erneuern.

Die Zahnzwischenräume sollten täglich mit Zahnseide, Zahnzwischenraumbürstchen oder einer Munddusche gereinigt werden. Ebenso ist eine tägliche Reinigung der Zungenoberfläche mit geeignetem Zungenreiniger zu empfehlen. Die Zunge ist das größte Organ in der Mundhöhle. Hier lagern sich Bakterien an, diese wiederum besiedeln die Zahnfleischtaschen.

Lesen Sie mehr zum “Thema Zunge” → Die Zunge – ein wichtiges Organ!

 

Auch der tägliche Gebrauch einer geeigneten Mundspülung ist zu empfehlen. Der Zahnstein und die weichen Beläge (Plaque) sollten alle 3-4 Monate im Rahmen einer zahnärztlichen Prophylaxe entfernt werden.

Lesen Sie hier mehr zum Thema → Prophylaxe

 

Patienten, die an einer Parodontitis  erkrankt sind, müssen unbedingt in kürzeren Abständen zur zahnärztlichen Prophylaxe gehen, um ein erneutes Ausbrechen bzw. Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Mit einer homöopathischen Begleittherapie kann man eine Parodontitisbehandlung unterstützen und positiv beeinflussen.

Lesen Sie hier mehr zum Thema → Homöopathie

 


Konventionelle Behandlung vs. Dentallaser

Bisher musste man bei einigen Verlaufsformen der Parodontitis eine chirurgische Behandlung, bei der das Zahnfleisch „aufgeklappt“ wird, durchführen. Mithilfe der zahnärztlichen Dentallaser können wir in den meisten Fällen eine chirurgische Behandlung umgehen. Die Behandlung mit dem Laser ist für den Patienten sehr viel angenehmer als die konventionelle chirurgische Behandlung!

Die Ergebnisse sind deutlich besser, da der Laser nicht nur Zahnstein entfernt, er tötet auch die Bakterien in den Zahnfleischtaschen ab. Ebenso kommt es durch den Laser zu einer sog. „Biostimulation“ d.h.  die Regeneration des Gewebes wird gefördert, der Heilungsverlauf ist deutlich besser. Bei der Laserbehandlung können wir häufig sogar auf eine Betäubungsspritze verzichten.

Ist jedoch ein chirurgischer Eingriff unumgänglich, so gibt es heutzutage besonders schonende (minimalinvasive) Verfahren, die wir in solchen Fällen anwenden.  Auch hier kommt der Laser zum Einsatz – mit allen seinen Vorteilen. Es gibt auch Methoden und Materialien, um verlorengegangenen Knochen wieder aufzubauen.

Ist das Zahnfleisch zurückgegangen, so dass die Zahnhälse freiliegen, so können wir diese heute mit besonderen Verfahren wieder mit Zahnfleisch zudecken.

Der Einsatz von Dentallasern zur Behandlung von Parodontitis ist nichts Neues. Bereits Anfang der 90er Jahr hat man begonnen, den Dentallaser erfolgreich in der Parodontologie einzusetzen. Diese Therapieform ist heute durch zahlreiche wissenschaftliche Studien umfangreich dokumentiert und abgesichert.

Lesen Sie hier mehr zum Thema → Laserzahnheilkunde

 


Herzinfarkt – Parodontitis als Warnung

Menschen mit chronisch entzündetem Zahnfleisch (Parodontitis) bekommen auch häufiger einen Herzinfarkt. Lange andauernde, entzündliche Zahnfleischerkrankungen und Herzinfarkte stehen in einem Zusammenhang. Für diese häufige Beobachtung fanden jetzt Wissenschaftler der Universitäten Kiel, Dresden, Amsterdam und Bonn einen genetischen Beleg. Sie drängen auf eine möglichst frühzeitige Diagnose der Parodontitis.

Vergangene wissenschaftliche Studien zeigen, dass Herzinfarktpatienten häufig eine bestimmte Genvariante auf dem Chromosom 9 besitzen. Diesen Genort nahmen die Wissenschaftler jetzt auch bei Parodontitis-Patienten unter die Lupe. Dabei stellten sie fest, dass sich dieselbe Genvariante etwa 10% häufiger bei Parodontitis- Patienten zeigt, als im Bevölkerungsdurchschnitt. Bei Personen mit dieser Genvariante ist das Risiko an einer Parodontitis zu erkranken ebenso höher, wie das Risiko an einer Herzkrankheit zu erkranken.

Bei der Parodontitis handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Zahnbettes. Dies kann auch bei jüngeren Patienten auftreten und gefährdet andere Organsysteme. Die genauen kausalen Zusammenhänge zwischen dem Parodontitis- und dem Herzinfarktrisiko müssen jedoch weiter erforscht werden.

Eine mögliche Schlussfolgerung aus der jetzigen Studie:

Personen, die an einer Parodontitis erkranken, können auch eher einen vorzeitigen Herzinfarkt erleiden.
Es ist deswegen wichtig, Parodontitis möglichst früh zu diagnostizieren und effizient zu behandeln.

Darüber hinaus kann jeder selbst seine Situation ohne Wissen der Genvariante verbessern! Denn egal, ob man zu den Menschen mit der besonderen Genvariante gehört oder nicht: Wer beispielsweise stark raucht oder mangelhafte Mundhygiene betreibt, der nimmt ein erhöhtes Parodontitisrisiko in Kauf.

Ein Wissen um das eigene Gesamtrisiko für chronische, insbesondere Herz-Kreislauf-Erkankungen, ist neben einer optimalen Zahngesundheit eine wesentliche Voraussetzung für ein langes, gesundes Leben. Regelmäßige Prophylaxe beim Zahnarzt und gründliche Mundhygiene zu Hause schützen vor Parodontitis – am bestem in Verbindung mit einer gesunden Lebensweise und einer ausgewogenen Ernährung.

Mehr Informationen auf den Webseiten von → Prof. Dr. Dr. Dr. Kölling

Parodontitis

 

Auch für die moderne Parodontitis Therapie gilt, wie in der gesamten zeitgemäßen Zahnheilkunde, die oberste Prämisse einer besonders schonenden (minimalinvasiven) Therapie. Das Verfahren mit Dentallasern bietet ein noch höheres Maß an Präzision, Vorhersagbarkeit und Sicherheit.

Zusammenfassend kann man sagen, dass eine Parodontitis kein unumgängliches Schicksal ist. Man kann mit sorgfältiger Mundhygiene zu Hause und einer regelmäßigen Prophylaxe in zeitlichen Abständen von 3 – 4 Monaten beim Zahnarzt wirksam vorbeugen.

Wenn Sie Fragen rund um die Parodontitis Therapie, Diagnose bzw. Prävention und Prophylaxe haben, wenden Sie sich bitte an uns.

 

Bildrechte: wavebreakmediamicro/123RF (Parodontitis)

Laser-Bleaching – Aufhellen der Zähne durch Laserlicht

Zahnverfärbungen und natürliche Ästhetik.

laserbleaching

.Gesunde helle Zähne – Ein Statussymbol

Gesunde schöne helle Zähne sind heutzutage ein Statussymbol. Zahnverfärbungen können weißlich-gelb, gelb, gräulich oder bräunlicher Natur sein. Diese kompromittieren die natürliche Ästhetik der Zähne. Im jugendlichen Alter des Patienten dominieren die oberen Schneidezähne optisch beim Sprechen und Lachen. Mit dem Alter verfärben sich die Zähne und nutzen sich ab (die Zähne werden kürzer), so dass beim Lachen und Sprechen hauptsächlich die unteren Schneidezähne sichtbar sind.
Seit Anfang 2000, nachdem Botox in den USA die FDA-Zulassung als Therapeutikum bzw. Medikament erhielt, kam es zu einer gesteigerten Nachfrage nach ästhetischen Eingriffen – jeder möchte heutzutage jung und vital aussehen.

 

Helle Zähne sind ein Symbol von Jugendlichkeit.

Zu einer gesunden Zahnästhetik gehört auch ein gesundes Zahnfleisch. Gesundes Zahnfleisch ist hellrosa und leicht gestippelt ähnlich wie die Oberfläche einer Orange. Zahnverfärbungen und Parodontitis (umgangssprachlich Parodontose) lassen sich durch regelmäßige gründliche Zahnpflege zu Hause und durch regelmäßige Prophylaxe / professionelle Zahnreinigung bei uns in der Praxis vermeiden. Heutzutage (dies belegen Studien) empfehlen wir in der Regel spätestens alle 3-4 Monate (mindestens 3 Mal jährlich) eine professionelle Zahnreinigung. Patienten, die schon an einer Parodontitis (Parodontose) erkrankt sind, wird empfohlen, in kürzeren Abständen zur zahnärztlichen Prophylaxe zu gehen, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu unterbinden.

Lesen Sie mehr zum Thema → Professionelle Zahnreinigung

 

Oberflächliche Verfärbungen und Zahnstein.

Im Allgemeinen unterscheiden wir in der Zahnheilkunde zwischen oberflächlichen (extrinsischen) Verfärbungen und inneren (intrinsischen) Verfärbungen der Zähne.

Oberflächliche Verfärbungen können durch eine Prophylaxe bei uns in der Praxis durch Einsatz moderner Pulverstrahlgeräte (Airflows) und neuartiger Polierpasten effektiv und sehr schonend, ohne Schäden an der Zahnoberfläche zu verursachen, entfernt werden. Oberflächliche Verfärbungen entstehen meist durch Genussmittel wie Tabak, Rotwein, Rote Beete, Johannisbeersaft, Tee, Kaffee sowie bestimmte Mundspülungen oder eisenhaltige Präparate zur Behandlung von Anämien. Eine schlechte Zahnpflege zu Hause kann auch zu oberflächlichen Verfärbungen führen. Weiche Beläge (Plaque) müssen regelmäßig und gründlich täglich mit einer geeigneten Zahnbürste und Zahncreme entfernt werden. Geschieht dies nicht, oder nur in unzureichendem Umfang, werden die Beläge (Plaque) auf den Zahnoberflächen immer dicker, die Zahnoberflächen erscheinen stumpf und die Farbe der Zähne wird immer gelblicher.

Saubere, gesunde Zähne glänzen und reflektieren das einfallende Licht stärker. Durch moderne und schonende Polierpasten lassen sich die Zahnoberflächen in der Praxis aufpolieren, ohne die Zahnsubstanz zu schädigen. Dadurch glänzen die Zahnoberflächen stärker, was wiederum die Ästhetik der Zähne verbessert.

Aus zahnmedizinischer Sicht hat eine gründliche Zahnpolitur während der Prophylaxesitzung den nicht unerheblichen Effekt, dass sich an glatten Zahnoberflächen nicht so schnell wieder neue Beläge (Plaque) bilden. Dies wiederum ist auch für die Gesunderhaltung des Zahnfleisches wichtig.

Eine schlechte bzw. unzureichende Zahnpflege zu Hause begünstigt auch die Bildung von Zahnstein.

Wir unterscheiden zwei Arten von Zahnstein:

  • Zahnstein im nicht sichtbaren Bereich, d.h. in der Zahnfleischtasche
  • Zahnstein im sichtbaren Bereich, d.h. oberhalb des Zahnfleischrandes – dies beeinträchtigt die Ästhetik.

Heutzutage können wir nach der zahnärztlichen Prophylaxe die Zahnoberflächen bei uns in der Praxis versiegeln. (Dieser neuartige Versiegler hält ca. zwei Jahre.) Die auf diese Weise versiegelten Zahnoberflächen sind wesentlich glatter und haben deutlich mehr Glanz. Die Bildung von Plaque (weichen Belägen) und Zahnstein wird dadurch verzögert. Die Zähne verfärben sich auch dadurch nicht mehr so schnell. Außerdem haften die Verfärbungen nicht so stark an den Zahnoberflächen und lassen sich wesentlich leichter entfernen. Dieser Versiegler schützt auch vor Karies.

Je älter der Zahnstein ist, desto mehr verfärbt er sich. Am Anfang ist der Zahnstein weisslich-gelblich, später verfärbt er sich durch die Aufnahme von Pigmenten aus der Nahrung und Getränken immer mehr und wird gräulich, schwarz.

Zahnstein lässt sich mit modernen Ultraschallgeräten aber auch manuell (von Hand) mit speziellen Handinstrumenten während der zahnärztlichen Prophylaxesitzung gründlich und schonend entfernen. Mithilfe des Lasers lässt sich der Zahnstein in den Zahnfleischtaschen effektiv und schmerzarm entfernen.

 

Innere Verfärbungen der Zähne.

Innere (intrinsische) Verfärbungen der Zähne können durch zu viel Fluoridaufnahme während der Bildung bzw. Entstehung des Zahnschmelzes, aber auch durch Tetrazyklingabe während der Zahnentwicklung entstehen.

Ebenso können sich wurzelbehandelte Zähne nach einiger Zeit gräulich verfärben. Diese lassen sich jedoch mit modernen Bleachingverfahren effizient und schonend aufhellen.

Amalgam ist eine unedle Legierung, diese korrodiert in der Mundhöhle. D.h. alte Amalgamfüllungen können die umliegende Zahnhartsubstanz gräulich verfärben. In solchen Fällen, muss man die alten Füllungen durch neue ästhetische zahnfarbene Füllungsmaterialien ersetzten, erst danach, lassen sich diese Zähne aufhellen (bleichen).

Lesen Sie mehr zum Thema → Ästhetische Zahnheilkunde

 

Laser-Bleaching

Das Wort „Laser“ steht für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“ (Lichtverstärkung durch induzierte Emission von Stahlung).
Ein Lasergerät kann man als einen „Lichtgenerator“ bezeichnen. Einfacher gesagt, ein Laser produziert Licht einer bestimmten Wellenlänge (Monochromasie) mit hoher Energiedichte. Im Gegensatz dazu hat normales Licht viele Wellenlängen (Polychromasie).

Der Laser ist nichts Neues!

Bereits in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der erste CO2 Laser entwickelt und es wurden Experimente mit dem Laser am Zahnschmelz und Dentin durchgeführt. Ende der 60er Jahre wurde der CO2 Laser dann in der Oralchirurgie eingesetzt. Laser weiterer Wellenlängen folgten für verschiedene Einsatzbereiche in der Zahnmedizin. In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts hat man bereits Zähne gebleicht (aufgehellt). Hierzu wurden damals Wärmequellen oder Licht eingesetzt.

Seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts hat man Verfahren bzw. Methoden entwickelt, um Zähne mithilfe des Lasers aufzuhellen:

Wir setzten seit 1996 Laser in unserer Praxis ein und wir arbeiten mit allen für die Zahnheilkunde zugelassenen Laserwellenlängen. So können wir sämtliche zahnärztliche Behandlungen mit dem Laser durchführen.

Von Anfang an haben wir uns intensiv mit dem Aufhellen der Zähne (Bleaching) beschäftigt und die unterschiedlichsten Techniken ausprobiert. Der Laser ermöglicht es uns, in nur einer Sitzung die Zähne effektiv und ohne Nebenwirkungen aufzuhellen.

Die Vorteile des Laser-Bleachings für den Patienten sind:

  • Aufhellen der Zähne in nur einer Sitzung (Zeitersparnis)
  • Das Laserbleaching ist sehr effektiv
  • Das Aufhellen der Zähne mit dem Laser ist schonend d.h. die Zahnsubstanz wird nicht geschädigt.
  • Das Laserbleaching ist nicht schmerzhaft

Wie läuft ein Laser-Bleaching ab?

Die Zähne des Patienten werden als erstes gereinigt, anschließend wird ein spezielles Gel auf die Zahnoberflächen aufgetragen, dieses wird dann mit dem Laser mehrfach „belichtet“. Dieser Vorgang wird bei Bedarf noch einige Male wiederholt, so lange bis der gewünschte Aufhellungseffekt erreicht ist. Abschließend entfernt man das Gel wieder von den Zahnoberflächen und poliert diese.

Heutzutage gibt es zahlreiche Studien, die belegen, dass das Aufhellen der Zähne mit dem Laser effektiv aber auch schonend und sicher ist.

 

Wie funktioniert das Laser-Bleaching?

Die Bleachinggels enthalten Wasserstoffperoxid oder Karbamidperoxid. Den Bleachinggels werden Farbpigmente beigesetzt, diese wiederum sind auf die jeweilige Laserwellenlänge abgestimmt. Beim „Bestrahlen“ des Gels mit dem Laser wird die Energie des Lasers von den Farbpigmenten aufgenommen (absorbiert) und es kommt zu einem moderaten Temperaturanstieg wodurch eine chemische Reaktion des Bleachinggels eingeleitet wird. Durch diese chemische Reaktion entstehen freie Radikale, die für den Aufhellungsprozess der Zähne verantwortlich sind.

Studien, die an der Universität Wien durchgeführt wurden, belegen, dass der Temperaturanstieg beim Laserbleaching deutlich geringer ist, als beim Bleaching mit anderen Wärmequellen (Lampen, Plasmalichtbögen etc.).

Der höhere Temperaturanstieg des Bleachinggels bei anderen Bleachingmethoden führt zu Beschwerden des Zahnnerves, nach dem Bleaching. Durch den geringeren Temperaturanstieg beim Laserbleaching ist diese Methode sicherer und hat weniger Nebenwirkungen als andere Bleachingverfahren.

Des Weiteren haben Studien an der Universität Wien, der Loma Linda University (Kalifornien) und der Universitity of Utah bewiesen, dass das Laserbleaching deutlich effektiver ist als andere Bleachingverfahren.
Ebenso konnte durch Studien an der Universität Wien bestätigt werden, das es beim Laserbleaching nicht zu Schäden an der Zahnhartsubstanz (Zahnschmelz) der Zähne kommt.

Das Laser-Bleaching zählt zu den sogenannten „in office“ bzw. „chairside“ Bleachingverfahren, d.h. der Aufhellungsprozess findet in der Praxis in nur einer Sitzung statt.

Im Gegensatz dazu gibt es das sogenannte „home bleaching“. Beim „home bleaching“ bekommt der Patient spezielle Schienen, die aus einem weichen Kunststoff gefertigt sind, die er dann zu Hause mit dem Bleachinggel befüllt. Diese Schienen werden über einen Zeitraum von ca. 14 Tagen entweder täglich für eine Stunde oder die ganze Nacht getragen. Auch diese Bleachingmethode ist effektiv, hat jedoch im Vergleich zum Laser-Bleaching  den entscheidenden Nachteil, dass der Patient das Bleaching über einen Zeitraum von ca. zwei Wochen selbstständig durchführen muss. Im Gegensatz dazu, wird das Laser-Bleaching in nur einer Sitzung in der Praxis durchgeführt.

Die Zunge hat vielfältige Funktionen, sie ist das größte Organ in der Mundhöhle.

 

Die Reinigung der Zunge mithilfe des Zungenschabers

Die Reinigung der Zunge mithilfe des Zungenschabers

Schmecken, Tasten, Artikulation (Sprechen), Saugen etc. sind nur einige der wichtigsten Funktionen, die die Zunge übernimmt.
Die Mundhöhle ist die „Eintrittspforte des Verdauungstraktes”, d.h. die Zunge ist mitbeteiligt bei der Nahrungszerkleinerung.
Außerdem kommt es beim Kauvorgang zur sog. „physiologischen Selbstreinigung“ der Zähne – auch hier ist die Zunge beteiligt.

Der „Zungenkörper“ besteht hauptsächlich aus Muskulatur, die für die Beweglichkeit der Zunge verantwortlich ist. Auf der Zunge selbst (auf dem Zungenrücken) befinden sich die sogenannten „Geschmackspapillen“, die für das „Schmecken“ verantwortlich sind.

Die Zunge – bei der täglichen Mundhygiene nicht vergessen!

Da die Zungenoberfläche rau ist, leben auf dieser Oberfläche sehr viele Mikroorganismen. Deshalb ist es bei der täglichen Mundhygiene zu Hause ganz wichtig, nicht nur die Zahnoberflächen mit der Zahnbürste, die Zahnzwischenräume mit der Zahnseide oder einer Zwischenraumbürste zu reinigen, sondern auch die Zungenoberfläche mit einem speziellen Zungenreiniger zu säubern, dazu gibt es mittlerweile auch wirksame Zungenreinigungsgels.

Beläge auf der Zunge können auch die Ursache für Mundgeruch (Halitosis) sein, außerdem schaut eine belegte Zunge optisch nicht ansprechend aus. Zudem können Bakterien, die sich in den Belägen auf der Zungenoberfläche befinden, auch die Zahnfleischtaschen besiedeln und somit zu einer Zahnfleischentzündung führen.

Bestimmte Erkrankungen, Vitamin- bzw. Nährstoffmangel führen zu Veränderungen auf der Zungenoberfläche, deshalb sehen wir uns bei jeder zahnärztlichen Kontrolluntersuchung auch die Zungenoberfläche genau an.

Die Reinigung der Zunge in der zahnärztlichen Prophylaxe

Eine moderne, umfassende zahnärztliche Prophylaxesitzung durch unsere Dentalhygienikerin umfasst auch die gründliche Reinigung der Zungenoberfläche unter Zuhilfenahme spezieller Gels. Die Mundhöhle ist wie der Darm ein „Biotop“ – hier leben „gute“ und „schlechte“ Bakterien im Gleichgewicht. Ist dieses Gleichgewicht gestört, kommt es zu Entzündungen des Zahnfleisches und der Mundschleimhaut oder sogar zu einer Parodontitis (umgangssprachlich „Parodontose“).

Es gibt heutzutage spezielle Probiotika, das sind Präparate, die die natürliche Mundflora wieder aufbauen und sie so ins Gleichgewicht bringt. Wie bereits erwähnt, ist die Mundhöhle die Eintrittspforte des Verdauungstraktes. Zusammen mit den Probiotika für den Darm, die bereits seit vielen Jahren zur Verfügung stehen, ermöglichen die Probiotika für die Mundhöhle den Aufbau einer gesunden mikrobiologischen Flora für eine gesunde Verdauung.

 

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Beitrag zu → Mundgeruch (Halitosis)

 

 

Moderne Verfahren in der Kariestherapie

Karies erkennen und heilen.

In der Kariestherapie hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Alternativen zum Bohren. Wir setzen heutzutage auf Prophylaxe, Prävention, Kariesfrüherkennung und minimalinvasive d.h. besonders schonende aber auch regenerative Verfahren.

 


Prophylaxe und Prävention.

Karies und moderne Kariestherapie bei Kindern

Dank der Individualprophylaxe bei Kindern und Jugendlichen konnte die Zahngesundheit seit Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts deutlich verbessert werden. In der Praxis sehen wir heute hauptsächlich Kinder und Teenager mit einem komplett gesunden Gebiss.

Für Erwachsene bieten wir zur Gesunderhaltung der Zähne auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten abgestimmte Prophylaxesitzungen an. In diesen Sitzungen beraten wir Sie auch bezüglich der richtigen Zahnpflege zu Hause und geben Tipps zu zahngesunder Ernährung.

Mithilfe moderner Speicheltests können wir das Kariesrisiko eines jeden Patienten bestimmen. Ist das Kariesrisiko eines Patienten erhöht, können wir durch entsprechende Maßnahmen dafür Sorge tragen, dass das Gebiss auch in Zukunft gesund bleibt.

 


1. Kariesdiagnostik

Karies im Frühstadium
Karies lässt sich mit der Lasertechnologie bereits im Frühstadium erkennen.
Dabei lässt sich bereits die beginnende Karies, die mit bloßem Auge noch nicht zu erkennen ist, mithilfe einer speziellen Laserfluoreszenskamera auf einem Bildschirm darstellen.
Der Argon- und der KTP-Laser produzieren ein stark sichtbares (blaugrünes) Licht. Auch diese Laserwellenlängen eignen sich zur Kariesdiagnostik. Beim Durchleuchten der Zähne mit dem Laserlicht erkennt man die Karies als einen dunklen Fleck in der Zahnsubstanz.

Außerdem besteht auch die Möglichkeit das Ausmaß der Karies mithilfe eines speziellen Diagnostiklasers (Diagnodent Pen) auf einer Skala digital in Zahlen darzustellen.

 


2. Kariesprävention

Laser lassen sich auch zur Prävention wirksam einsetzen. Wir können zum Beispiel Fluoride auf besonders kariesgefährdete Stellen (z.B. Zahnhälse) einlasern und somit diese Stellen widerstandsfähiger gegen die Säuren der kariesverursachenden Bakterien machen.
Die Grübchen und Fissuren auf den Kauflächen der Vormahlzähne (Prämolaren) und Mahlzähne (Molaren), lassen sich mithilfe des Lasers reinigen, um sie anschließend mit einem Kunststoff zu versiegeln. Auf diese Art und Weise können sich keine Nahrungsreste in den schwer zu reinigenden Stellen mehr festsetzen. Die versiegelten Stellen sind effektiv vor Karies geschützt. Diese Methode ist schmerzfrei und erfordert keinerlei Betäubung.
Zahnoberflächen lassen sich außerdem mit neuartigen innovativen Materialien versiegeln, um diese vor Karies zu schützen.

 


3. Die Kariesbehandlung

Karies im Frühstadium
Bei Karies im Frühstadium, muss heutzutage nicht mehr gebohrt werden. Es gibt mittlerweile Methoden mit denen wir eine solche Karies wirksam und ohne zu bohren stoppen können.

Eine dieser Methoden ist die Kariesinfiltration (Handelsname „Icon“).

Eine weitere moderne Methode, um eine anfängliche Karies zu behandeln, ist die Regeneration. Hierbei wird die geschädigte Zahnsubstanz mit einem Präparat behandelt (Handelsname „Curodont Repair“). Dieses Präparat fördert das „Ausheilen der Karies” (Remineralisation).

Darüber hinaus steht uns mit dem Carisolv eine sog. chemo-mechanische Methode zur Verfügung. Carisolv ist ein Gel mit dem das kariöse Gewebe aufgeweicht wird, um es dann manuell mit kleinen Handinstrumenten zu entfernen. Diese Methode ist schmerzfrei und schonend, da nur das erkrankte kariöse Gewebe entfernt wird.

Oberflächliche Karies lässt sich außerdem mit Ozon sterilisieren – das Ozon tötet innerhalb von 10 Sekunden über 99 % der kariesverursachenden Bakterien, Viren und Pilze ab. Anschließend werden die betroffenen Bereiche mithilfe der Infiltration (Icon) behandelt oder mit Curodont Repair repariert.

 

Fortgeschrittene Karies – Behandlung mit dem Laser
Ist die Karies bereits soweit fortgeschritten, dass wir keine Infiltration bzw. regenerativen Methoden mehr anwenden können, kommt der Laser zum Einsatz. Es gibt zwei Laserwellenlängen, die dafür geeignet sind. Die Energie beider Wellenlängen wird in Wasser absorbiert.

Kariöses Gewebe hat einen relativ hohen Wasseranteil, gesunder Zahnschmelz hingegen nur einen sehr geringen Wasseranteil. Setzt man den Laser mit sehr wenig Energie ein und „bestrahlt“ das kariöse Gewebe mit dem Laserlicht, entfernt der Laser selektiv nur das erkrankte, kariöse Gewebe mit dem hohen Wasseranteil und schont das umliegende gesunde Zahngewebe.

Diese Methode ist somit sehr schonend und schmerzarm, so dass wir in der Regel auf eine Betäubungsspritze verzichten können. Die Entfernung der Karies geschieht ohne den Einsatz eines Bohrers.

 

Fortgeschrittene Karies – Behandlung mit der KCP-Methode
Eine weitere Methode Karies minimalinvasiv, das heißt schonend und schmerzfrei bzw. schmerzarm zu entfernen ist die KCP-Methode, das „Bohren“ mit einem feinen Pulverstrahl.
Der Begriff KCP steht im englischen für „Kinematic Cavity Preparation“ , synonym „Air abrasion“ und zu deutsch “Kinetische Kavitäten Präparation”.
Bei diesem Verfahren werden kleine Granulat-Partikel mithilfe von Druckluft beschleunigt. Treffen diese auf Zahnhartsubstanz, wird diese abgetragen. Bei modernen Geräten kann man die Partikelgröße und den Druck (PSI), mit dem die Partikel beschleunigt werden, in verschiedenen Stufen einstellen. Dadurch lässt sich die Geschwindigkeit, mit der man Zahnhartsubstanz, Karies oder altes Füllungsmaterial etc. abträgt, variieren. Wählt man eine feinere Partikelgröße, so trägt man langsamer Substanz ab und die Oberfläche wird glatter.
Wählt man jedoch eine größere Partikelgröße, so trägt man schneller ab und die Oberfläche wird rauer.

 


4. Unsere Behandlungsmethoden im Überblick

Der Laser in der Zahnheilkunde
Wie oben beschrieben lassen sich Laser vielseitig und für den Patienten schmerzfrei bzw. schmerzarm einsetzen. Viele Patienten fragen mich, seit wann man Laser in der Zahnheilkunde einsetzt und ob diese Methode neu ist.

Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts fing man an, Laser in der Zahnheilkunde einzusetzen. Den Beginn machte der CO2-Laser, der heute nach wie vor in der Zahnheilkunde, insbesondere der zahnärztlichen Chirurgie, zum Einsatz kommt.

In den folgenden Jahren wurden dann nach und nach immer mehr Laser unterschiedlicher Wellenlängen für verschiedene Behandlungsbereiche in der Zahnmedizin entwickelt.

 

Bereits seit 1996 arbeiten wir in unserer Praxis mit sämtlichen Laserwellenlängen, die für die Zahnmedizin zugelassen sind.

 

Die KCP-Methode in der täglichen Praxis
Wozu lässt sich die KCP-Technologie in der zahnärztlichen Praxis heutzutage einsetzten?

  • Zum Entfernen von Karies
  • Zum Entfernen von alten Füllungsmaterialien (Kunststoffe, Zemente)
  • Für die Fissurenversiegelung bei Kindern und Erwachsenen
  • Zum Anrauen von Zahnoberflächen, damit die Füllungsmaterialien besser kleben.
  • Zum Anrauen der Oberflächen, damit Keramik-Inlays (Einlagefüllungen aus Keramik) oder auch Keramikveneers (Verblendschalen) besser kleben (Adhäsivtechnik).
  • Bei Reparaturen z.B. zum Anrauen von abgeplatzten Keramikverblendungen an Kronen, um diese mit Kunststoff wieder zu reparieren.

 

Wir setzten in unserer Praxis bereits seit 1996 erfolgreich die KCP-Technologie ein. Alle unsere Patienten empfinden diese Technologie als besonders angenehm. Sie erhöht nicht nur den Komfort der Behandlung aus Patientensicht, sondern bietet aus Behandlersicht hervorragende Ergebnisse der zahnärztlichen Therapie.

Speziell für Angstpatienten empfehlen wir diese Behandlungsmethoden, da sie dabei helfen, die “Angst vor dem Zahnarzt” zu nehmen.

Zahnfleischentzündung in der Schwangerschaft

Gesundes Zahnfleisch und gesunde Zähne während der Schwangerschaft.

Zahnfleischbluten während der SchwangerschaftWährend der Schwangerschaft kommt es im Körper einer Schwangeren zu umgreifenden hormonellen Veränderungen. Durch diese hormonelle Umstellung, wird die Mundschleimhaut auch anfälliger für Infektionen.

Immer wieder sehe ich in meiner Praxis, dass es bei Patientinnen während der Schwangerschaft zu einem starken Anschwellen des Zahnfleisches kommt. Das Zahnfleisch ist dann hochrot gefärbt (gesundes Zahnfleisch ist blassrosa) und blutet bereits auf leichte Berührung – in der Fachsprache wird dies als Schwangerschaftsgingivitis bezeichnet.

Ein sicheres Zeichen für eine Zahnfleischentzündung ist Zahnfleischbluten (z.B. beim Zähneputzen oder bei einem kräftigen Biss in einen Apfel).

Häufig höre ich von Patientinnen, dass sie aufgrund der Zahnfleischblutung und weil das Zahnfleisch beim Zähneputzen schmerzt, die Mundhygiene einschränken. Dies ist falsch, denn Sie müssen sich vor Augen halten, dass die Zahnfleischschwellung, das Zahnfleischbluten und das Brennen des Zahnfleisches langsam nachlassen und verschwinden, wenn Sie die Mundhygiene optimieren. Wenn Sie regelmäßig gründlich die weichen Beläge (Plaque) von den Zahnoberflächen entfernen, dann bleiben Ihre Zähne und das Zahnfleisch gesund.

In den weichen Belägen auf der Zahnoberfläche befinden sich Dutzende von Bakterien, welche Säuren produzieren und diese Säuren wiederum sind für die Entstehung von Karies und Zahnfleischentzündungen verantwortlich.

Bei der täglichen Mundhygiene sollten Sie auch darauf achten, dass Sie mit einer geeigneten Zahnseide bzw. einem Zwischenraumbürstchen alle Zahnzwischenräume reinigen (→ Tipps zur Anwendung von Zahnseide). Zusätzlich sollte die Oberfläche der Zunge einmal täglich mit einem Zungenreiniger gereinigt werden. Wird die Mundhygiene vernachlässigt, dann greift die Entzündung des Zahnfleisches auch auf tiefere Schichten des Zahnhalteapparates über und es entsteht eine sogenannte Parodontitis. Charakteristisch für eine Parodontitis ist es, dass langfristig Kieferknochen abgebaut wird und sich die Zähne später lockern.

Auf was Sie während einer Schwangerschaft achten sollten:

  • Auf die regelmäßige (täglich) und gründliche Mundhygiene
  • Durch die “professionelle Zahnreinigung”, die Sie bei uns erhalten, minimieren Sie das Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken (mehr Informationen zur “Professionellen Zahnreinigung” finden Sie unter dem Stichpunkt “Prophylaxe“)
  • Achten Sie auch auf eine ausgewogene Ernährung

„Ernährung in der Schwangerschaft“

Die immer noch kursierende Meinung: „Jedes Kind kostet der Mutter einen Zahn“ ist heute nicht mehr haltbar. Die Entwicklung der Zähne Ihres Kindes beginnt in der fünften Woche der Schwangerschaft. Die dafür benötigten Mineralien und Nährstoffe bekommt das Kind über den Blutkreislauf der Mutter. Früher dachte man, dass es während der Schwangerschaft zum Herauslösen von Mineralien, insbesondere Kalzium, aus den Zähnen der Mutter kommt. Das stimmt jedoch nicht.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie während der Schwangerschaft genügend Nährstoffe, Vitamine und Mineralien zu sich nehmen, um die richtige Entwicklung Ihres Kindes zu gewährleisten.

Durch eine ausgewogene Ernährung führen Sie Ihrem Körper folgende wichtigen Nährstoffe, Mineralien und Vitamine zu:

  • Eiweiße (denn auch Proteine sind für den Aufbau der Zähne Ihres Kindes wichtig)
  • Fette, allerdings in geringen Mengen (Fette sind für die Löslichkeit der Vitamine A und D verantwortlich und ermöglichen, dass diese Vitamine vom Körper aufgenommen werden)
  • Vitamin A (wichtig für den Aufbau der Zähne des Kindes)
  • Vitamin D (u.a. wichtig für den Stoffwechsel von Kalzium und Phosphor – bei Vitamin D Mangel kommt es zu Störungen beim Aufbau von Knochen und Zähnen des Kindes)
  • Vitamin C (u.a. wichtig für den Aufbau der Zähne des Kindes)
  • Kalzium (wichtig für den Aufbau der Zähne und Knochen des Kindes)
  • Phosphor (wichtig für den Aufbau der Zähne und Knochen des Kindes)
  • Fluor (wichtig für den Aufbau der Zähne des Kindes, Fluor lagert sich im Zahnschmelz an und macht diesen widerstandsfähiger gegen Karies)
  • Eisen (da der Bedarf an Eisen während der Schwangerschaft anwächst)
  • Jod (in Form von jodiertem Speisesalz; Jod ist für den gesamten Stoffwechsel wichtig)

Strenge Diäten sind während der Schwangerschaft nicht zu empfehlen, da Gefahr bestünde, dass Sie ihrem Körper zu wenig Nährstoffe, Mineralien und Vitamine zuführen.

Vegetarierinnen sollten während der Schwangerschaft unbedingt darauf achten, dass sie ihrem Körper genügend Eiweiße zuführen, denn ein Eiweißmangel kann auch die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen.

 

Wichtige Informationen zu Schüssler Salze

Geschichte und Wirkweise der Schüssler Salze.

Die Schüssler Salze sind momentan sehr beliebt und kommen auch in unserer naturheilkundlich orientierten Zahnarztpraxis regelmäßig zum Einsatz.


Schüssler Salze / Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler

Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler, geb. 1821 in Oldenburg, war ein homöopathisch tätiger Arzt. Er entdeckte und entwickelte die Schüßler-Salze. Ursprünglich waren es 12 Mineralsalze, es kamen weitere dazu. Er bezeichnete diese neue Behandlungsmethode als Biochemie (griechisch: bios = Leben und Chemie= Wissenschaft der Elemente). Später entdeckte man 12 weitere Salze.


Bei den Schüßler-Salzen, so wie sie heute erhältlich sind, handelt es sich um potenzierte (d.h. homöopathisch aufbereitete) Mineralsalze in Form kleiner Tabletten. Mineralsalze sind für die Zellfunktion sehr wichtig. Dr. W. H. Schüßler bereitete diese Mineralstoffe so auf, dass die Zellen unseres Körpers sie verwerten können und somit lebenswichtige Funktionen unseres Organismus erhalten und unterstützen.

Die Therapie mit Schüßler-Salzen ist eine sanfte und nebenwirkungsfreie Therapieform, die die Selbstheilungskräfte unseres Körpers aktiviert. Die Schüßler-Salze sind in Tablettenform aber auch als Salben (dies wissen viele nicht) erhältlich.

Bei den Tabletten handelt es sich um homöopathisch aufbereitete Milchzuckerverreibungen (Inhaltsstoffe sind unter anderem Lactose und Weizenstärke), die die entsprechenden Mineralsalze enthalten. Patienten mit Lactoseintoleranz und Glutenunverträglichkeit sollten dies beachten.

Die richtige Einnahme von Schüßler Salzen

Die Tabletten sollten unter die Zunge gegeben werden, wo sie sich langsam auflösen. Die Inhaltsstoffe werden über die Schleimhaut des Mundbodens aufgenommen und gelangen sofort in die Blutbahn. Würde man die Schüßler Salze runterschlucken, hätten sie keinerlei Wirkung, da sie durch die Magensäure im Magen zersetzt würden. Außerdem sollte man eine halbe Stunde vor und eine halbe Stunde nach der Einnahme der Schüssler Salze nichts essen und nichts trinken.

Erwachsene sollten bei akuten Beschwerden in kürzeren Abständen (alle 5 Minuten) je eine Tablette einnehmen, bis eine Besserung eintritt. Danach sollten 3 bis 6 Mal täglich 1 – 2 Tabletten eingenommen werden. Bei chronischen Beschwerden ist Erwachsenen zu empfehlen, 3 bis 6 Mal täglich 1 – 2 Tabletten einzunehmen.

Kinder unter 12 Jahren sollten bei akuten Beschwerden stündlich eine Tablette einnehmen. Bei chronischen Beschwerden, ist bei Kindern eine Dosis von 1 – 2 Tabletten 3 bis 4 Mal täglich zu empfehlen.

„Entgiftungs-“ oder Ausleitungstherapie von Schadstoffen und Schwermetallen

Schüßler Salze eignen sich auch zur „Entgiftungs-“ oder Ausleitungstherapie von Schadstoffen und Schwermetallen. Dazu nimmt man beispielsweise das Schüßler Salz Nr. 18, Calcium sulfuratum (Hahnemann) ein.


Hier die 12 Basissalze nach Dr. W. H. Schüßler:

Nr. 1 — Calcium Fluoratum
Nr. 2 — Calcium Phosphoricum
Nr. 3 — Ferrum Phosphoricum
Nr. 4 — Kalium Chloratum
Nr. 5 — Kalium Phosphoricum
Nr. 6 — Kalium Sulfuricum
Nr. 7 — Magnesium Phosphoricum
Nr. 8 — Natrium Chloratum
Nr. 9 — Natrium Phosphoricum
Nr. 10 — Natrium Sulfuricum
Nr. 11 — Silicea
Nr. 12 — Calcium Sulfuricum


Schüßler-Salze in der Zahnheilkunde

Schüssler Salz Calcium FluoratumFür uns in der Zahnheilkunde sind folgende Schüßler Salze von großer Bedeutung:

Schüßler Salz Nr. 1 — Calcium Fluoratum
Dieses Salz kommt vor allem im Zahnschmelz und in den Knochen vor. Es ist auch besonders wichtig für die richtige Funktion unseres Bindegewebes.

Schüßler Salz Nr. 2 — Calcium Phosphoricum
Dieses Salz ist ein wichtiger Bestandteil unserer Knochen. Es ist besonders bei Kindern in der Wachstumsphase für gesunde Zähne und Knochen wichtig.

Schüßler Salz Nr. 6 — Kalium Sulfuricum
Dieses Salz kommt in der Haut und den Schleimhäuten vor. Es hat sich bei der Behandlung von Schleimhautentzündungen bewährt.

Kurzum können Schüßler Salze begleitend beziehungsweise ergänzend eingesetzt werden, unter anderem bei Zahnungsbeschwerden und zur Kariesvorsorge bei Kindern, während der Behandlung einer Parodontitis (umgangssprachlich Parodontose) und bei anfänglichen Beschwerden des Zahnnervs (Pulpitis) etc.

Anwendung von Schüßler-Salzen in Form von Salben

Die biochemischen Salben sollen nicht nur die Funktion der Haut unterstützen, sondern unterstützen auch die Wirkung der Schüßler Salze in Tablettenform. Die Salben werden 1 – 2 Mal täglich auf die Haut aufgetragen.

Angst vorm Zahnarzt?

Wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Zahnarztangst besiegen können.

Kind mit Angst vorm Zahnarzt
Studien belegen, dass 3 von 4 Patienten vor einem Zahnarzttermin Angst haben. Rund 40% der Befragten gaben sogar an, dass Sie einen notwendigen Zahnarztbesuch solange hinauszögern, bis die Zahnbeschwerden eine Konsultation eines Zahnarztes unumgänglich machen. Bei jedem 10. Patienten kann die Angst vor einer Zahnbehandlung so zunehmen, dass er trotz starker Schmerzen nicht zum Zahnarzt geht. Bei diesen Angstpatienten kann man von einer regelrechten Zahnarztphobie ausgehen – allein der Gedanke an den Zahnarzt löst starkes Unbehagen, Herzrasen und Schweißausbrüche aus.

Wie ist das zu erklären? Ein Grund ist sicher die Angst vor Schmerzen. Oder, dass der Patient zwar jeden Handgriff während der Behandlung wahrnimmt, diesen aber nicht richtig nachvollziehen kann. Negative Zahnarzt-Erlebnisse in der Kindheit spielen ebenfalls eine Rolle.

 

Die Angst vor einer Zahnbehandlung muss nicht sein!

In unserer modern ausgestatteten Praxis arbeiten wir mit speziellen Dentallasern und anderen innovativen Geräten sowie Verfahren und Materialien, die eine schonende und schmerzarme Behandlung nach den neuesten zahnmedizinischen Standards erlauben. In der Regel kann dabei sogar auf eine Spritze verzichtet werden. Die sonst üblichen Bohrer kommen bei uns in der Regel nicht zum Einsatz. Das hilft vielen Patienten, die Angst vorm Zahnarzt erfolgreich zu verringern.

(Mehr Informationen zu unseren schonenden und schmerzarmen Behandlungsmethoden finden Sie unter dem Link “Angstpatienten” oder unter dem Beitrag “Moderne Verfahren in der Kariestherapie”).

 

Um Ihnen die Angst vor einer Zahnbehandlung zu nehmen, haben wir für Sie einige Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen können, Ihre Zahnarzt-Furcht zu überwinden:

 

  • Wenn Sie einen ersten Termin bei uns in der Praxis vereinbaren, wird zunächst eine Beratung stattfinden, so dass man für die Behandlungsplanung auf Ihre Ängste und Wünsche eingehen kann.
  • Beruhigende Maßnahmen, wie Hypnose, Akupunktur oder die Verwendung von homöopathischen Mittel oder anderen naturheilkundlichen Präparaten stehen zur Verfügung und haben sich bei uns in der Praxis bei Angstpatienten bewährt.
  • Durch unsere gut funktionierende Terminplanung ersparen wir Ihnen unnötige Wartezeiten.

 

Hier einige Tipps und Hinweise, um Ihre Angst bei der Behandlung selbst zu überwinden:

 

  • Üben Sie Entspannungsmethoden – wir können Ihnen Entspannungstechniken zeigen, die Sie gezielt vor oder während der Behandlung anwenden können.
  • Unsere Praxisräume sind nach Aspekten der Farblehre gestaltet, d.h. die Räume wirken beruhigend und angenehm auf Sie.
  • Nehmen Sie nach Absprache mit uns beruhigend wirkende homöopathische oder andere naturheilkundliche Mittel ein.
  • Nehmen Sie entweder Kopfhörer mit Ihrer Lieblingsmusik zu einer Behandlung mit, oder aber wir stellen Ihnen spezielle Kopfhörer zur Verfügung, die unangenehme Hintergrundgeräusche unterdrücken.
  • Unsere Mitarbeiterinnen nehmen, so wie ich, regelmäßig an Fortbildungen teil und sind auf die Behandlung von Angstpatienten geschult.
  • Vereinbaren Sie mit uns ein Handzeichen, so können Sie selbst die Behandlung unterbrechen und behalten jederzeit die Kontrolle.
  • Wir erklären Ihnen während der Behandlung alle Behandlungsschritte einzeln.
  • Wir legen großen Wert auf persönliche und individuelle Betreuung unserer Patienten und nehmen uns für jede Behandlung und Beratung ausreichend Zeit.

 

Und zum Schluss noch zwei wichtige Hinweise:

 

  • Eine regelmäßige zahnmedizinische Prophylaxe hilft Ihnen dabei, aufwendige Behandlungen zu minimieren.
  • Sollten Sie kleine Kinder haben, dann bringen Sie sie rechtzeitig zum Zahnarzt, bevor größere Probleme auftreten, so wird aus dem ersten Zahnarztbesuch für das Kind ein positives Erlebnis. Auf diese Art und Weise wird Ihr Kind auch in Zukunft unbeschwert zum Zahnarzt gehen können.
    Des Weiteren bieten wir für Kinder jeglicher Altersgruppen ein speziell abgestimmtes Prophylaxeprogramm an.

Wir freuen uns auf Sie!

Im Internet finden Sie u.a. auch ein informatives Patienten-Forum zum diesem Thema unter folgendem Link: Forum Zahnarztangst

Vitamine und Zahnfleisch

Eine ausreichende Zufuhr an Vitamine und Mikronährstoffen
ist wichtig für die Gesunderhaltung des Zahnfleisches

Vitamine und Mikronährstoffe sind wichtig für das Zahnfleisch
Verschiedene Studien haben ergeben, dass eine ausreichende Versorgung des Körpers mit natürlichen Antioxidantien (Vitamin A, Vitamin C und Vitamin E), Omega-3 PUFAs, Vitamin D und Calcium einen positiven Einfluss in der Prävention und Behandlung von Parodontitis haben.

Weitere Informationen zum Thema Mundgesundheit unter:
Parodontitis

Quelle: Plaque N Care Nr. 10, 2016

Mundgesundheit

Speichelflüssigkeit – ein natürliches Abwehrsystem für die Mundgesundheitsvorsorge.

Speichel reguliert die orale Mundflora und trägt somit maßgeblich zur Mundgesundheit, zum Schutz der Zähne und der Mundschleimhaut bei. Die Vorverdauung wird durch den Speichel erleichtert. (Die Mundhöhle ist die Eingangspforte zum Verdauungstrakt.)

Speichelsekret besteht aus Mucinen (Schleimstoff), Mineralstoffen etc., enthält Enzyme und Proteine, die den Stoffwechsel in der Mundhöhle aktivieren und sowohl Zähne als auch die Schleimhaut schützen.

Karies und Parodontitis weisen auf ein Ungleichgewicht der oralen Mikroflora hin. Die Ursachen für das Ungleichgewicht können vielfältig sein. Zum einen können Faktoren, wie Stress, Depressionen oder hormonelle Schwankungen eine Rolle spielen. Zum anderen können es Faktoren wie Rauchen, Medikamentenkonsum und Diäten sein, die die orale Immunabwehr beeinträchtigen.

Durch eine Reaktivierung des mikrobiellen Gleichgewichts in der Mundhöhle, kann eine Stärkung der natürlichen Schutz-und Abwehrkräfte des Speichels herbeigeführt werden.

Durch moderne Speicheltests kann man das individuelle Karies- bzw. Parodontitisrisiko des Patienten in der Praxis bestimmen.

Weitere Informationen zum Thema Mundgesundheit unter: ⟶ Parodontitis

Quelle: Plaque N Care Nr. 10, 2016

Zahnerhalt und Herzkrankheiten

Zahnerhalt kann das Sterberisiko von Herzpatienten deutlich beeinflussen.

Schwedische Forscher kamen in einer rund 3,7 jährigen Studie in 39 Ländern zu dem Ergebnis, dass sich die Sterblichkeit von Patienten mit Herzerkrankungen ohne Zähnen gegenüber von Patienten, die noch im Besitz ihrer Zähne sind, wie folgt erhöht:

27 % erhöhtes Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse
85 % erhöhtes Risiko eine kardiovaskulären Tods
67 % erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall
81 % erhöhtes Risiko für Tod aufgrund anderer Ursachen.

Quelle: Parodontologie Nachrichten Februar 2016

Zahnfleischerkrankungen und Asthma

Eine Studie der British Dental Health Foundation hat einen Zusammenhang zwischen Asthma und Zahnfleischerkrankungen feststellen können.

Zum einen steigt bei Patienten mit Zahnfleischerkrankungen das Risiko an Asthma zu erkranken um das 5fache.

Zum andern kommt es bei Patienten, die bereits unter Asthma leiden vermehrt zu Zahnfleischerkrankungen. Gründe dafür sind zum einen die Medikamente, die Asthmapatienten nehmen, zum anderen aber auch das vermehrte Atmen durch den Mund, was zu Austrocknung des Mundes und vermindertem Speichelfluss führt und somit wiederum die Verbreitung von Bakterien begünstigt.

Quelle: Parodontologie Nachrichten Februar 2016

Die richtige Anwendung von Zahnseide

Die Zahnzwischenräume sollte man einmal täglich mit einer gewachsten und fluoridierten Zahnseide gründlich säubern! Größere Zahnzwischenräume lassen sich auch mit Zahnreinigungsband reinigen. Falls Sie mit dem Gebrauch der normalen Zahnseide Probleme haben sollten, empfiehlt es sich eine Zahnseide mit speziellem Halter zu benützen.

Zahnseide anwenden - Schritt 1Zahnseide-02

Nehmen Sie ca. 50 – 60 cm Zahnseide und wickeln Sie die gesamte Zahnseide um Ihren linken Mittelfinger (dies gilt für Rechtshänder – bei Linkshändern umgekehrt). Das übrige Ende der Zahnseide wickeln Sie bitte um Ihren rechten Mittelfinger.

 

 

Zahnseide-03Zahnseide-04Um die Zahnzwischenräume der Oberkieferzähne zu säubern, spannen Sie bitte die Zahnseide zwischen den Daumen beider Hände (Bild 3). Führen Sie nun vorsichtig die Zahnseide über den Kontaktpunkt der Zähne in den Zahnzwischenraum (Bild 4). Geschieht dieses mit zuviel Kraft, so kann es zu einer Verletzung des Zahnfleisches kommen.

 

Zahnseide-05Zahnseide-06Unter leichten scheuernden Bewegungen (durch das Vor- bzw. Zurückbewegen der Zahnseide), reinigen Sie bitte jetzt erst die eine und dann die andere Interdentalfläche. (Bild 5).
Ist dies geschehen, führen Sie die Zahnseide wieder vorsichtig über den Kontaktpunkt aus dem Zahnzwischenraum (Bild 6).

Bei entzündetem Zahnfleisch, kann es zu einer Blutung kommen. Lassen Sie sich dadurch nicht von der Anwendung der Zahnseide abbringen! Durch das sorgfältige Entfernen der weichen Zahnbeläge und der darin befindlichen Bakterien heilt die Entzündung ab!

Wickeln Sie nun saubere Zahnseide vom linken Mittelfinger ab und wickeln sie die benützte Zahnseide auf den rechten Mittelfinger (dies gilt für den Rechtshänder).

So verfahren Sie bei jedem Zahnzwischenraum im Oberkiefer.

Zahnseide-07Zahnseide-08Für die Reinigung der Zahnzwischenräume im Unterkiefer, spannen Sie die Zahnseide zwischen den Zeigefingern beider Hände.

 

Die weitere Vorgehensweise ist wie bereits oben beschrieben!

 

Zahnseide-09 Zahnseide-10

Während der Anwendung der Zahnseide sollten Sie sich im Spiegel beobachten! Es empfiehlt sich, einmal täglich (abends vor dem Schlafengehen) alle Zahnzwischenräume mit der Zahnseide sorgfältig zu reinigen.

Weitere Informationen unter dem Behandlungsschwerpunkt “Prophylaxe

 

 

Illustrationen: © Gerard Kölling
(Die Illustrationen lassen sich durch anklicken vergrößern)

Lakritze statt Gummibärchen?

jelly-fruit, Lakritze

Lakritze hemmt Karies

Lakritze statt Gummibärchen, denn Lakritze hemmt Karies und die Bildung von Zahnbelag.

Wissenschaftler der Universität Edinburgh haben in Laborstudien nachgewiesen, dass der in der Süßholzwurzel enthaltene Stoff Tans-Chalkone die Wirkung des Schlüsselenzyms, welches für die das Wachstum der Karies verursachenden Bakterien (Streptococcus mutans) verantwortlich ist, blockiert.

Quelle: ZWP online

Neue regenerative Methode: kariösen Zahnschmelz wieder aufbauen

Eine  Vielzahl von Lacken und andern Produkten konnte bislang lediglich dazu verwendet werden, oberflächliche Karies zu stoppen.

Mit einem neuen Produkt kann kariöser Zahnschmelz nun in vielen Fällen wieder aufgebaut werden.

Zahnschmelz regenerativ wieder aufbauen

Jetzt konnte eine Methode entwickelt werden, bei der an durch Karies oberflächlich angegriffenem Zahnschmelz neuer mineralisierter Schmelz entsteht.

Durch das Produkt “Curodont Repair” bildet sich ein Proteingerüst an dem neue Hydroxidlapatitkristalle entstehen und wachsen. Hydroxidlapatit ist ein Bestandteil des Zahnschmelzes.

Studie weist Wirksamkeit nach

Die Wirksamkeit der regenerativen Methode konnte durch eine Studie der Universität Berlin im März 2015 nachgewiesen werden.

Mehr zur Behandlung mit Curodont Repair in unserer Praxis finden Sie unter
Weitere innovative Verfahren

Diese regenerative Methode ist schmerzfrei und besonders schonend.
Lassen Sie sich von uns beraten.

Quelle: DZW 40/2015

Zucker in Säuglingsnahrung

Die Verbraucherorganisation Foodwatch und die Zahnärztekammer weisen darauf hin, dass sich in Babynahrung oftmals zu viel Zucker befindet. Die verwendeten Zutaten stehen vielfach im Widerspruch zu ernährungswissenschaftlichen und ärztlichen Empfehlungen für Lebensmittel für Säuglinge.

Zum einen werden durch die zuckerhaltigen Produkte von Babynahrungsherstellern die frühkindliche Karies gefördert, zum anderen erlernen die Kinder in frühester Kindheit unausgewogene Essensgewohnheiten, die sich dann leider über das Kinder- und Jugendalter hinweg fortsetzen.

Gefordert wird kein Zuckerverzicht, jedoch die Reduktion der Zuckermengen und die Häufigkeit, in der Säuglinge zuckerhaltige Nahrung zu sich nehmen. Dabei sind auch zuckerhaltige Kindertees zu berücksichtigen.

Quelle: DZW 40/14

Mundgeruch – mögliche Ursachen und Maßnahmen zur Bekämpfung

Mundgeruch ist sowohl für den Betroffenen als auch für die Mitmenschen im direkten Umfeld unangenehm. Von Mundgeruch sind rund 25% Bevölkerung betroffen.

Dabei kann Mundgeruch verschiedene Ursachen haben:
Die häufigste Ursache liegt in einer Störung im Mund-, Nasen- oder Rachenraum. Weniger häufig sind Magenprobleme die Ursache. Ein Teil der Patienten leidet unter der sog. Halitosis, bei der der unangenehme Geruch nicht nur bei der Atmung durch den Mund, sondern auch bei der Atmung durch die Nase auftritt.

Auslöser können vielfältig sein, von chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen oder vermindertem Speichelfluss bis zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Auch Entzündungen des Zahnfleisches oder kariöse Zähne und mangelnde Mundhygiene können die Ursache sein.

Es siedeln sich Bakterien im Rachenbereich und in Zahnfleischtaschen, in den Zahnzwischenräumen, auf dem hinteren Teil der Zunge und in den Ritzen brüchiger Füllungen, sowie auf dem Zahnfleisch an.

Ist die Mundflora gestört, vermehren sich die Bakterien durch Reste eiweißreicher Nahrung (Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier). Diese Bakterien produzieren Schwefelverbindungen, die für den fauligen Geruch verantwortlich sind.

Ziel ist es daher, für eine gesunde Mundflora zu sorgen. Ungesunde eiweißreiche und säurebildende Ernährung, Medikamente und der übermäßige Konsum von Alkohol, Tabak und Koffein schädigen die Mundflora und wirken negativ auf das Bakteriengleichgewicht im gesamten Verdauungssystem.

Welche Maßnahmen gegen Mundgeruch können ergriffen werden?

  • Lassen Sie beim Zahnarzt Ihre Zähne kontrollieren und gegebenenfalls sanieren, sowie regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen.
  • Überprüfen Sie auch Ihre Mundhygiene zu Hause:
  • Verwenden Sie neben der Zahnbürste auch Zahnseide und/oder Zwischenraumbürsten. Um Beläge von der Zunge zu entfernen, gibt es spezielle Zungenreiniger. Gegebenenfalls kann auf die Zunge vor der Anwendung des Zungenreinigers noch ein spezielles Reinigungsgel aufgetragen werden.
  • Stark desinfizierende Mundspülungen töten sowohl die unerwünschten Bakterien, als auch die erwünschten aeroben Bakterien, die Bestandteil einer gesunden Mundflora sind, ab, so dass diese auf Dauer leider keine Lösung bieten. Verwenden Sie stattdessen spezielle von verschiedenen Herstellern entwickelte Mundspüllösungen für Patienten mit Mundgeruch. (Im Handel auch als „Halitosis Mundspüllösungen“ erhältlich.) Alternativ können auch naturheilkundliche Mundspüllösungen verwendet werden.
  • Zusätzlich sollten auch die Ernährungsgewohnheiten untersucht werden, da beispielsweise auch eine Unverträglichkeit von Milchprodukten zu einem schlechten Atem führen kann.
  • Auch Stress kann sich auf den Verdauungstrakt auswirken und somit Mundgeruch begünstigen.
  • Des Weiteren kann untersucht werden, ob ein Vitaminmangel die Ursache sein könnte.
  • Wenn Sie nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, kann auch das wenige Trinken für schlechten Atem sorgen.