Archiv des Autors: Susanne Jojade

Moderne, schonende und schmerzarme Parodontitisbehandlung (=Behandlung von Zahnfleischerkrankungen) mit der Vector Therapie

Moderne, schonende und schmerzarme Parodontitisbehandlung (=Behandlung von Zahnfleischerkrankungen) mit der Vector Therapie

Bei der Parodontitis handelt es sich um eine bakterielle Infektion, diese Bakterien gilt es zu bekämpfen.

Die Therapie beginnt mit einer Einweisung in die häusliche Mundhygiene sowie der Hygienephase mit professioneller Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis. Der Patient wird von der Dentalhygienikerin informiert, mit welchen Hilfsmitteln er eine effektive Mundhygiene zu Hause betreiben kann.

Als nächster Schritt müssen Zahnfleischtaschen und Wurzeloberflächen gründlich von Ablagerungen und Bakterien befreit werden. Mithilfe der modernen Vector Therapie, einer Ultraschalltechnologie mit besonders feinen Instrumenten, werden sie sorgfältig gereinigt, ohne empfindliche Zahnsubstanz und Weichgewebe zu beschädigen. So schafft der Zahnarzt die bestmöglichen Voraussetzungen für den Rückgang der Entzündung und eine Regeneration des den Zahn umgebenden Gewebes.

Diese Behandlung ist dank der Vector Therapie äußerst schmerzarm und schonend.

Da es sich bei der Parodontitis um eine chronische Erkrankung handelt, ist es, um den Erfolg der Parodontitistherapie zu gewährleisten, unbedingt erforderlich, die regelmäßige Reinigung von Wurzeloberflächen und Zahnfleischtaschen in der Praxis durchführen zu lassen, da sonst die Erkrankung fortschreitet und letztendlich zum Verlust der Zähne führt.

Regelmäßige Behandlungs- und Nachsorgetermine in der zahnärztlichen Praxis sind daher unbedingt wahrzunehmen.

Vorteile dieser Behandlungsmethode für den Patienten:

Mithilfe der Vector Therapie werden Bakterien und Beläge unter Schonung der Zahnsubstanz und der Wurzeloberfläche wirksam entfernt. Diese Behandlungsmethode ist äußerst schmerzarm und effektiv.

3D-Druck in der Zahntechnik

3D-Druck in der Zahntechnik

Wie funktioniert der 3D-Druck?

SLA 3D-Drucker von ASIGA

Der 3D-Druck ist ein additives Fertigungsverfahren durch welches aus digitalen Objektdaten, vollautomatisch dreidimensionale Gegenstände erzeugt werden können. Dabei trägt der Drucker das gewählte Material schichtenweise auf, wodurch das gewünschte Objekt entsteht.

Um das Material aufzutragen gibt es verschiedene Verfahren. Das wohl bekannteste ist die Schmelzschichtung bzw. FDM (Fused Deposition Modeling). Dabei wird ein thermoplastischer Werkstoff zunächst durch Erhitzen geschmolzen und dann durch eine Düse aufgetragen. Nach dem Auftragen kühlt das Material ab und härtet wieder aus, woraufhin die nächste Schicht aufgetragen werden kann.

In der Zahnmedizin findet vorrangig das Stereolithografie-Verfahren Anwendung. Hierbei wird ein bei Raumtemperatur flüssiges, lichtaushärtendes Kunstharz, das sogenannte Resin, durch einen ultravioletten Laser schichtweise gehärtet und so zu einem hochpräzisen Objekt verbunden. Nachdem dieses dann aus dem Drucker entnommen wurde, wird es in einer Kammer mit ultraviolettem Licht final ausgehärtet. Die durch dieses Verfahren erzeugten Produkte sind äußerst stabil und passgenau. Der verwendete, für medizinische Anwendungen zugelassene Kunststoff ist ungiftig und kann im Mund getragen werden.


 

3dDruckCollage


Der 3D-Druck revolutioniert die Zahntechnik

Durch dieses Herstellungsverfahren können komplexe und präzise Objekte in kurzer Zeit erzeugt werden. Die gedruckten Objekte basieren auf Daten digitaler 3D-Modelle, welche mit CAD (Computer Aided Design) Anwendungen oder durch das Abbilden existierender Objekte mit Hilfe eines Scanners erstellt werden.

Computermodell eines 3D-gescannten Gebisses

Zum detailgenauen Erfassen des Gebisses eines Patienten wird ein Intraoralscanner verwendet, welcher das Gebiss in kürzester Zeit scannt und ein 3D-Objekt erstellt. Dieser Scanner basiert auf dem Prinzip der Photogrammmetrie, wobei Fotos der Oberfläche zur Erstellung des 3D Modells verwendet werden. Um eine präzise Berechnung des Models zu ermöglichen, werden Bilder aus verschiedenen Perspektiven benötigt, weshalb das Bedienen des Scanners Übung und eine ruhige Hand verlangt. Das hierdurch gewonnene, hochpräzise 3D-Modell des Gebisses wird dann im Computer mit CAD/CAM (Computer Aided Manufacturing) Programmen weiterverarbeitet, um die Daten für den 3D Druck aufzubereiten.

Es gibt viele verschiedene Anwendungsfälle für den 3D-Druck in der Zahntechnik, darunter die Herstellung von Zahnbrücken, Zahnkronen und Zahnersatz, aber auch von Zahn- und Kiefermodellen, welche zu Übungszwecken und zur Planung eines komplexen Eingriffes genutzt werden können.

Bei der Herstellung von Zahnersatz kann dank dem 3D-Druck viel Zeit gespart werden, da aufwändige Schritte, wie etwa der Versand der Abformung des Gebisses an ein zahntechnisches Labor und die Herstellung eines Gipsmodelles auf Basis dieser Abformung komplett wegfällt. Stattdessen wird das Gebiss gescannt und die dabei erfassten Daten dann von einem Spezialisten am Computer weiterverarbeitet, woraufhin der Zahnersatz zeitnah gedruckt werden kann.

 

Geschichte des 3D-Drucks

Der 3D Druck wurde 1980 durch den Japaner Dr. Hideo Kodama erfunden. 1984 entwickelte der US-Physiker Chuck Hull die Stereolithographie und meldete diese zum Patent an, welches dann 1986 erteilt wurde. Daraufhin folgten viele verschiedene 3D Druck Technologien die alle unter den Patentbestimmungen und durch die hohen Preise der neuen High Tech nur für große Industrieunternehmen in Frage kamen. Als die ersten dieser Patente dann 20 Jahre später ausliefen fand der 3D Druck Zugang zu neuen Gebieten und ist heute bereits fester Bestandteil der modernen Zahnmedizin.

 

Beläge und Verfärbungen auf der Zunge, Mundgeruch, Schleimhautbrennen, Zungenbrennen, metallischer Geschmack im Mund

 

Beläge und Verfärbungen auf der Zunge, Mundgeruch, Schleimhautbrennen, Zungenbrennen, metallischer Geschmack im Mund

Beläge auf der Zunge

Die Zungenoberfläche ist im Normalfall feucht und rosa und ähnelt der Oberfläche einer Erdbeere, die Mittelkerbe ist nur leicht angedeutet, die Zungenoberfläche ist frei von Belägen.

Beläge auf der Zungenoberfläche können die Ursache von Mundgeruch sein.tongue illustration

Beläge auf der Zunge lassen sich mit kaltem Plasma völlig nebenwirkungsfrei und gleichzeitig schmerzfrei therapieren.

Wir unterscheiden verschiedene Arten von Belägen mit unterschiedlichen Ursachen:

Dunkle oder gar schwarze Beläge sind häufig die  Folge von:

  • schlechter Mundhygiene
  • Nikotinmißbrauch
  • übermäßiger Konsum hochprozentigen Alkohols
  • Xerostomie (Mundtrockenheit)
  • einer Bestrahlungstherapie (Radiotherapie) von Kopf- und Halsbereich
  • regelmäßiger Gebrauch von wasserstoffperoxidhaltigen Mundspüllösungen
  • Vitaminmangel
  • Drogenmißbrauch
  • bei Patienten die HIV-positiv sind

Weiße Beläge auf der Zunge, die sich abwischen lassen, deuten auf eine Pilzerkrankung hin (Candida Infektion). Ein Abstrich von der Zunge kann hier Aufschluss geben, ob es sich tatsächlich um eine Pilzinfektion handelt.

Eine Pilzinfektion kann die Folge einer Antibiotikatherapie sein. Auch hier gibt es Möglichkeiten, der ganzheitlichen Therapien.

Um Beläge auf der Zunge zu vermeiden, sollte man täglich die Zahnoberfläche mit einem Zungenreiniger reinigen. Das Kauen von festerer Nahrung (feste Konsistenz) fördert nicht nur die „physiologische Selbstreinigung“ der Zähne, sondern auch die Reinigung der Zungenoberfläche.

Unterschiedliche Beläge auf der Zunge können auf bestimmte Erkrankungen hindeuten, wie z.B.

  1. Bei Erkältungskrankheiten bilden sich leichte weißliche Beläge auf der Zunge.
  2. Weißliche Beläge auf der Zungenoberfläche können auch auf eine Magen-Darm-Erkrankung hindeuten.
  3. Eine stark gerötete Zunge deutet auf eine Scharlach Erkrankung hin.
  4. Eine stark gerötete, glatte und glänzende Zunge (Lachszunge) deutet auf eine schwere Lebererkrankung hin.
  5. Gelbe Beläge auf der Zunge können Hinweis auf eine Gallen- oder Lebererkrankung sein.
  6. Bei Nierenerkrankungen können sich braune Beläge auf der Zunge bilden.

Die Zungendiagnostik ist ein fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Bestimmte Regionen der Zunge werden bestimmten Organen und Körperteilen zugeordnet:

Die Ränder der Zunge werden der Leber und der Galle, die Zungenspitze dem Herzen, die Zungenwurzel der Niere und der Blase und die Mitte der Milz und dem Magen zugeordnet

 


 

Metallischer Geschmack im Mund

Unterschiedliche edle Metallrestaurationen (Kronen, Brücken, Inlays) im Mund können die Ursache für einen „metallischen Geschmack“ im Mund sein.

Häufig sind alte Amalgamfüllungen in unmittelbarer Nähe von Goldrestaurationen (Kronen, Brücken, Inlays) die Ursache für Geschmacksirritationen. Der Speichel ist ein Elektrolyt und es kommt zu einem Stromfluss zwischen den beiden Legierungen!

Es ist daher zu empfehlen, dass man für die Restauration der Zähne mit  Füllungen, Kronen oder Brücken metallfreie Restaurationen aus Keramik oder Kunststoff verwendet. Wird Gold für Inlays, Kronen oder Brücken verwenden, sollte man ausschließlich hochgoldhaltige Legierungen verwenden – auf keinen Fall aber sogenannte „Spargoldlegierungen“, denn diese korrodieren in der Mundhöhle. Die Korrosionsprodukte sind, die Ursache von Geschmacksirritationen und können das Zahnfleisch schädigen.

 


 

Zungenbrennen

Zungenbrennen kann eine Folge von Eisenmangel sein. Auch hier kann man mit ganzheitlichen Mitteln helfen, z.B.  mit dem Schüsslersalz „Ferrum phosphoricum“.

Zungenbrennen oder Schleimhautbrennen können auch Folge von speziellen Ernährungsgewohnheiten sein (übermäßiger bzw. regelmäßiger Genuss von scharf gewürzten Speisen); ebenso kann der Genuss von heißen Speisen oder Suppen Auslöser für Zungenbrennen sein.

Auch Aphten auf der Mundschleimhaut können die Ursache für Schmerzen und Brennen sein (Stomatitis apthosa). Aphten sind kleine brennende Geschwüre auf der Mundschleimhaut. Sie erschweren die Nahrungsaufnahme und die Heilung verläuft, wenn man sie nicht behandelt, sehr schleppend. Auch hier kann man mit ganzheitlichen Mitteln – ohne Nebenwirkungen – effektiv helfen. Dentallaser, aber auch kaltes Plasma, lassen sich für die Therapie von Aphten sehr gut einsetzen. Sie bieten eine schmerzfreie und nebenwirkungsarme Heilung.

In der Praxis erleben wir eine sofortige Schmerzlinderung durch den Laser. Ebenso lassen sich Dentallaser bei der Therapie von Lippenherpes sehr wirksam einsetzen – hier gibt es aber auch vielfältige ganzheitliche Ansätze zur Therapie.

 


 

Mundgeruch

Ein für viele Betroffene schwieriges Thema ist Mundgeruch (foetor ex ore). Auch hier gibt es verschiedene Ursachen:

  1. Die Hauptursache ist eine schlechte Mundhygiene zu Hause. – Hier sollte man die Reinigung der Zahnzwischenräume und der Zungenoberfläche auf gar keinen Fall vernachlässigen. Eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt (Prophylaxe) sollte in kürzeren zeitlichen Abständen erfolgen!
  1. Infizierte, eitrige Zahnfleischtaschen (Parodontose). Auch hier sollte man die Mundhygiene zu Hause perfektionieren. Eine Parodontaltherapie beim Zahnarzt und regelmäßige (in zeitlich kürzeren Abständen) Prophylaxe bzw. Zahnreinigung in der zahnärztlichen Praxis ist hier unausweichlich, um eine Zahnfleischerkrankung effektiv zu therapieren und deren Fortschreiten zu stoppen. Mit den modernen Dentallasern,  aber auch mit kaltem Plasma, stehen uns hier effektive, sichere, schonende und schmerzfreie Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Aber auch die ganzheitliche Zahnmedizin bietet wertvolle nebenwirkungsfreie Möglichkeiten der Behandlung.
  1. Kariöse oder gar zerstörte Zähne – Durch eine sorgfältige Mundhygiene zu Hause, lässt sich Karies effektiv verhindern.Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt ermöglichen es uns, Karies mithilfe moderner Technik, frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Anfängliche (sog. initiale) Karies lässt sich „ohne Bohren“ absolut schmerzfrei therapieren. Ist die Karies weiter fortgeschritten, können wir moderne Dentallaser oder Pulverstahlgeräte (KCP), einsetzen, um diese minimalinvasiv, d.h.  besonders schonend und schmerzarm bzw. –frei zu behandeln!
  1. Essgewohnheiten, übermäßiger Knoblauchkonsum,
  1. Diäten/Heilfasten, können die Ursachen von Mundgeruch sein.
  1. Mundtrockenheit (Xerostomie): vorbeugend sollte man darauf achten, täglich 1,5 Liter Wasser zu trinken. Xerostomie kann unterschiedliche Ursachen haben, unter anderem geringer Wasserkonsum, Stress, Medikamente, wie Antidepressiva oder blutdrucksenkende Mittel.
  1. Ferner können chronische Mandelentzündungen oder auch Entzündungen der Nasennebenhöhlen ein Grund für Mundgeruch sein.
  1. Magen- oder allgemeine Beschwerden des Verdauungstraktes können ebenso Mundgeruch verursachen.
  1. Diabetes (Zuckererkrankung)

 

Es gibt heutzutage die Möglichkeit Mundgeruch in der zahnärztlichen Praxis mit einem Gerät genau zu messen. Wir beraten Sie gerne.

Ich empfehle allen Patienten, die an Mundgeruch leiden, die Mundhygiene zu Hause zu perfektionieren.

Noch ein wichtiger ganzheitlicher Aspekt:

Die Mundhöhle ist die Eingangspforte unseres Verdauungstraktes. Die Mundhöhle ist ebenso, wie der Darm ein „Biotop“. Normalerweise herrscht eine Balance zwischen guten und schlechten Bakterien, kippt diese zugunsten der „schlechten“ Bakterien, kann dies eine Ursache für Mundgeruch sein.

Hier helfen sog. Probiotika das Gleichgewicht der Bakterien in der Mundhöhle wieder herstellen.

Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung und ausreichender Konsum von Wasser (1,5 bis 2 Liter) helfen Mundgeruch zu vermeiden.

Auch schädliche Gewohnheiten (habits) wie z.B. Nikotinmißbrauch sollten unbedingt eingeschränkt werden.

Die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) stellt uns mehrere Pflanzen zur Verfügung,  die wir zu Hause als Mundspüllösungen zur täglichen Anwendung von Mundgeruch, Pilzinfektionen und Apthen einsetzen können. Hier ein paar Beispiele:

Calendula (Ringelblume), Chamomilla (Kamille), Salbei (Salvia), Rataniawurzel (Krameria triandra), Teebaumöl (Melaleuca alternifola)

Die moderne Zahnheilkunde in Kombination mit ganzheitlichen „alternativen“ Methoden helfen uns in der zahnärztlichen Praxis diese für den Patienten „schwierige“ Thema sanft aber effektiv in den Griff zu bekommen.

Bachblütenkonzentrat

Bachblüten – wie sie beim Zahnarzt sinnvoll eingesetzt werden und Ihnen als Patienten helfen

Bachblüten – wie sie beim Zahnarzt sinnvoll eingesetzt werden und Ihnen als Patienten helfen

bachblueten-felderBei den original Bachblüten handelt es sich um Blütenkonzentrate. Insgesamt gibt es 38 Blütenkonzentrate.

Edward Bach war ein englischer Arzt (1886 – 1936). Er war als Facharzt  für Bakterieolgie und Homöopathie in London tätig. Während seiner Tätigkeit als Arzt, kam er zu der Erkenntnis, dass Krankheiten nicht in erster Linie körperliche Ursachen haben, sondern vielmehr auf Störungen des seelischen Gleichgewichts zurückzuführen sind. Er war davon überzeugt, dass seelischer Kummer, Ängste, Sorgen, Unsicherheit, Einsamkeit, übermäßiges Engagement, Gleichgültigkeit gegenüber der Umgebung, Niedergeschlagenheit und Verzweiflung die Vitalität des Körpers soweit beeinträchtigen,  dass seine Widerstandskräfte schwinden und dadurch Infektionen bzw. Krankheiten entstehen können.

Er machte sich auf die Suche nach „einfachen“ Behandlungsmethoden und „alternativen“ harmlosen Heilmitteln. Er war der Meinung, diese Heilmittel in wild wachsenden Pflanzen, Bäumen oder Sträuchern gefunden zu haben. Auf diese Weise entwickelte er Bachblüten.
Die Bachblütentherapie ist eine nebenwirkungsfreie Therapieform. Die Blütenkonzentrate nach Dr. Bach wirken auf der seelischen Ebene und sollen dem Patienten helfen, sich zu regenerieren und zu genesen.

Bei den original Bachblüten handelt es sich um eine alkoholische Lösung. Heutzutage gibt es aber auch alkoholfreie Bachblüten bzw. Bachblüten-Bonbons, Bachblüten Globuli und auch Bachblüten-Cremes. Diese Präparate eignen sich auch für die Behandlung von Kindern.
In der zahnärztlichen ganzheitlichen Praxis setzen wir die Bachblüten vor allem bei Patienten, die Angst vor der Behandlung haben, ein.

 

 


Wie werden Bachblüten hergestellt?

BachblütenkonzentratBei der Herstellung von Bachblüten Essenz unterscheiden wir 3 Stufen:

1. Die Herstellung des Bachblütenkonzentrats

Für die Herstellung des Bachblütenkonzentrats kommen zwei unterschiedliche Potenzierungsmethoden zur Anwendung.

  • Zum einen die Sonnenmethode. Diese wird bei Blüten angewandt, die gegen Ende des Frühjahrs und im Sommer blühen, wenn die Sonne die meiste Kraft hat.
  • Zum anderen die Kochmethode. Diese wird bei Pflanzen, Blüten und Zweigen der Bäume aber auch bei Sträuchern angewandt, die sehr früh im Jahr blühen,  dass die Sonne noch nicht ihre volle Kraft entfaltet hat.

2. Die Herstellung der „stockbottle“ (= Vorratsflasche)

Die Stockbottle stellt die zweite Verdünnung des jeweils herzustellenden Blütenkonzentrats dar.

3. Die Herstellung der Behandlungslösung

Die Behandlungslösung  bzw. die Einnahmeflasche stellt den dritten Schritt der Herstellung dar. Sie enthält die täglich einzunehmende Konzentratmischung.

 

 


Die Bachblüten im Einzelnen

Folgende Blütenkonzentrate werden nach der Sonnenmethode hergestellt:

Oak (Nr. 22), Gorse (Nr.13), White chestnut (Nr. 35), Water Violet (Nr. 34), Mimulus (Nr. 20), Agrimony (Nr. 1), Rock Rose (Nr. 26), Centaury (Nr. 4), Scleranthus (Nr. 28),Wild Oat (Nr. 36), Impatients (Nr. 18), Chicory (Nr. 8), Vervain (Nr. 31), Clematis (Nr. 9), Heather (Nr. 14), Cerato (Nr. 5), Gentian (Nr. 12), Olive (Nr. 23), Vine (Nr. 32), Rock Water (Nr. 27).

Oak (Nr. 22) – gemeine Eiche: Wird angewendet bei Niedergeschlagenheit, bei Menschen, die auch unter schlechten Bedingungen tapfer weiterkämpfen und die Hoffnung nicht aufgeben.

Gorse (Nr.13) – Stechginster: Wird angewendet bei Zuständen großer Hoffnungslosigkeit. Patienten, die kein Vertrauen oder die Hoffnung auf Heilung verloren haben.

White chestnut (Nr. 35) – Roßkastanie: Findet ihre Anwendung bei ständig quälenden Gedanken und Selbstgesprächen. Patienten, die nicht loslassen können.

Water Violet (Nr. 34) – Sumpfwasserfeder: Ist indiziert für stille eigenständige Menschen, die manchmal zu stolz und unnahbar erscheinen. Menschen, die sehr „reserviert“ sind.

Mimulus (Nr. 20) – Gauklerblume: Findet Anwendung bei Ängsten im täglichen Leben, Angst vor Menschen, Tieren oder Angst vor dem Dunkeln. Besonders geeignet bei Patienten, die extreme Angst vor einem Zahnarztbesuch haben.

Agrimony (Nr. 1) – gewöhnlicher Odermennig: Wird angewendet bei Menschen, die ihre Sorgen hinter einer Fassade von Heiterkeit und guter Laune vor anderen Menschen zu verbergen versuchen. Patienten, die ihre Probleme nicht zeigen bzw. nicht darüber sprechen wollen.

Rock Rose (Nr. 26) – gemeines Sonnenröschen: Ist bei Patienten indiziert, die an extremen Angstzuständen und Gefühlen innerer Panik (Panikattacken) leiden. Geeignet bei Patienten die schon vor Betreten der Praxis Panik bekommen.

Centaury (Nr. 4) – Tausendgüldenkraut: Indikation – willensschwache Menschen, die nicht nein sagen können und sich stark vom Willen anderer beeinflussen lassen. Sehr gutmütige Menschen.

Scleranthus (Nr. 28) – Einjähriger Knäuel: Wird angewendet bei Unentschlossenheit, Sprunghaftigkeit und innerer Unausgeglichenheit. Menschen, die ständig wechselnde Meinungen haben.

Wild Oat (Nr. 36) –  Waldtrespe: Findet ihre Anwendung bei Menschen, die unzufrieden und unsicher sind. Sie sind begabt, haben aber Schwierigkeiten ihre Richtung im Leben zu finden (Ziellosigkeit).

Impatients (Nr. 18) – Drüsentragendes Springkraut: Wird bei Patienten angewendet, die ungeduldig und leicht reizbar sind.

Chicory (Nr. 8) – Wegwarte, Zichorie: Indikation – bei Menschen, die besitzergreifend und überkritisch gegenüber anderen sind. Menschen mit übertriebener Fürsorge für andere.

Vervain (Nr. 31) – Eisenkraut: Menschen, die eine fixe Idee haben und sich schwer davon abbringen lassen.

Clematis (Nr. 9) – Waldrebe: Ist induziert bei Tagträumern.

Heather (Nr. 14) – Schottisches Heidekraut: Für redselige, selbstbezogene (egozentrische) Menschen, die Angst vor der Einsamkeit haben. Sie brauchen immer Gesellschaft.

Cerato (Nr. 5) – Bleiwurz: Ist indiziert bei Menschen, die sich nicht auf ihre eigenen Entscheidungen verlassen können und ständig bei andern um Rat fragen. Patienten mit mangelndem Selbstvertrauen (Unsicherheit).

Gentian (Nr. 12) – Herbstenzian: Anwendung bei Menschen, die zu Zweifel, Mutlosigkeit und Pessimismus neigen. Patienten, die am Erfolg der Behandlung zweifeln und willensschwach sind.

Olive (Nr. 23) – Olive: Wird angewendet bei Patienten, die sich in geistig- seelischer Hinsicht vollkommen erschöpft („ausgepowert“) fühlen. Nach größeren Anstrengungen oder schwerer Krankheit.

Vine (Nr. 32) – Weinrebe: Anwendung bei sehr tüchtigen und willensstarken Menschen, die dazu neigen, andere zu beherrschen und ihnen ihren Willen aufzuzwingen.

Rock Water (Nr. 27) – Wasser aus heilkräftigen Quellen: Wird angewendet bei Patienten, die eine zu strenge Selbstdisziplin haben und zu hart zu sich selbst sind. Menschen mit stark ausgeprägtem Perfektionismusstreben. Bei Zwanghaftigkeit.

 

Folgende Bachblütenkonzentrate werden nach der Kochmethode hergestellt:

Cherry Plum (Nr. 6), Elm (Nr. 11), Aspen (Nr. 2), Beech (Nr. 3), Chestnut Bud (Nr. 7), Hornbeam (Nr. 17), Larch (Nr. 19), Walnut (Nr. 33), Star of Bethlehem (Nr. 29), Holly (Nr. 15), Crab Apple (Nr. 10), Willow (Nr. 38), Red Chestnut  (Nr. 25), Pine (Nr. 24), Mustard (Nr. 21), Honeysuckle (Nr. 16), Sweet Chestnut (Nr. 30), Wild Rose (Nr. 37).

Cherry Plum (Nr. 6) – Kirschpflaume: Indikation – Angst den Verstand zu verlieren.

Elm (Nr. 11) – Englische Ulme: Indikation – Menschen, die pflichtbewusst sind, aber manchmal  das Gefühl haben, der Verantwortung nicht gewachsen zu sein; aber auch bei Depressionen.

Aspen (Nr. 2) – Zitterpappel: Indikation – Patienten, die vage Ängste haben, für die sie keine Erklärung haben. Diese Blütenessenz verhilft zu Mut und Vertrauen.

Beech (Nr. 3) – Rotbuche: Indikation – krankhafte intolerante Haltung, Kritiksucht,  Menschen, die an allem etwas auszusetzen haben.

Chestnut Bud (Nr. 7) – Roßkastanie: Für Patienten, die schwer aus ihren Erfahrungen lernen. Menschen, die sich das Leben selbst schwer machen.

Hornbeam (Nr. 17) – Weißbuche oder Hainbuche: Wird angewendet bei Patienten, die glauben, nicht genug Energie für die täglichen Pflichten zu haben. Sie fühlen sich der Behandlung nicht gewachsen.

Larch (Nr. 19) – Europäische Lärche:  Indikation – Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein und Versagensängsten. Angewendet bei Patienten, die sich nicht motivieren lassen.

Walnut (Nr. 33) – Walnuss: Indiziert bei Menschen, die feste, klare Ziele in ihrem Leben haben, sich jedoch durch die Ansichten anderer häufig von ihren Zielen abbringen lassen (Wankelmut).
Star of Bethlehem (Nr. 29) – Doldiger Milchstern: Ist bei Patienten indiziert, durch ein schockartiges Erlebnis traumatisiert sind (Heilkraft bei psychischen und physischen Schocks).

Holly (Nr. 15) – Gemeine Stechpalme: Indikation – Krankhafter Neid, Eifersucht, Misstrauen und Rachegefühle. Misstrauische Menschen. Menschen, die zu unfreundlichen und aggressiven Reaktionen neigen.

Crab Apple (Nr. 10) – Holzapfel: Patienten, die sich äußerlich und innerlich unrein fühlen; z.B. Patienten, die sich ständig zwanghaft die Hände waschen müssen (Reinlichkeitszwang).

Willow (Nr. 38) – Gelbe Weide: Indikation – Menschen, die innerlich verbittert sind und starken Groll hegen. Miesmacher!

Red Chestnut  (Nr. 25) – Rote Kastanie: Angezeigt bei Menschen, die sich sehr stark um ihre Mitmenschen sorgen. Die Blüte verhilft zur Harmonisierung der Gedanken und löst destruierende Gefühle.

Pine (Nr. 24) – Schottische Kiefer: Indiziert bei Patienten, die unter krankhaften Schuldgefühlen und Vorwürfen leiden.

Mustard (Nr. 21) – Wilder Senf: Induziert bei sehr starker Niedergeschlagenheit und großer Traurigkeit, für die es keine erkennbare Ursache gibt.

Honeysuckle (Nr. 16) – Geißblatt, Jelängerjelieber: Indikation – Menschen, die wehmütig in die Vergangenheit schauen. Sie trauern der Vergangenheit hinterher und haben kein Interesse an der Gegenwart.

Sweet Chestnut (Nr. 30) – Esskastanie, Edelkastanie: indiziert bei Menschen, die verzweifelt sind und meinen, sich in einer aussichtslosen Situation zu befinden.

Wild Rose (Nr. 37) – Heckenrose: Angezeigt bei Patienten, die resigniert und apathisch sind, teilnahmslose Menschen.

 

 


Zusammenfassung: welche Bachblüten helfen dem Patienten bei Angstzuständen?

Die Bachblüten haben nichts mit der klassischen Homöopathie zu tun!

Sie können jedoch mit der klassischen Homöopathie kombiniert werden.

Die Bachblütenkonzentrate geben uns die Möglichkeit, Patienten in schwierigen Lebenssituationen zu helfen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass folgende Bachblütenkonzentrate für Patienten, die unter Angstzuständen leiden indiziert sind:

1. Aspen (Nr. 2)
2. Cherry Plum (Nr. 6)
3. Mimulus (Nr. 20)
4. Red Chestnut (Nr. 25)
5. Rock Rose (Nr. 26)

Bachblüten können einzeln verwendet werden oder man kann eine Bachblütenmischung herstellen.

 

 


Wie nehme ich Bachblüten ein?

Geben Sie 2 Tropfen der Bachblütenessenz in ein Glas Wasser (mineralarmes, stilles Wasser) und trinken Sie dieses langsam schluckweise.

Bei Rescue Remedy Tropfen sollten Sie 4 Tropfen in das Glas geben. Man kann die Bachblüten auch direkt unter die Zunge geben. Dort werden Sie direkt resorbiert und gelangen direkt in die Blutlaufbahn.

Bachblüten lassen sich auch mit Schüsssler Salzen oder Heilpflanzen bzw. Tees kombinieren.

Zum Beispiel bei Angstzuständen oder Nervenzusammenbrüchen empfiehlt sich folgende Kombination von Schüssler Salzen:

  • Morgens: Schüssler Salz Nr. 2 Calcium phos. D6 – je 3 Tabletten.
  • Mittags: Schüssler Salz Nr. 5 Kalium phos. D6 –  je 3 Tabletten
  • Abends: Schüssler Salz Nr. 7 Magnesium phos. D6 – je 3 Tabletten

Aus der Pflanzenheilkunde stehen uns Baldrian (Valeriana officinalis), Hopfen (Humulus lupulus), Melisse (Melissa officinalis), Passionsblume (Passiflora incarnata), Lavendel (Lavandula angustifolia), Rose (Rosa canina) in Form von Tees zur Verfügung.

Die Bachblüte Mimulus (Nr. 20) eignet sich hervorragend bei „Zahnarztangst“.  Bei kleinen Kindern (als alkoholfreis Blütenessenz) in Kombination mit Chamomilla D30 Globuli.

Die Bachblüten sollten getrennt von Homöopatika eingenommen werden!

Rescue Remedy (Notfalltropfen) ist eine sehr wichtige Mischung, die in keiner zahnärzlichen Praxis fehlen sollte.

Sie besteht aus folgenden Blütenessenzi:

  • Star of Betlehem (Nr.29),
  • Rock Rose (Nr. 26),
  • Impatiens (Nr. 18),
  • Cherry Plum (Nr. 6),
  • Clematis (Nr. 9)

Die passende Bachblüte für den Patienten zu finden, ist nicht immer einfach. Hierbei müssen wir nach dem Gemütszustand des Patienten fragen. Je detaillierter die Befragung, desto leichter ist es die passenden Bachblüten zu finden.

In meiner Praxis hat sich ein Fragebogen bewährt, den der Patient mit nach Hause nimmt und wieder ausgefüllt in die Praxis mitbringt. Man kann die passenden Bachblüten auch mithilfe der Kinesiologie, der Elektroakupunktur oder des Vegatests ermitteln.